Zum Hauptinhalt springen
Streaming-News

Nicht schon wieder! „A Knight of the Seven Kingdoms“ wiederholt den größten "Game of Thrones"-Fehler

Mit „A Knight of the Seven Kingdoms“ ist eine neue Serie nach einer Vorlage von George R.R. Martin gestartet. Doch Nachschub lässt schon auf sich warten …

Egg macht beim Seilziehen mit.
Egg nimmt seine Rolle als Knappe sehr ernst. Foto: Steffan Hill/HBO

Für George R.R. Martin ist der Erfolg von „Game of Thrones“ ein Segen und ein Fluch. Der Schöpfer von Westeros hat für sein Leben ausgesorgt, verdient weiterhin gut an seinen „Das Lied von Eis und Feuer“-Romanen und ist durch Auftritte auf Conventions sowie als Produzent der Serienadaptionen seiner Werke vielbeschäftigt.

Doch „Die Winde des Winters“ hängt mittlerweile seit über zehn Jahren wie ein Damoklesschwert über Martins Kopf. Das sechste Buch der „Das Lied von Eis und Feuer“-Saga hätte im besten Fall als Vorlage für die 2016 erschienene 6. Staffel von „Game of Thrones“ dienen sollen, doch Martin schaffte es nicht, das vorletzte Buch rechtzeitig fertigzustellen.

Daran hat sich bis heute nichts geändert und Fans warten weiterhin auf „Die Winde des Winters“ – wobei die meisten die Hoffnung mittlerweile aufgegeben haben. Ungeduld und Enttäuschung begleiten Martin ebenso wie die Begeisterung der Fans, und immer wieder muss er sie vertrösten.

Der Umstand, dass „Game of Thrones“ in den letzten drei Staffeln ohne Romanvorlage auskommen musste, sorgte für viel Kritik; mit dem Ende der Serie waren nur wenige zufrieden. Hätte Martin es anders gemacht? Ganz sicher, zumindest bestätigt er das immer wieder auf Nachfrage. Ob er es besser gemacht hätte, werden wir vielleicht nie erfahren, und die Unvollständigkeit der Romanreihe ist für immer mit dem unrühmlichen Serienende verbunden.

George R.R. Martin räumt beim „Tanz der Drachen“ das Parkett

Ewan Mitchell als Aemond Targaryen in „House of the Dragon“.
Hat starke Crispin-Glover-Vibes: Ewan Mitchell als Aemond Targaryen. Foto: IMAGO / Landmark Media

Das Spin-off „House of the Dragon“ profitiert davon, dass es als Prequel zu „Game of Thrones“ fungiert und durch das fiktive Sachbuch „Feuer und Blut“ bereits feststeht, wie der „Tanz der Drachen“ enden wird. Seit Staffel 2 steht Martin jedoch auf Kriegsfuß mit der Produktion, da sein Input seiner Meinung nach zu wenig ernst genommen wird.

Zwar ist HBO nicht dazu verpflichtet, bei der Umsetzung der Adaptionen auf Martin zu hören, doch bei „Game of Thrones“ arbeitete man noch vergleichsweise eng zusammen. Ryan Condal, Showrunner von „House of the Dragon“, hält Anpassungen der Handlung bei einer Serienadaption für unausweichlich, weshalb das Verhältnis zwischen ihm und Martin als äußerst angespannt gilt.

A Knight of the Three Novellas

Video Platzhalter
Video: HBO Max

Bei „A Knight of the Seven Kingdoms“ ist George R.R. Martin wieder sehr stark beteiligt. Zwar fehlte ihm die Zeit, selbst Drehbücher für die erste Staffel zu verfassen, doch er ist stolz auf die sehr vorlagentreue Adaption und plant bereits, zahlreiche neue „Dunk & Egg“-Kurzgeschichten zu schreiben, damit der Serie nach Staffel 3 nicht die Vorlagen ausgehen.

Genau hier liegt jedoch das große Problem, das Martin in einem Blogpost aus dem Jahr 2017 über geplante „Game of Thrones“-Spin-offs selbst treffend zusammenfasst:

„Wir werden ‚Dunk & Egg‘ nicht umsetzen. Irgendwann würde ich das natürlich gerne machen, und viele von euch hoffen auch darauf. Aber bisher habe ich nur drei Novellen geschrieben und veröffentlicht, und ich möchte noch mindestens sieben, acht oder zehn weitere schreiben. Wir alle wissen, wie langsam ich bin und wie schnell sich eine Fernsehserie entwickeln kann. Ich möchte nicht wiederholen, was mit GAME OF THRONES passiert ist, wo die Serie den Büchern voraus ist. Wenn ich alle meine Geschichten über Dunk & Egg erzählt habe, dann werden wir eine Fernsehserie über sie machen … aber dieser Tag ist noch in weiter Ferne.“

Sechs Jahre später, als „A Knight of the Seven Kingdoms“ erstmals angekündigt wurde, hatte Martin seine Meinung offenbar geändert. Bis heute existieren weiterhin nur drei „Dunk & Egg“-Novellen, und die Dreharbeiten zur 2. Staffel laufen bereits.

