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Same Procedure As Every Year?

Kostja Ullmann im Interview: Warum er in der Serie „Miss Sophie“ nicht nur „Dinner for One“ serviert

Im Interview verrät Kostja Ullmann, wie er Silvester feiert, was sein Lieblingsweihnachtsfilm ist und welchen Heiratskandidaten er für Miss Sophie wählen würde.

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Video: Amazon Prime / Xcel Production

Was gehört zum Silvesterabend wie Glühwein zum Weihnachtsmarkt? Der Kultsketch „Dinner for One“! Jedes Jahr schauen wir Miss Sophie wieder aufs Neue dabei zu, wie sie mit ihrem Butler James ihren 90. Geburtstag feiert. Doch habt ihr euch eigentlich je gefragt, wie Sophies und James' Leben verlaufen ist?

Die neue Serie „Miss Sophie – Same Procedure As Every Year“ füllt diese Wissenslücke. Hier sehen wir die beiden als junge Erwachsene. Und wer darf bei der Geburtstagsparty natürlich nicht fehlen? Richtig, die Gäste: Sir Toby, Admiral von Schneider, Mr. Pommeroy und Mr. Winterbottom sind in der Serie alle noch quicklebendig. Und Miss Sophie war auch damals schon eine clevere Dame, die wusste, wie sie die Männer um ihren Finger wickeln kann…

Im Interview verrät Kostja Ullmann, wie er sich auf seine Rolle als Butler James vorbereitet hat, was sein Lieblingsweihnachtsfilm ist und wie er selbst Silvester feiert.

„Dinner for One“: Darum geht's in der Vorgeschichte „Miss Sophie - Same Procedure As Every Year“

Alicia von Rittberg als Miss Sophie und Kostja Ullmann als Butler James.
Alicia von Rittberg als Miss Sophie und Kostja Ullmann als Butler James. Foto: Prime Video

Die neue Prime-Video-Serie „Miss Sophie - Same Procedure As Every Year“ spielt Anfang des 20. Jahrhunderts auf einem Landgut bei London: Die junge Miss Sophie (Alicia von Rittberg) steht vor finanziellen Schwierigkeiten und entscheidet sich, zu heiraten. Sie lädt fünf wohlhabende Anwärter auf ihr Anwesen ein. Doch bevor sie eine Entscheidung treffen kann, kommt einer der Kandidaten ums Leben. Während witzige Wettbewerbe um Sophies Herz entbrennen, versucht sie gleichzeitig, unauffällig den Täter zu entlarven. Ihr treuer Butler James (Kostja Ullmann) steht ihr stets zur Seite – und zwischen ihnen entsteht eine zarte, aber scheinbar aussichtslose Liebe …

Ab dem 22. Dezember 2025 erscheinen alle sechs Folgen bei Prime Video.

Der Trailer zu „Miss Sophie - Same Procedure As Every Year“

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Video: Agentur filmcontact / Prime Video

„Miss Sophie“: Wer spielt in der Serie mit?

Neben Alicia von Rittberg als Miss Sophie und Kostja Ullmann als Butler James sind Moritz Bleibtreu als Mr. Pommeroy, Frederick Lau als Mr. Winterbottom, Jacob Matschenz als Sir Toby, Christoph Schechinger als Admiral von Schneider sowie Vladimir Korneev als Graf Szabos und viele weitere deutsche Schauspieler:innen in „Miss Sophie - Same Procedure As Every Year“ zu sehen.

Eine Gruppe elegant gekleideter Menschen sitzt bei einem Picknick auf einer bunten Decke im Grünen unter Sonnenschirmen. Auf den Tischen und vor ihnen stehen Teller mit Obst, Gebäck und Getränken. Ein Hund sitzt bei einem der Männer, ein Butler schenkt Tee ein. Im Hintergrund ist eine Wiese mit Bäumen und ein See zu sehen.
Alicia von Rittberg, Vladimir Korneev, Frederick Lau, Moritz Bleibtreu, Jacob Matschenz, Kostja Ullmann und Christoph Schechinger. Foto: Prime Video

Kostja Ullmann im Interview über „Miss Sophie - Same Procedure As Every Year“

Erst mal die wichtigste Frage zu Anfang – schaust du denn auch jährlich „Dinner for One“?

Kostja Ullmann: Ja, selbstverständlich. Ich habe es jedes Jahr geschaut und letztes Jahr sogar mit einem ganz besonderen Augenmerk. Als ich wusste, dass ich das Prequel gedreht hatte, war es natürlich umso aufregender, den Sketch noch einmal anzusehen. Bei uns in der Familie war das immer Tradition, und auch später, nachdem ich ausgezogen war, haben wir an Silvester mit Freunden zusammen gegessen und uns „Dinner for One“ in der Mediathek angeschaut. Das gehört einfach fest dazu.

Was gehört denn sonst noch zu deinen Silvestertraditionen?

Mittlerweile habe ich gar keine festen Traditionen mehr. Früher gehörten Raclette und gemütliches Beisammensein dazu. Heute bin ich an Silvester oft unterwegs und nutze die Zeit gerne zum Reisen. Am liebsten irgendwohin, wo es etwas wärmer ist, weil ich über die Sommermonate meist viel drehe und arbeite. Das Ritual besteht inzwischen also darin, Orte zu entdecken, die ich sonst nicht so häufig besuche. In den letzten Jahren waren das zum Beispiel Island, Litauen oder Estland. Nicht unbedingt wärmer, aber auf jeden Fall spannende Ziele, auf die man nicht sofort kommt.

