Oliver Pocher verliert vor Gericht: Heftige Niederlage im Streit mit Christian Düren
Rückschlag für Oliver Pocher: Der Comedian ist mit seiner Unterlassungsklage gegen TV-Moderator Christian Düren vor dem Landgericht Köln gescheitert. Nach zwei Verhandlungstagen sieht das Gericht die Vorwürfe als nicht ausreichend belegt an – Pocher muss nun die Kosten des Verfahrens tragen.

Der juristische Konflikt zwischen Oliver Pocher (47) und Christian Düren (35) hat ein vorläufiges Ende gefunden. Das Landgericht Köln wies die Unterlassungsklage des Comedians ab. Ausschlaggebend war nach Einschätzung der Kammer vor allem die unzureichende Beweislage. Die Begründung der Klage habe nicht überzeugt.
Eine Sprecherin des Gerichts erklärte dazu: „Der geltend gemachte Unterlassungsanspruch steht dem Kläger nicht zu.“ Es sei nicht zur Überzeugung des Gerichts nachgewiesen worden, dass Christian Düren das streitgegenständliche Videomaterial Dritten gezeigt habe. Für Oliver Pocher bedeutet das: Er trägt die Kosten des Verfahrens.
Worum ging es vor Gericht?
Im Zentrum des Rechtsstreits stand ein privates Video, das einen heftigen Streit zwischen Oliver Pocher und seiner Ex-Frau Amira Aly (33) zeigen soll. Auch Handgreiflichkeiten sollen in dem Clip zu sehen sein. Pocher warf Christian Düren vor, das Video innerhalb der TV-Branche herumgezeigt zu haben – mit dem Ziel, seine Karriere zu beschädigen und Engagements bei Sendern zu verhindern.
Christian Düren, der seit Anfang 2024 mit Amira Aly liiert ist, hatte diese Vorwürfe stets entschieden zurückgewiesen. Vor Gericht erklärte der Moderator, er habe das Video lediglich mit seiner Partnerin besprochen und anschließend gelöscht. „Ich habe es an niemanden weitergeleitet“, sagte Düren aus.
Das sagt die Verteidigung von Christian Düren
Dürens Anwalt Christian-Oliver Moser äußerte sich nach dem Urteil deutlich. Oliver Pocher sei mit seinem Versuch einer „öffentlichen Täter-Opfer-Umkehr gescheitert“. Die Behauptung, Düren habe ein für Pocher äußerst nachteiliges Video an Personen aus der Medienbranche weitergeleitet, sei von keinem der benannten Zeugen bestätigt worden.
Weiter erklärte der Anwalt, sein Mandant hoffe nun, „von Oliver Pocher nicht weiter mit rechtswidrigen und unwahren Vorwürfen belästigt zu werden“. Düren wolle schlicht und einfach in Ruhe gelassen werden.
Prominente Zeugen widersprechen Pocher
Im Prozess sagten mehrere prominente Zeugen aus – darunter Annemarie Carpendale (48), Moderatorin, Kollegin von Düren und zugleich Pochers Ex-Partnerin. Sie bestätigte zwar, von der Existenz des Videos gehört zu haben, stellte aber klar: „Ich habe das Video nicht gesehen und kenne niemanden aus dem ProSieben-Umfeld, der es gesehen hat.“
Auch TV-Produzent Pierre Uebelhack (51) erklärte vor Gericht, dass er das Video nie gesehen habe. Christian Düren habe ihm lediglich von dessen Existenz erzählt, mehr nicht.
Pochers Anwälte sehen dennoch einen Teilerfolg
Trotz der Klageabweisung bewertete Pochers Anwältin Sultan Balli-Bergmann das Verfahren differenziert. Die Abweisung sei allein auf die prozessuale Beweislastverteilung zurückzuführen. Ihrer Ansicht nach habe sich das Verfahren dennoch gelohnt, da Düren einräumen musste, dass eine WhatsApp-Nachricht ein Bluff gewesen sei. Daraus folge, dass seinen Aussagen kein Glauben zu schenken sei.
Auch Pochers zweite Anwältin Katharina Dierlamm verwies darauf, dass aufgrund der Drohung mit der Veröffentlichung des Videos Strafanzeige erstattet worden sei. Die Staatsanwaltschaft Köln habe daraufhin ein Ermittlungsverfahren wegen (versuchter) Nötigung eingeleitet, dieses jedoch nicht weitergeführt, da es sich um eine private Angelegenheit handle.
Oliver Pocher bleibt nun ein Monat Zeit, um zu entscheiden, ob er gegen das Urteil vorgeht. Ob der Comedian Revision einlegt oder den juristischen Streit an dieser Stelle beendet, ist derzeit offen.






