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„Michael Jackson: Das Urteil“ – 10 schockierende Erkenntnisse

Keine Dokumentation zieht zurzeit so viele Zuschauende an wie „Michael Jackson: Das Urteil“. Hier sind zehn Gründe, weshalb man die Doku unbedingt gesehen haben sollte …

Michael Jackson streckt voller Inbrunst den Arm nach oben. Um ihn herum stehen zwei Männer.
Vorwürfe über Vorwürfe: „Michael Jackson: Das Urteil“ wirft einen kritischen Blick auf den verstorbenen Superstar. Foto: IMAGO / Kamerapress

Zum ersten Mal seit 17 Jahren ist das kulturelle Interesse an Michael Jackson wieder gigantisch groß. Neben dem Biopic „Michael“, das vor knapp zwei Monaten erschien, gibt es nun mit „Michael Jackson: Das Urteil“ eine Doku, die die Ereignisse eines Gerichtsverfahrens aus dem Jahr 2005 aufarbeitet. In diesem wurden die Vorwürfe rund um Michael Jacksons angebliche pädophile Tendenzen untersucht. Auch die Dokumentation arbeitet einige spannende sowie schockierende Erkenntnisse auf. Welche das sind, kann man in diesem Artikel nachlesen.

1. Michael Jackson soll sein Bett mit Kindern geteilt haben

Kieran und Macaulay Culkin lächeln verschmitzt in die Kamera.
Macaulay und Kieran Culkin haben in Michael Jacksons Bett geschlafen. Foto: IMAGO / Avalon.Red

Einer der Gründe, weshalb Michael Jackson 2005 vor Gericht stand, war eine Dokumentation namens „Living with Michael Jackson“ aus dem Jahr 2003, in der der Popstar offen zugab, sein Bett mit Kindern zu teilen. Das bedeutet im Kontext des Falls, dass Jackson damals Kinder, darunter auch Kieran und Macaulay Culkin, zu Übernachtungen eingeladen haben soll. Diese schliefen dann in seinem Bett, während er selbst auf dem Boden nächtigte.

Die wohl größte Überraschung an dieser Erkenntnis ist jedoch, dass der Weltstar dies damals eigenständig in der Dokumentation zugab, als er gemeinsam mit dem minderjährigen sowie späterem Kläger Gavin Arvizo zu sehen war.

2. Michael Jackson soll angeblich seinen Assistenten angewiesen haben, Kindesmissbrauchsdarstellungen zu bestellen

Jacksons Assistent Frank Tyson, der den Sänger bereits im Alter von fünf Jahren kennengelernt haben soll, habe laut einem ehemaligen Publizisten des Stars „alles getan, was Michael von ihm wollte“.

Im Rahmen der Untersuchungen auf der Neverland Ranch soll Frank Tyson dem ehemaligen Publizisten Vincent Amen eine „Nike-Tasche“ gegeben haben, in der sich zahlreiche Unterlagen befanden. Eines dieser Dokumente war augenscheinlich ein pornografisches Magazin, das mehrere Markierungen für Videos enthielt, die Jackson bestellt haben wollte. Darunter soll sich auch Material befunden haben, das Kindesmissbrauch darstellte.

Als dies publik wurde, soll Tyson dazu nur Folgendes gesagt haben: „Das war nur eine Phase, durch die Michael und ich gegangen sind.“ Laut seinen Aussagen habe Jackson die gewünschten Videos eingekreist und Tyson diese anschließend bestellt.

3. Während der Razzia auf der Neverland Ranch soll Jackson mit Teenagern gefeiert haben

Michael Jackson war während der Durchsuchung seiner Neverland Ranch nicht anwesend, sondern soll sich damals in einer Villa in Los Angeles aufgehalten haben, in der er angeblich „wilde Partys“ gefeiert habe.

Investigativjournalistin Diane Diamond stellte damals Folgendes fest: „Die Stühle und Sofas wiesen Brandflecken von Zigaretten auf, überall lagen Essensverpackungen, auf jedem Tisch standen Schnapsflaschen. Und dort ist Michael Jackson für viele Tage gewesen und hat junge männliche Teenager, die alle Deutsch sprachen, unterhalten.“

4. Der Jackson-Familie wird vorgeworfen, sich mehr um ihren Ruf als um Michaels Unschuld gesorgt zu haben

Stacy Brown sitzt für einen Talking Head vor der Kamera.
In „Michael Jackson: Das Urteil“ kommen ehemalige Familienfreunde wie Stacy Brown zu Wort. Foto: © 2026 Netflix, Inc.

