„Nicht in der Verfassung aufzutreten“

Netflix-Doku hat Haftbefehl endgültig gebrochen: Aykut Anhan rückt endlich mit der Wahrheit raus

Nach abgesagten Festivalauftritten hat Haftbefehl sein Schweigen beendet. Der Rapper erklärt, wie sehr ihn die vergangenen Monate belastet haben.

Haftbefehl bei einem Auftritt aus dem Jahr 2020.
Ohne Maske zeigte sich Haftbefehl seit seiner Nasen-OP nur noch selten. Foto: IMAGO / BOBO

Nachdem Haftbefehl zuletzt zwei große Auftritte kurzfristig abgesagt hatte, war zunächst unklar, was hinter seinem Rückzug steckt. Nun hat sich der Rapper selbst zu Wort gemeldet und erklärt, dass er aus gesundheitlichen Gründen eine Pause einlegt. In einem emotionalen Statement macht der 40-Jährige deutlich, dass ihn die Situation schon länger belastet.

Auf Instagram schrieb Aykut Anhan, wie Haftbefehl mit bürgerlichem Namen heißt, dass es ihm nicht leichtfalle, diesen Schritt öffentlich zu machen. Viele hätten die Netflix-Doku „Babo - Die Haftbefehl-Story“ gesehen und wüssten deshalb, dass er schon seit längerer Zeit mit gesundheitlichen und persönlichen Herausforderungen zu kämpfen habe. Aktuell sei er emotional und körperlich nicht in der Verfassung, aufzutreten.

Die Doku hat den Druck offenbar noch verstärkt

Besonders offen spricht Haftbefehl darüber, wie sehr ihn die Reaktionen rund um die Netflix-Doku belastet haben. Die große Aufmerksamkeit und „der ganze Rummel“ hätten ihm zusätzlich zugesetzt, erklärt er in seinem Statement. In der Dokumentation spricht der Offenbacher unter anderem über seine Kindheit, seine Drogensucht und seinen Kokainkonsum.

Dabei werden auch die schweren Folgen seines Konsums thematisiert. Laut den Schilderungen in der Doku musste Haftbefehl nach einer Überdosis wiederbelebt werden. Seine jetzige Erklärung zeigt, wie nah ihm die öffentliche Aufarbeitung dieses Kapitels offenbar weiterhin geht.

In seinem Statement beschreibt der Rapper, dass er nun vor allem Ruhe brauche, um sich auf seine Gesundheit zu konzentrieren und wieder zu Kräften zu kommen. Konkrete Details zu seinem aktuellen Zustand nennt er nicht. Stattdessen schreibt er: „Ich kämpfe jeden Tag“, um wieder auf die Beine zu kommen, und hofft auf Verständnis für seine Lage.

Viele prominente Stimmen schicken Unterstützung

Unter dem Beitrag sammelten sich kurz nach Veröffentlichung zahlreiche Reaktionen - nicht nur von Fans, sondern auch von bekannten Kolleginnen und Kollegen. Rapper Samra wünschte ihm „ganz viel Kraft“, Massiv schrieb von „viel Kraft und Gesundheit“, und Sängerin Elif hinterließ ein rotes Herz.

Auch aus anderen Ecken der Unterhaltungsbranche kamen unterstützende Worte. Mia Julia schrieb, sie wünsche ihm viel Kraft. Ikke Hüftgold nannte die Pause den „einzig richtigen Schritt“ und zollte Haftbefehl Respekt dafür, so offen darüber zu sprechen.

Jan Delay schickte ihm „alle Kraft und Geduld der Welt“. Besonders direkt formulierte es Moderator Kai Pflaume, der schrieb: „Erhol Dich gut. Du wirst noch gebraucht.“

Haftbefehls Erklärung kam nur wenige Stunden nach der nächsten kurzfristigen Absage. Am Samstagabend hätte er beim Heroes Festival in Geiselwind auftreten sollen, sagte den Auftritt aber kurz vorher ab. Als Ersatz sprang spontan Ski Aggu ein.

Schon Anfang Juni war ein weiterer geplanter Auftritt geplatzt, damals beim World Club Dome in Frankfurt am Main. Spätestens nach dieser zweiten Absage hintereinander wurde deutlich, dass hinter der Situation mehr steckt als eine kurzfristige Terminänderung.

Wie lange Haftbefehl pausieren wird, ist bislang offen. Eigentlich stehen Anfang Juli noch Festivalauftritte in Frauenfeld und beim splash!-Festival an, im Herbst außerdem Arena-Konzerte in Frankfurt, Düsseldorf und Berlin. Ob diese Termine stattfinden können, bleibt vorerst unklar.

Quellen

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