Leonardo DiCaprio, warst du in „One Battle After Another“ wirklich bekifft? | Interview
Leonardo DiCaprio im exklusiven TVMovie.de-Talk über seine wohl schrägste Rolle: Woher die roten Augen in den Stoner-Szenen in „One Battle After Another“ wirklich kamen ...

Hollywood-Star Leonardo DiCaprio zeigt sich in seinem im mehrfachen Golden-Globes-Gewinner „One Battle After Another“ von einer ganz ungewohnten Seite: als bekiffter Antiheld Bob Ferguson. Doch wie viel Realität steckt in dieser Rolle?
Method Acting oder alles nur gespielt?
Es gibt sie wirklich, die Schauspielerinnen und Schauspieler, die so tief in ihre Rollen eintauchen, dass die Grenzen von Realität und Fiktion verschwimmen. Die Gerüchte rund um „Dazed and Confused“ halten sich bis heute: Viele Darsteller sollen damals nicht nur auf der Leinwand, sondern auch am Set „stoned“ gewesen sein. Und Shia LaBeouf gestand einst selbst, dass er während der Dreharbeiten zu „Lawless“ echten Moonshine trank, um das Gefühl von Trunkenheit authentisch rüberzubringen.
In „One Battle After Another“ bekommen wir jetzt einen Leonardo DiCaprio zu sehen, der im Auto noch schnell die Bong ansetzt, bevor er beim Elternsprechtag seiner Tochter Willa (Chase Infiniti) erscheint oder im Bademantel auf dem Sofa Joints raucht. Dabei wirkt der Oscarpreisträger verdammt authentisch.
Wäre es zu abwegig, zu glauben, dass auch Leonardo DiCaprio für seine Rolle ein wenig „Method Acting“ betrieben und wirklich zur Tüte gegriffen hat?
Wir wollten es ganz genau wissen – und haben im TV Movie-Videointerview einfach mal nachgefragt:

Darum geht's in „One Battle After Another“
Bob Ferguson (Leonardo DiCaprio) war einst Kopf der revolutionären Gruppe „The French 75“. Heute lebt er zurückgezogen – bis seine Tochter (Chase Infiniti) vom alten Erzfeind (Sean Penn) entführt wird. Eigentlich der Beginn einer perfekten Heldenstory – wäre Bob nicht zu bekifft, um sich an seine alten Skills zu erinnern. Statt in „96 Hours“-Manier loszuziehen, vergisst er erstmal Passwörter, verheddert sich in seinem Bademantel und steht sich selbst im Weg.
Im TVMovie.de-Interview erklärt DiCaprio, warum er Bobs ewiges Scheitern für genial hält – und warum ihn gerade das zum perfekten Antihelden macht.
Chaotisch, komisch, politisch brisant
Lose basierend auf Thomas Pynchons „Vineland“ serviert „One Battle After Another“ eine explosive Mischung aus Satire, Familiendrama und schwarzem Humor. Während Bob es mehr oder weniger orientierungslos mit einer rechtsradikalen Miliz und anderen Problemen aufnimmt, entfaltet sich nebenbei eine Vater-Tochter-Beziehung, die mal ernst, mal witzig und immer überraschend ist.
Schon jetzt feiern Kritiker:innen den Film zurecht als chaotisch-schönes Kinoerlebnis, das bissig Amerikas Gegenwart kommentiert. Und mittendrin: ein selbstironischer Leonardo DiCaprio, der als Kifferheld brilliert.
„One Battle After Another“ lief am 25. September 2025 in den deutschen Kinos an. Bei der Golden-Globes-Verleihung 2026 konnte der Paul-Thomas-Anderson-Film gleich vier mal abräumen: in den Kategorien beste Comedy, beste Regie und bestes Drehbuch. Zudem wurde Teyana Taylor als beste Nebendarstellerin prämiert.
„One Battle After Another“ im Stream: Hier siehst du den Golden-Globe-Gewinner ab morgen im Abo >
Dieser Artikel erschien erstmals im September 2025 auf TV Movie und wurde nun überarbeitet.







