ARD setzt weiter auf Louis Klamroth: Millionenbudget, neue Shows und mehr Reichweite für den „hart aber fair“-Moderator geplant
Louis Klamroth ist seit Anfang 2023 das neue Gesicht von „hart aber fair“ in der ARD. Jetzt soll der Moderator mit zusätzlichen Formaten im Ersten weiter aufgebaut werden. Was genau geplant ist, erfährst du hier.

Louis Klamroth bleibt eines der wichtigsten Gesichter der ARD. Wie die BILD-Zeitung berichtet, arbeitet der Senderverbund an der nächsten großen Reform. Der Talk-Moderator übernahm „Hart aber fair“ Anfang 2023 im Alter von 33 Jahren und löste Frank Plasberg ab. Der Neustart sollte das verstaubte Polit-Image abschütteln und die Sendung jünger, schneller und relevanter machen. Die Strategie ging auf. Seit Klamroths Start steigen die Quoten. 2025 schalten im Schnitt 2,44 Millionen Zuschauer ein. 2023 waren es noch 2,1 Millionen. Auch der Marktanteil legte zu und erreichte 10,3 Prozent.
Louis Klamroth soll in der ARD eine größere Rolle übernehmen
Louis Klamroth bleibt nicht nur bei „hart aber fair“ – der Moderator soll bald in weiteren Formaten der ARD zu sehen sein. Das kündigte der WDR bereits gegenüber mehreren Medien an. Der Sender lobt besonders seine Interviews, seine klare Haltung und sein Gespür für relevante Themen. Mit seinen 34 Jahren ist Klamroth bereits eine der wichtigsten Polit-Stimmen im deutschen Fernsehen. Jetzt will die ARD ihn noch stärker binden und auch außerhalb des gewohnten Montagabend-Slots einsetzen.
Innerhalb der ARD war der Kurswechsel laut Bericht nicht unumstritten. Beim Publikum kommt die neue Ausrichtung jedoch an. Trotzdem hat sich Klamroth in den vergangenen Jahren immer wieder Kritik gefallen lassen müssen. Dazu gehören die Themenauswahl, seine Moderationsart und seine Beziehung zur Klima-Aktivistin Luisa Neubauer. Die ARD hält dennoch an ihm fest und plant die nächste Reformstufe.
Vier neue ARD-Formate sind für Louis Klamroth geplant
Ab 2026 soll es nur noch 15 neue Ausgaben von „Hart aber fair“ geben. Das ist der niedrigste Stand seit Bestehen der Sendung. Gleichzeitig soll Klamroth aber vier große Townhall-Formate im Ersten moderieren. Auch in der Mediathek bekommt er deutlich mehr Präsenz. Aktuell testet die ARD drei digitale Ableger mit den Titeln „Hart aber fair 360“, „Hart aber fair spezial“ und „Press Play“. Über ein viertes Online-Format wird intern verhandelt.
Wie die „BILD-Zeitung“ berichtet, will die ARD rund 12,5 Millionen Euro in die Reform investieren. Das entspricht einer Steigerung von 18 Prozent. Besonders teuer ist das geplante Townhall-Format. Jede Ausgabe soll 256.000 Euro kosten. Eine reguläre „Hart aber fair“-Folge schlägt mit 230.000 Euro zu Buche. Die Online-Formate liegen bei etwa 180.000 Euro pro Folge.
Gehalt: Klamroth verdient rund eine Million Euro
Für seine Moderationen in den kommenden zwei Jahren soll er insgesamt etwa eine Million Euro erhalten. Pro Sendung bekommt der Moderator rund 18.000 Euro. Diese Summe entspricht seinem derzeitigen Honorar. Da er jedoch 58 Sendungen präsentieren wird, steigt sein Gesamtverdienst. Zum Vergleich: Sandra Maischberger soll ab dem kommenden Jahr rund 21.000 Euro pro Ausgabe verdienen.
Warum Klamroth der ARD so wichtig ist
Mehr Reichweite, mehr digitale Formate und mehr Experimente. Die öffentlich-rechtlichen Sender befinden sich im Wandel – neue Gesichter, jüngere Zielgruppen, politische Einordnung mit Haltung. Louis Klamroth verkörpert genau das: jung, präzise, debattensicher. Das macht ihn zu einem starken Kandidaten für weitere Sendestrecken in der ARD. Auf Anfrage der BILD-Zeitung kommentierte die ARD weder Vertragsdetails noch Produktionsvereinbarungen.
„hart aber fair“ – Das Polit-Talk-Format in der ARD
Sendetag: montags
Sendezeit: 21:00 Uhr (nach der Tagesschau)
Sender: Das Erste / ARD
Moderator: Louis Klamroth (seit Januar 2023)
Themen: aktuelle politische und gesellschaftliche Debatten
Format: Diskussion mit fünf Gästen aus Politik, Medien, Wissenschaft oder Gesellschaft
Stream: in der ARD Mediathek und auf Joyn verfügbar
Erstausstrahlung: 2001 mit Frank Plasberg
Der Talk gilt als eine der wichtigsten politischen Diskussionsrunden im deutschen Fernsehen – mit dem Ziel, komplexe Themen verständlich und meinungsstark zu vermitteln.
Quellen
WDR








