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„Latte Igel und der magische Wasserstein“: Interview mit Luisa Wietzorek

Am 25. Dezember startet der Animationsfilm "Latte Igel und der magische Wasserstein" im Kino. Wir sprachen mit Luisa Wietzorek, die der Hauptfigur ihre Stimme lieh.

„Latte Igel und der magische Wasserstein“: Interview mit Luisa Wietzorek
"Latte Igel und der magische Wasserstein" ist seit dem 25. Dezember im Kino zu sehen. Koch Films

Mit „Latte Igel und der magische Wasserstein“ kommt ab 25. Dezember 2019 ein Animationsfilm in die Kinos, in dem Igelmädchen Prinzessin Latte und Eichhörnchen Tjum sich auf eine spannende Reise begeben, um das Wasser in den heimischen Wald zurückzuholen. Das auf einer Kinderbuchvorlage des finnischen Autors Sebastian Lybeck basierende, animierte Abenteuer besticht dabei durch starke Bilder, eine lehrreiche Geschichte und humorvolle Dialoge. TV Movie Online sprach mit Schauspielerin Luisa Wietzorek, die Prinzessin Latte ihre Stimme lieh, über den Film.

TV Movie Online: Du hast ja schon eine Vielzahl von Synchronrollen übernommen. Was genau hat dich an „Latte Igel und der magische Wasserstein“ gereizt?
Luisa Wietzorek: Vieles. Ich finde die Geschichte total lustig und finde toll, dass der Autor noch lebt und das sein Lebenswerk den Kindern noch einmal auf eine andere Art und Weise nahegebracht wird. Die Bücher sind ja aus den meisten Regalen verschwunden – ich kannte die Geschichte vorher nicht. Zudem finde ich, dass das Projekt selbst toll ist: Es ist ein deutscher Animationsfilm, der sich nicht verstecken muss. Er sieht super aus und spricht vor allem ganz wichtige Themen an, die heute wieder mehr denn je aktuell sind.

Wie hast du dich auf die Rolle der Prinzessin Latte vorbereitet bzw. hattest du eine Vorstellung davon, wie du einen Igel vertonen sollst?
Ich hatte ein Probesprechen, in dem ich mich an die Rolle herantasten konnte. Ich wollte ihre störrische, freche Art rüberbringen, sie natürlich und mit dem Herzen auf der Zunge anlegen.

Was können wir aus dem Film lernen, was nehmen auch Erwachsene mit?
Erwachsene können viel aus dem Film mitnehmen, indem sie (hoffentlich) in einen Austausch mit ihren Kindern treten – die nach dem Film sicherlich viele Fragen und Gedanken haben werden. Die Message des Films ist vielseitig, z.B. dass gesellschaftliche Ansichten hinterfragt werden können – obwohl Prinzessin Latte von der Gemeinschaft als Einzelgängerin (aufgrund ihrer Igelnatur) gesehen wird, kann sie trotzdem Freunde haben. Die Wichtigkeit von Freundschaft ist somit ein großer Teil der Message. Die wichtigste Botschaft ist aber unsere Verantwortung gegenüber der Natur. Nach dem Film kann sich jeder fragen: Wie viel Verantwortung kann ich übernehmen? Wo kann ich einen Unterschied machen? Wenn so ein kleiner Igel sich traut den Wald zu retten, dann verstehen auch Kinder, dass sie eine Veränderung herbeiführen können und dann mit ihren Eltern darüber sprechen. Davon abgesehen ist es eine lustige Geschichte und man kann die Sprüche mit nach Hause nehmen.

Wenn wir die beiden Freunde Prinzessin Latte und Eichhörnchen Tjum charaktermäßig betrachten: Wo würdest du dich persönlich einordnen: Team Latte oder Team Tjum?
(Lacht) Na klar, irgendwie Team Latte, weil ich mich jetzt sehr mit ihr identifiziere. Aber ich habe auch Eigenschaften von Tjum: Er ist sehr loyal, beharrlich und schaut hinter die Fassade. Mit Prinzessin Latte habe ich gemeinsam, dass ich mir vielleicht manchmal selbst etwas im Weg stehe, aber auch Hürden überwinde, dran bleibe und für Dinge kämpfe. Und mit Sicherheit auch mein Herz auf der Zunge trage.

Abgesehen von „Latte Igel und der magische Wasserstein“ – in welche Projekte bist du involviert, was ist für die Zukunft geplant?
An Synchronisationen steht ziemlich viel an – leider weiß ich immer nicht, was da das aktuellste ist (lacht). Aktuell läuft ein US-amerikanischer Film mit mir in der weiblichen Hauptrolle mit dem Namen „Heritage“ („Heritage - Das dunkle Erbe“ u.a. mit Peter Lohmeyer, Bettina Zimmermann und Ralf Herforth, Anm. d. Red.), der nächstes Jahr auf Streamingplattformen zu finden sein wird. Dann wird noch ein sehr schöner Film über Marieluise Fleißer (Schriftstellerin der ‚Neuen Sachlichkeit‘, Anm. d. Red.) erscheinen – „Über die Deutsche Frau“, in dem die Emanzipation der Frau im Vordergrund steht.

Du hast unter anderem bei „GZSZ“ mitgespielt – ist eine Rückkehr für dich denkbar?
Denkbar ja, geplant ist aber nichts.

Vielen Dank für deine Zeit, das Gespräch und ein frohes Weihnachtsfest!
Vielen Dank, das wünsche ich ebenfalls.

Wer also dem winterlichen Schmuddelwetter mit einem Kinobesuch zumindest kurzzeitig entfliehen möchte, findet ab 25. Dezember 2019 mit „Latte Igel und der magische Wasserstein“ einen liebevoll animierten und hervorragend synchronisierten Film für die ganze Familie.



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