„Nicht gut genug“ – Victoria Beckham spricht offen über dunkle Zeit in ihrem Leben
In ihrer Netflix-Doku „Victoria Beckham“ spricht die Unternehmerin erstmals offen über die Zeit nach dem Spice Girls-Aus.

Victoria Beckham (51) hat im Laufe der Jahre viele Facetten verkörpert: Sie war Pop-Ikone, Model, Ehefrau eines Fußballstars – und hat sich inzwischen auch als erfolgreiche Modedesignerin etabliert. In drei dreiteiligen Netflix-Doku „Victoria Beckham“, die am 9. Oktober erschienen ist, wirft die Britin einen ehrlichen und oft überraschend verletzlichen Blick auf ihr Leben und zeigt – nicht alles was glänzt ist Gold!
Vom Spice Girl zur Fußballer-Gattin
Mit gerade einmal 19 Jahren wurde Victoria Beckham (damals noch Adams) als „Posh Spice“ über Nacht zum internationalen Superstar. 1997 begegnete sie dann David Beckham, der damals als Jungstar bei Manchester United durchstartete. Nur zwei Jahre später gaben sie sich das Ja-Wort. Doch während Davids Fußballkarriere immer weiter an Fahrt gewann, endete Victorias Leben als Popstar 2001 mit einem Knall.
In der Netflix-Doku erzählt sie offen von ihrer Zeit in Manchester. Als Ehefrau und Mutter – weit entfernt vom Glanz der Bühne und ihrer Familie. „In der einen Minute predige ich Girlpower, und in der nächsten sitze ich in einem Apartment in Manchester – ohne Freunde, weit weg von meiner Familie“, berichtet Victoria eindrücklich.
Kontrollverlust und innere Kämpfe
Nach dem Ende ihrer Zeit als Spice Girl fühlte sich Victoria von der Medienwelt überrollt. Sie beschreibt diese Phase als völligen „Kontrollverlust“ über das Bild, das von ihr gezeichnet wurde: „Es war eine Menge, und das ist schwer“, gesteht sie in der Serie. „Ich hatte keine Kontrolle darüber, was über mich geschrieben wurde, welche Fotos gemacht wurden, und ich nehme an, ich wollte das kontrollieren.“
Der einzige Bereich, in dem sie sich noch Herrin fühlte, war ihr Aussehen. „Ich konnte es mit der Kleidung kontrollieren, ich konnte mein Gewicht kontrollieren und ich kontrollierte es auf eine extrem ungesunde Weise“, offenbart die Designerin. Diese innere Not führte zu Verhaltensweisen, die sie bis heute belasten. „Wenn man eine Essstörung hat, wird man sehr gut im Lügen und ich war nie ehrlich darüber gegenüber meinen Eltern.“
„Ich fühlte permanent, dass ich nicht gut genug war, und das war sehr schmerzhaft.“ Auch ihr Ehemann David blickt auf diese schwierige Phase zurück: „Früher war sie immer lustig, fröhlich, lachte viel und war selbstbewusst – und das verschwand langsam.“ Victoria ergänzt: „Die Leute dachten, ich wäre diese unglückliche Kuh, die nie lächelt – und sie hatten Recht.“
Neustart als Modedesignerin
Nach dem Aus ihrer Solokarriere widmete sich Victoria einem neuen Traum: Sie wollte Modedesignerin werden. Anfangs nahm man sie nicht ernst – viele sahen sie nur als Popstar, der einen berühmten Fußballer geheiratet hatte. Doch Victoria kämpfte sich durch und bewies mit ihrem Talent und Engagement das Gegenteil. Im vergangenen Jahr wurde sie sogar für ihre unternehmerischen Leistungen ausgezeichnet – ein Beweis dafür, wie sehr sie sich neu erfunden hat.
Quellen
„Victoria Beckham“ bei Netflix