Stacy Brown, eine ehemalige Freundin der Jackson-Familie, behauptet in der Doku, dass es Michaels Geschwistern niemals um Schuld oder Unschuld gegangen sei, sondern vielmehr um den Ruf der Familie. Aus Angst, dass das zerstört werden könnte, was man sich aufgebaut hatte, sollen die Jacksons die Ermittlungen behindert haben. Darüber hinaus soll einer von Michaels jüngeren Brüdern die Familie als die „schwarzen Kennedys“ bezeichnet haben.

5. Ein Fan des Sängers zog für die Verhandlung um

Der Gerichtsprozess im Jahr 2005 fand in Santa Maria statt, was die damalige Vorschullehrerin Sheree Wilkins dazu veranlasste, dorthin umzuziehen. Gemeinsam mit anderen Fans saß sie jeden Tag des Prozesses vor dem Gerichtssaal. Im Rahmen eines Losverfahrens wurde entschieden, wer der jeweiligen Verhandlung beiwohnen durfte.

6. Jackson soll veranlasst haben, dass die Familie des mutmaßlichen Opfers genauer untersucht wird

Brian Coxman wird in einem Bürogebäude mit Ausblick interviewt.
Michael Jacksons damaliger Anwalt Brian Oxman deckt schockierende Tatsachen in der Doku auf. Foto: © 2026 Netflix, Inc.

Im Rahmen der Gerichtsverhandlungen wurde Michael Jackson von Brian Oxman vertreten, der in der Dokumentation berichtet, dass der Sänger wollte, dass man „schmutzige Wäsche“ rund um die Arvizo-Familie finden solle.

Im Zuge seiner Recherchen stieß Oxman auf einen Konflikt zwischen der Familie und einem Sicherheitsbeamten des Einzelhandelsunternehmens JCPenney. Dies nutzte er später als Grundlage für die Argumentation, dass die Familie lediglich auf einen finanziellen Vorteil aus gewesen sei.

7. Jackson soll einer Geschworenen nach dem Prozess gedankt haben

Eine der Geschworenen war Melissa Herard, die laut eigenen Angaben seit ihrer Jugend Fan des Weltstars gewesen sein soll. Von der Doku „Living with Michael Jackson“, die sich alle Geschworenen ansehen mussten, zeigte sie sich nicht überzeugt, auch wenn sie zugab, dass sie ihr eigenes Kind niemals im Bett eines Prominenten schlafen lassen würde.

Trotz ihrer Sympathie für Jackson war sie zwiegespalten und musste vom Richter darauf hingewiesen werden, dass ein einstimmiges Urteil erforderlich sei. Als Michael Jackson schließlich freigesprochen wurde, soll er gegen Ende des Prozesses an ihr vorbeigegangen sein und die Worte „Danke dir“ geflüstert haben.

8. Michael Jackson soll deutliche Ratschläge ignoriert haben

Bereits vor dem Gerichtsverfahren im Jahr 2005 wurde Michael Jackson 1993 pädophiler Tendenzen beschuldigt. Damals erhob der 13-jährige Jordan Chandler die Anschuldigung, Jackson habe ihn sexuell missbraucht. Dieser Fall wurde aufgrund mangelnder Beweislage außergerichtlich beigelegt. Chandlers Familie erhielt 23 Millionen US-Dollar.

Nach diesen Ereignissen soll Jacksons Freund und Biograf J. Randy Taraborrelli Folgendes zu dem Star gesagt haben: „Und jetzt ist Schluss, Michael. Du kannst dich niemals wieder mit Kindern blicken lassen.“

9. Debbie Rowes Aussage soll für „Herzstillstände“ gesorgt haben

Michael Jackson hatte mit Debbie Rowe zwei Kinder, Paris und Prince, für die er im Jahr 2000 nach der Trennung das Sorgerecht erhielt. Rowe, die im Gegenzug 8,5 Millionen US-Dollar bekam, bereute diese Entscheidung und versuchte, sie im Rahmen des Prozesses 2005 rückgängig zu machen.

Deshalb trat sie als Zeugin der Anklage auf und sollte Jacksons Verhältnis zu Kindern einordnen. Michael Jacksons Anwalt Brian Oxman blickt in der Doku auf diesen Moment zurück und behauptet, dass die Stimmung im Gerichtssaal einem „Herzstillstand“ geglichen habe.

10. Gavin Arvizo soll angeblich am Boden zerstört gewesen sein

Nachdem Michael Jackson im Rahmen des Prozesses freigesprochen worden war, habe dies den Kläger Gavin Arvizo am Boden zerstört, zumindest laut der Aussage einer Freundin der Arvizo-Familie. Sie behauptet, dass er sich gefühlt habe, als hätte er versagt.

Die Familie Arvizo hat sich seit dem Ende des Prozesses nicht mehr öffentlich zu den Ereignissen geäußert.

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