Leonardo DiCaprio und Benicio del Toro im Interview

„One Battle After Another“: „Männer können alles vermasseln“

Ein Film wie ein Gewitter: chaotisch, schön, politisch brisant – und mit einer Botschaft, die aktueller kaum sein könnte. Leonardo DiCaprio, Teyana Taylor, Benicio del Toro und Chase Infiniti sprechen im exklusiven TV Movie-Interview über Machtverhältnisse, Extremismus und darüber, warum niemand an „One Battle After Another“ vorbeikommt.

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Video: Xcel Production / Warner Bros.

Wenn die Oscar-Gewinner Leonardo DiCaprio und Benicio del Toro gemeinsam vor der Kamera stehen, darf man Großes erwarten. Doch Paul Thomas Andersons „One Battle After Another“, der heute in den Kinos anläuft, ist mehr als ein Star-Vehikel – es ist ein Film, der die Widersprüche unserer Zeit einfängt, dabei unterhält und gleichzeitig zum Nachdenken zwingt.

Im Interview mit TV Movie Online zeigten sich die Schauspieler nachdenklich, aber auch schlagfertig. Und: Neben den beiden Hollywood-Größen kommen auch Nachwuchstalent Chase Infiniti und Musik-Größe Teyana Taylor zu Wort – zwei Darstellerinnen, die im Film für jede Menge Energie sorgen.

Bevor wir tiefer einsteigen: Das komplette Videointerview läuft direkt hier im Aufmacher. Wer also einfach nur zuhören und zuschauen möchte, kann sich entspannt zurücklehnen und berieseln lassen!

Es geht um Machtspiele, Chaos und Polarisierung – und sehr viel mehr

Vordergründig handelt „One Battle After Another“ von Bob Ferguson (Leonardo DiCaprio), einem ehemaligen Mitglied der Widerstandsgruppe „French 75“, der von seiner Vergangenheit eingeholt wird. ICE-Colonel Steven J. Lockjaw (Sean Penn) hat es auf Bobs und Perfidia Beverly Hills' (Teyana Taylor) Tochter Willa (Chase Infiniti) abgesehen. Um sie zu retten, muss der paranoide Dauerkiffer seine alten Skills entstauben, bekommt dabei Unterstützung von (alten) Weggefährt:innen wie Sensei Segio (Benicio del Toro) und Deandra (Regina Hall).

Doch die Action-Komödie, die lose auf dem Roman „Vineland“ von Thomas Pynchon basiert, ist vielschichtig. Wovon der Film wirklich handelt und was seine Botschaft sein könnte, muss jede:r Zuschauer:in für sich selbst entscheiden. Im Interview geben die Stars Entscheidungshilfen!

Benicio del Toro und Leonardo DiCaprio lachen im Interview über einen Witz.
Benicio del Toro und Leonardo DiCaprio im TVMovie-Interview. Foto: Warner Bros. / TVMovie.de

Was macht „One Battle After Another“ genau jetzt so sehenswert?

Für Leonardo DiCaprio ist es eine Geschichte über Macht und Missverständnisse. „Wir leben in einer Zeit, in der niemand mehr miteinander auszukommen scheint“, gibt er im Interview zu bedenken. Diese Polarisierung sei einer der Gründe, warum der Film gerade jetzt so stark wirke. Regisseur Paul Thomas Anderson habe zwei Jahrzehnte an seinem Drehbuch gearbeitet – und treffe nun trotzdem exakt den Nerv unserer Epoche.

Und wie verhält es sich mit dem Aspekt der männlichen Inkompetenz, der für Redakteurin Anna Peters ein zentraler Aspekt des Films ist? Benicio del Toro, gewohnt direkt, gibt zu: „Männer können alles vermasseln.“ Doch auch Frauen sind in „One Battle After Another“, das betont er deutlich, keine Unschuldslämmer. Gerade dieses Spannungsfeld mache den Film so spannend – niemand sei nur gut oder nur böse.

In „One Battle After Another“ trifft Politik auf Emotion

Der Film lässt sich nur schwer in eine Schublade stecken, finden auch Chase Infiniti und Teyana Taylor: „Er hat für jeden etwas zu bieten, egal ob man Action mag, Komödien liebt oder auf kleine, spezielle Details achtet.“

Was den neuen Anderson-Streifen für del Toro so spannend macht, ist die emotionale Vater-Tochter-Geschichte, eingebettet in einen Hintergrund voller politischer Spannungen. Dieser Spiegel der Gesellschaft wirke nie platt, sondern schaffe einen Rahmen für eine Geschichte voller Empathie, Kritik und Humor.

Ist er also primär ein Familiendrama? Nein. Ein politisches Statement? Auch das nicht ganz. Am Ende ist es beides – und vieles mehr. Teyana Taylor bringt es mit einem bildhaften Vergleich auf den Punkt: Für sie sei der Film wie ein „Universal-Ladegerät“ – egal, wo man sich befinde, man müsse ihn nur einstöpseln, um sich unter Spannung zu setzen.

Auf die Frage, ob auch Republikaner den Film mögen könnten, bleibt Taylor diplomatisch: Politik sei nicht ihr Fokus, vielmehr gehe es darum, dass jede:r Zuschauer:in eine eigene Botschaft aus dem Film ziehen könne. Gespräche, Diskussionen, vielleicht sogar Streit – all das könne der Film auslösen. Und genau das sei seine Stärke.

„One Battle After Another“

Wie Leonardo DiCaprio, Benicio del Toro, Chase Infiniti und Teyana Taylor ihre Aussagen begründen und was sie noch im Interview verraten, erfährst du oben im Video!

„One Battle After Another“ startet heute bundesweit in den Kinos.

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