„A Knight of the Seven Kingdoms“: Darum gibt es keine Drachen im „Game of Thrones“-Spin-off
Im neuen „Game of Thrones“-Ableger „A Knight of the Seven Kingdoms“ fehlen die ikonischsten Kreaturen der Fantasy-Welt komplett. Der Gründe dafür finden sich in „House of the Dragon“.
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„A Knight of the Seven Kingdoms“ ist die erste Serie aus dem „Game of Thrones“-Universum, in der keine echten Drachen auftreten. Abgesehen von einer beeindruckenden Puppe in Episode 1 bekommt das Publikum in der gesamten Staffel kein lebendes Exemplar der feuerspeienden Wesen zu sehen.
Der Grund dafür liegt jedoch nicht in Budgetfragen, anders als etwa beim seltenen Einsatz von Geist, dem Schattenwolf von Jon Snow. Die Drachen-Abwesenheit folgt einer klaren historischen Logik innerhalb der Welt von Westeros: Zu diesem Zeitpunkt der Handlung existieren keine Drachen mehr.
Die nächsten lebenden Drachen tauchen chronologisch erst wieder im Finale von „Game of Thrones“ Staffel 1 auf, als Daenerys Targaryen ihre Eier ausbrütet.
Alles führt zurück zu „House of the Dragon“

Was ist also mit den Drachen passiert? Die Antwort liegt im Targaryen-Bürgerkrieg, der im Prequel „House of the Dragon“ erzählt wird.
Dieser Konflikt ist als der „Tanz der Drachen“ bekannt – ein Krieg, der nicht nur das Haus Targaryen spaltete, sondern auch den Untergang fast aller Drachen besiegelte. In „Feuer und Blut“, George R.R. Martins fiktiver Geschichtschronik, merkt Erzmeister Gyldayn an, dass der Krieg eigentlich treffender als das „Sterben der Drachen“ bezeichnet werden müsste.
Zum Zeitpunkt des Todes von König Viserys I. Targaryen im Jahr 129 n. A. E. (nach Aegons Eroberung) lebten noch rund 20 Drachen. Nur zwei Jahre später, nach dem Ende des Bürgerkriegs im Jahr 131 n. A. E., waren davon lediglich vier übrig. Auch diese verschwanden kurze Zeit später aus den Chroniken von Westeros.
Der Anfang vom Ende
„House of the Dragon“ hat den Drachenverlust bereits deutlich gemacht: In Staffel 1 sterben Lucerys Velaryon und sein Drache Arrax, während in Staffel 2 Rhaenys Targaryen gemeinsam mit Meleys in der Schlacht am Krähenruh fällt. Doch das ist nur ein Bruchteil der Verluste, die der Tanz der Drachen fordert.
Mit dem Tod der Drachen endet auch ihre Fortpflanzung. Es gibt keine neuen Eier mehr und selbst die verbliebenen Eier schlüpfen nicht.
Der letzte Drache von Westeros
In der Novelle „Der Heckenritter“, auf der „A Knight of the Seven Kingdoms“ basiert, wird der letzte Targaryen-Drache beschrieben: ein kleines, verkümmertes Wesen mit verkrüppelten Flügeln.
Ser Arlan von Hellerbaum, der frühere Lehrmeister von Ser Duncan dem Großen (genannt Dunk), sah dieses Tier in Königsmund, als er selbst noch ein Junge war. Ein Jahr später, im Jahr 153 n. A. E., starb der letzte Drache endgültig.
Mehr als 50 Jahre ohne Drachen
Die Handlung von „A Knight of the Seven Kingdoms“ setzt im Jahr 209 n. A. E. ein – mehr als fünf Jahrzehnte nach dem Tod des letzten Drachen. Zwar sitzen die Targaryens weiterhin auf dem Eisernen Thron, doch ihre einst beinahe göttliche Aura als Drachenreiter ist verschwunden.
Ohne Drachen regieren die Targaryens nicht mehr durch Furcht und Feuer, sondern durch Politik, Tradition und Machtspiele. Dieser Verzicht macht „A Knight of the Seven Kingdoms“ zu einem bewussten Gegenentwurf zu „House of the Dragon“. Wer die Drachen vermisst, kann sich freuen: Etwa Mitte 2026 kehrt „House of the Dragon“ mit der 3. Staffel auf HBO Max zurück.










