Peinlicher Fehler in Folge 1: „Heated Rivalry“ hat ein Synchro-Problem
Die deutsche Übersetzung von „Heated Rivalry“ kommt nicht bei allen Fans gut an. Ein Synchro-Fehler in Folge 1 macht es nur noch schlimmer.

Deutsche Fans von „Heated Rivalry“ mussten lange auf die neue Hitserie aus Kanada warten – zumindest eigentlich. Tatsächlich haben die meisten Interessierten natürlich schon vor dem offiziellen Start bei HBO Max hierzulande Mittel und Wege gefunden, um „Heated Rivalry“ zu sehen – ob nun durch VPN-Umwege oder Streams von fragwürdiger Legalität.
Zum großen Glück von HBO Max in Deutschland haben es sich „Heated Rivalry“-Fans zum Ziel gesetzt, die queere Romanze so erfolgreich wie möglich werden zu lassen. Sei es nun mit endlosen Streams, um die Abrufzahlen anzuheben („Reheating“ genannt) oder eben mit dem guten Vorsatz, auch die deutsche Synchronfassung zu nutzen, sobald diese zur Verfügung steht.
Der Trailer erhitzt die Gemüter

Doch dieser große Support hat seine Grenzen, die beim Erscheinen des ersten deutschen „Heated Rivalry“-Trailers erreicht wurden. Die ikonischsten Momente der ersten Staffel, die Fans auf Englisch mittlerweile natürlich auswendig kennen, konnten auf Deutsch nur wenig überzeugen.
Lag es tatsächlich an mangelnder Sorgfalt bei der Synchronisation oder waren die Erwartungen einfach unrealistisch hoch? Es ist ein bekanntes Problem, dass einem die Synchronfassung einer Serie oder eines Films Probleme bereitet, wenn man mit der Originalfassung zu vertraut ist.
Der Fakt, dass Trailer oft eigenständig synchronisiert werden und die passenden Emotionen von den Sprecher*innen dadurch nicht immer perfekt getroffen werden können, sorgte für eine Pattsituation. Wirklich bewerten konnte man die deutsche Version von „Heated Rivalry“ erst, wenn die erste Folge auch wirklich da ist.
Die Kritik war berechtigt
Zweifellos haben „Heated Rivalry“-Neulinge weniger Schwierigkeiten mit der deutschen Synchronfassung, die mittlerweile ganz offiziell auf HBO Max zu hören ist. Doch neben neuen Stimmen und anderer Betonung sorgt zumindest ein Beispiel für mangelnde Sorgfalt bei der Übersetzung für Verwirrung und lange Gesichter.
Beim Werbeshooting in Folge 1 (etwa bei Minute 11:45) sollen Shane und Ilya auf dem Eis schnell zueinander fahren und kurz vor der Kollision anhalten. „Just skate out and skate in with a lot of intensity, right?” heißt es in der Originalfassung vom Regisseur.
In der deutschen Version wird daraus allerdings: „Beim Ranfahren will ich ganz viel Intense sehen, klar?“ Das ist nun aus mehreren Gründen seltsam. Einerseits gibt es das Wort „Intense“ im Deutschen nicht, hier müsste eigentlich von „Intensität“ die Rede sein. Andererseits wird hier eben nicht auf Englisch „Intense“ gesagt, was ja auch schon verwunderlich wäre, es wird sogar deutsch ausgesprochen.

Verhört hat man sich hier auch nicht, genau so steht der Satz in den deutschen Untertiteln. Auch wenn Episode 1 sonst fehlerfrei zu sein scheint, spricht dieser unsorgsame Übersetzungsfehler nicht gerade für Qualität. Ob sich in Folge 2 Besserung einstellt oder das „Intense“-Debakel nachträglich noch verbessert wird, ist noch nicht bekannt.








