Publikumsliebling steigt aus

„Notruf Hafenkante“ ohne Frauke: So emotional verabschiedet sich Manuela Wisbeck nach 16 Jahren

Nach 16 Jahren endet eine Ära im ZDF-Vorabend: Manuela Wisbeck verabschiedet sich von „Notruf Hafenkante“. Für viele Fans kommt das Aus ihrer Figur überraschend – und emotional wird es nicht nur vor der Kamera.

Frauke Prinz aus „Notruf Hafenkante“ steht in einem Krankenzimmer und hält eine Mappe mit der Aufschrift „Ein Plädoyer für die Organspende“ in den Händen. Sie blickt mit ernstem Gesichtsausdruck zur Seite.
Rund 16 Jahre lang hat Manuela Wisbeck die Rolle der Frauke Prinz verkörpert – doch jetzt ist Schluss. Foto: ZDF

16 Jahre, unzählige Einsätze – und jetzt das Aus: Für Manuela Wisbeck heißt es Abschied von der ZDF-Erfolgsserie „Notruf Hafenkante“. Die Schauspielerin, die seit 2009 als Krankenschwester Frauke Prinz im fiktiven Elbkrankenhaus (EKH) zu sehen war, dreht aktuell ihre letzten Szenen. Für viele Fans ist das ein Schock – denn ihre Figur gilt nach wie vor als absoluter Publikumsliebling der Serie.

Unerwartetes Serien-Aus nach 16 Jahren

Wie Wisbeck offen schilderte, erfuhr sie im Mai überraschend, dass ihre Rolle gestrichen wurde und sie „gefeuert“ sei. Besonders bitter: Bis Ende des Jahres war sie offenbar bereits fest eingeplant. Der Anruf traf sie hart – sie habe „den ganzen Tag und die ganze Nacht geweint“, sagte sie rückblickend. Das Aus sei für sie zunächst nicht „greifbar“ gewesen.

Seit 2007 zählt „Notruf Hafenkante“ zu den festen Größen im ZDF-Vorabendprogramm. Die Mischung aus Polizei- und Krankenhausgeschichten sorgt regelmäßig für stabile Quoten. Umso größer ist die Verwunderung vieler Zuschauer:innen, dass eine so langjährig etablierte Figur nun gehen muss.

Am Donnerstag (16. Juli), Freitag (17. Juli) und Montag (20. Juli) steht Manuela Wisbeck ein letztes Mal für „Notruf Hafenkante“ vor der Kamera. Bis die entsprechenden Folgen ausgestrahlt werden, müssen sich Fans allerdings gedulden: Mit einer TV-Ausstrahlung ist voraussichtlich erst in rund anderthalb Jahren zu rechnen – also wohl ab Ende 2027.

Stirbt Frauke Prinz den Serientod?

Eine Sorge vieler Fans kann Wisbeck jedoch direkt nehmen: „Frauke stirbt nicht. Das auf keinen Fall“, stellt sie klar. Details zur Handlung darf sie zwar nicht verraten, doch fest steht: Ihre Figur verlässt das Elbkrankenhaus aus freien Stücken.

Gerade das machte den Dreh für die Schauspielerin besonders schwierig. Denn im echten Leben sei ihr Abschied eben nicht freiwillig gewesen. „Die haben mir etwas geschrieben, das ich spiele, was aber für mich ja nicht so war“, erklärt sie. Die emotionale Abschiedsszene sei für sie wie „Folter“ gewesen. Gemeinsam mit einer Kollegin habe sie die Sequenz gespielt – „und wir haben in der Szene nur geweint“. Sie beschreibt den Moment als „so ehrlich, so pur und so emotional“.

Auf die Frage, ob sie Einfluss auf den Abschied ihrer Figur hatte, zeigt sich Wisbeck pragmatisch. Zwar habe man sie gefragt, ob sie eine Idee einbringen wolle, doch sie lehnte ab: „Ich möchte mir nicht den Kopf zerbrechen, wie Frauke da jetzt rausgeht.“ Letztlich sei ein bereits bestehendes Drehbuch „ausgebaut“ und teilweise umgeschrieben worden, um ihrer Figur mehr Raum zu geben.

Dass Frauke Prinz mehr war als nur eine Nebenrolle, betont Wisbeck deutlich. „Frauke Prinz war ja die gute Seele im Elbkrankenhaus“, sagt sie. Tatsächlich war ihre Figur über viele Jahre Bindeglied zwischen Polizei und der Klinik.

Wie geht es für „Notruf Hafenkante“ weiter?

Das ZDF-Format wird auch ohne Frauke Prinz fortgesetzt. Dennoch dürfte ihr Ausstieg eine Lücke hinterlassen – gerade für langjährige Zuschauer:innen, die die Entwicklung der Figur über mehr als anderthalb Jahrzehnte begleitet haben. Ob und wie das EKH personell neu aufgestellt wird, bleibt abzuwarten.

Quellen