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Krasse Wendung nach „Die Höhle der Löwen“-Finale: Carsten Maschmeyer schimpft über Douglas-Erbin

Im heutigen „Die Höhle der Löwen“-Staffelfinale erhält das Start-up Sun Matters einen Deal – doch hinter den Kulissen kam es zum Streit.

Stella Hinderer und Karla Emcke pitchen Sun Matters vor den Löwen.
Stella Hinderer und Karla Emcke haben sich in der Sendung noch sehr über den Deal mit Carsten Maschmeyer gefreut. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer

Im Finale von „Die Höhle der Löwen“ sah es erst nach einem klassischen Erfolgsmoment aus, doch ausgerechnet nach der Ausstrahlung sorgt ein Kosmetik-Start-up für den größten Nachhall der Folge, weil der Deal nicht zustande kam. Investor Carsten Maschmeyer reagiert darauf ungewöhnlich scharf und spricht von „maßloser Gier“.

In der aufgezeichneten Sendung vom 1. April 2025 einigte sich Maschmeyer mit den Sun-Matters-Gründerinnen Stella Hinderer und Karla Emcke auf einen Einstieg über seine Beteiligungsgesellschaft Seed + Speed: 100.000 Euro für 20 Prozent der Anteile.

Doch nach der Aufzeichnung, in den Gesprächen abseits der Kameras, soll sich das Blatt komplett gewendet haben. Laut Bericht verlangten die Gründerinnen plötzlich deutlich andere Konditionen – statt 100.000 Euro für 20 Prozent nun 750.000 Euro für fünf Prozent. Damit platzte das Geschäft.

Maschmeyer nennt die Nachverhandlung eine „maßlose und egoistische“ Verschlechterung der ursprünglich vereinbarten Bedingungen. Er sagt außerdem, eine derart aggressive Anpassung habe er seit Bestehen der Sendung noch nicht erlebt. Nach eigenen Angaben ist er an rund 150 Start-ups beteiligt; Nachverhandlungen nach TV-Aufzeichnungen seien zwar nicht unüblich, aber „nicht in diesem Ausmaß“.

„Vertrauen beschädigt“

Auch aus Maschmeyers Umfeld kommt deutliche Kritik. In einer E-Mail an eine der Gründerinnen heißt es, sein Team sei grundsätzlich offen für moderate Anpassungen gewesen – die geforderte Änderung habe jedoch völlig außerhalb des Rahmens gelegen.

Gleichzeitig stellt das Team klar: Der Deal aus der Sendung könne grundsätzlich weiterhin gelten, wenn die Gründerinnen ihn umsetzen möchten. Dafür sei allerdings Vertrauen nötig – und genau dieses Vertrauen sei durch die überzogene Forderung beschädigt worden.

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Sun Matters hat die Löwen gar nicht nötig

Inhaltlich hatte Sun Matters im Finale einiges zu bieten: Das Berliner Start-up will Sonnenschutz als festen Bestandteil der täglichen Skincare etablieren und setzt auf eine mikrobiomfreundlich zertifizierte Formel, die die Hautbarriere nicht nur schützen, sondern unterstützen soll.

Auffällig ist auch der Vertrieb: Sun Matters ist bereits bei Douglas gelistet – online und in Filialen. Genau deshalb wirkte die Investorenfrage im Pitch für einige Löwen nicht zwingend: Wofür braucht das Start-up überhaupt noch Kapital, wenn der wichtigste Verkaufskanal schon steht?

Hinzu kommt der Hintergrund von Gründerin Stella Hinderer: Sie ist die Enkelin von Douglas-Gründer Jörn Kreke. Damit ist sie in der Beauty-Welt familiär und beruflich eng verankert – und hatte offensichtlich auch ohne Maschmeyer gute Voraussetzungen, um im Handel Fuß zu fassen. Ob genau diese Ausgangslage dazu beigetragen hat, dass bei den Verhandlungen nach der Show zu hoch gepokert wurde, bleibt offen.

Quellen