Nach aktuellem Stand ist es wahrscheinlich, dass 2027 mit der Produktion von Staffel 3 begonnen wird – spätestens 2028 müsste dann also eine weitere Kurzgeschichte vorliegen.

Keine Eile, George!

Grundsätzlich sollte es für einen talentierten Autor nicht schwer sein, mindestens eine Kurzgeschichte pro Jahr zu schreiben. Doch Martin hat unzählige Pläne und Termine, und auch wenn er bei Events allgegenwärtig ist, sind neue Veröffentlichungen von ihm rar gesät.

Immerhin sieht Ira Parker, Showrunner von „A Knight of the Seven Kingdoms“, kein Problem in der Vorlagenknappheit. Im Interview mit The Hollywood Reporter erklärte er, dass HBO seiner Einschätzung nach ohnehin nur Interesse an den ersten drei „Dunk & Egg“-Geschichten habe.

Sollten doch mehr Staffeln bestellt werden, habe Parker von Martin eine kurze Zusammenfassung von zwölf weiteren Geschichten erhalten, die – wenn auch knapp – eine klare Richtung vorgeben und das gesamte Leben von Dunk und Egg abstecken.

Parker schwebt zudem ein ungewöhnlicher Produktionsansatz vor: „[…] Ich würde zwölf [Staffeln] davon machen. Ich würde jetzt vier produzieren, dann vier weitere in zehn Jahren und danach noch einmal vier weitere zehn Jahre später – ich würde [Dunk & Egg] ihr ganzes Leben lang begleiten, genau wie in Richard Linklaters ‚Boyhood‘.“

Sollten spätere Geschichten von einem erwachsenen Egg erzählen, wäre das eine mögliche Lösung – sofern Dexter Sol Ansell nicht durch einen älteren Darsteller ersetzt werden soll. Dass die Zukunft und die Qualität von „A Knight of the Seven Kingdoms“ nicht allein von George R.R. Martins Schreibtempo abhängen, dürfte zumindest Fans und den Autor selbst gleichermaßen beruhigen.

Quellen
Ed Sheeran Game of Thrones - Foto: HBO
Stars
Ed Sheerans Vermögen: So reich ist der Sänger!

Er zählt zu den erfolgreichsten Musikern seiner Zeit – und ist damit reich geworden. Wie hoch das Vermögen von Ed Sheeran ist, erfahrt ihr hier.

Maybrit Illner mit kurzen braunen Haaren trägt ein dunkles, glitzerndes Oberteil vor einer Wand mit Schriftzügen. - Foto: Imago/Zoonar
Liebesleben
Maybrit Illner: Das sind die berühmten Ex-Männer der Fernsehmoderatorin

Maybrit Illner hält ihr Liebesleben weitgehend privat. Zweimal war die Moderatorin aber schon verheiratet. Wer sind die beiden prominenten Ex-Männer?

Carolin Kebekus hält im gelben Jumpsuit ein Mikrofon am Kabel. Neben ihr steht „Die Carolin Kebekus Show“ vor orangefarbenen Wolken. - Foto: WDR/btf/Frederike Wetzels
Prominente Unterstützung!
„Die Carolin Kebekus Show“ 2026: Alle Gäste der neuen Staffel im Überblick

Carolin Kebekus meldet sich mit sieben neuen Folgen ihrer ARD-Comedyshow zurück. Welche prominenten Gäste in der neuen Staffel auftreten und wann die Folgen zu sehen sind.

Jenke von Wilmsdorff mit grauen Haaren und kurzem grauem Bart lächelt in die Kamera. Er trägt ein dunkles Hemd vor dunklem Hintergrund. - Foto: Imago/Rainer Unkel
Abseits der Kameras
„JENKE. Report“-Star Jenke von Wilmsdorff im Steckbrief: Ex-Frau, Freundin, Krankheit

Für seine TV-Experimente geht Jenke von Wilmsdorff regelmäßig an seine Grenzen. Doch wie lebt der Journalist privat und was ist über seine Ex-Frau Mia Bergmann bekannt? Die wichtigsten Fakten im Steckbrief.

Markus in Gelb und Katharina in Rot hängen mit weißen Helmen und Klettergurten an Seilen vor einer Felswand. - Foto: ZDF/Sabine Finger Fotografie
Nach Drama in Staffel 18
„Die Bergretter“: Alle Infos zu Staffel 19! Wann und wie geht es weiter?

Staffel 19 von „Die Bergretter“ ist bereits bestätigt. Doch wie geht es für Markus und Co. nach dem dramatischen Serienfinale weiter?

Tobi, Markus und Nina stehen mit Rucksäcken und Kletterausrüstung vor einer Felswand. Einer hält einen kleinen Hund im Arm. - Foto: ZDF/Sabine Finger Fotografie
Dramatische neue Staffel
„Die Bergretter“-Vorschau, Staffel 18: Schock-Diagnose und Todesfall erschüttern das Team

Katharina erhält eine niederschmetternde Diagnose, Franz’ Tod erschüttert das Team: So dramatisch werden die sieben Folgen von „Die Bergretter“.