Ein elegant gekleideter Mann und eine Frau stehen sich in festlicher Umgebung gegenüber, schauen sich tief in die Augen und halten sich zärtlich an den Händen. Im Hintergrund sind unscharf Blumen und Dekorationen zu sehen.
Kostja Ullmann als Butler James und Alicia von Rittberg als Miss Sophie. Foto: Prime Video

Hast du auch einen Lieblingsweihnachtsfilm, wenn wir schon bei der Zeit sind?

Ja, tatsächlich. Wenn ich einen Film mit Weihnachten verbinde, dann ist es eindeutig „Kevin – Allein zu Haus“. Den schaue ich mir immer wieder gerne an. Früher habe ich nie verstanden, warum Erwachsene ständig alte Filme aus ihrer Kindheit schauen. Und inzwischen bin ich selbst so jemand geworden: Ich sehe einen Film von damals, den ich als Kind geliebt habe – und sofort ist dieses Gefühl wieder da. Dazu gehören für mich auf jeden Fall „Kevin – Allein zu Haus“ und „Kevin – Allein in New York“. Das ist für mich echtes Weihnachtsfeeling.

Und zurück zu „Dinner for One“. Das ist ja auch einer dieser Sketche, die sehr gut gealtert sind. Was glaubst du, woran das liegt, dass der nicht aus der Zeit fällt?

Ich glaube, der Sketch holt einen immer wieder ab und reißt einen ein bisschen aus der Realität heraus. Er ist sehr einfach gestrickt und genau das könnte sein Erfolgsgeheimnis sein. Es passiert nicht viel, und trotzdem wissen wir ganz genau, was passieren wird. Ich vergleiche das ein bisschen mit heutigen Reels oder Memes. Man kennt sie längst, man hat sie schon zigmal gesehen und schaut sie trotzdem wieder an, weil sie einem Freude machen. Dazu kommt dieser herrlich trockene englische Humor. Wie James immer weiter serviert, versucht, die Haltung zu wahren und gleichzeitig zunehmend betrunken wird. Das ist einfach wahnsinnig pointiert gespielt von Freddie Frinton und genial umgesetzt. Für mich persönlich war das sogar ein bisschen einschüchternd, weil ich wusste: Ich darf ihn auf keinen Fall imitieren. Ich musste meinen eigenen James finden. Und das habe ich dann letztendlich auch getan.

Sechs Menschen in eleganter, historischer Kleidung stehen vor einem Gebäude mit Rennplakaten. Eine Frau mit rotem Hut und fünf Männer, darunter einer in Uniform, posieren gemeinsam und halten Zeitungen in den Händen.
Admiral von Schneider, Mr. Winterbottom, Butler James, Miss Sophie, Sir Toby und Mr. Pommeroy. Foto: Prime Video

Ihr habt auch ein paar Details aus dem Original mit aufgenommen. Zum Beispiel haut der Admiral von Schneider auch seine Hacken zusammen, wie es im Sketch dann der Butler tut. Was hast du versucht, dir von deiner Vorlagerolle für die jüngere Version abzuschauen?

Vor allen Dingen die Haltung, die er hat. Ich meine, wir haben einen Butler, der sein Leben lang gedient hat. Das macht natürlich etwas mit der Haltung. Das sieht man einfach in diesem Sketch. Natürlich hilft einem auch das Kostüm. Ich habe so ziemlich das Gleiche an, was Freddie Frinton damals anhatte. Und das gibt einem schon viel. Aber sonst hatten wir sehr viele Freiheiten, etwas Eigenes zu kreieren. Ich meine, ich spiele den sehr viel jüngeren James, der Sehnsüchte hat, der sich verliebt, der seine eigene Geschichte erzählt. Und deswegen war es ganz spannend, sich da auch so ein bisschen freizumachen von dem Sketch, den wir alle so kennen und alle so lieben, und auch so eine gewisse eigene Geschichte zu schreiben.

Hattest du da noch irgendeine andere Weise, wie du dich auf die Rolle vorbereitet hast?

Natürlich habe ich mir einige Male den Sketch angeguckt. Das gehörte selbstverständlich dazu, aber grundsätzlich ist es dann wie bei jeder Figur. Ich setze mich mit dem Drehbuch und mit der Geschichte der Figur auseinander. Ich bin auch jemand, der sich gerne Playlists erstellt für eine Figur, um ein bisschen ein Gefühl für eine Figur zu bekommen. Ich habe viel Musik von damals, aus den 1920ern und 1930ern, zusammengesucht, um noch besser in diese Rolle hineinzufinden. Aber grundsätzlich ist das Drehbuch von Tommy Wosch wahnsinnig gut geschrieben. Das hat einem sehr geholfen, diese Rolle zu spielen und diese Figur zu finden.

Noch mal zurück zu Miss Sophies „Heiratskandidaten“ – Sir Toby, Admiral von Schneider, Mr. Pommeroy und Mr. Winterbottom. Wenn du einen für Miss Sophie auswählen müsstest, ausgenommen von deiner Rolle natürlich, wen würdest du da wählen und warum?

Ach, das ist schwierig. Alle bringen so viel Tolles mit und sind auch auf der anderen Seite so verrückt und wahnsinnig. Und das ist ja auch das Tolle, wenn diese ganzen Jungs da zusammenkommen und miteinander spielen, wie verrückt jeder für sich ist. Ich glaube, Admiral von Schneider hat schon ein sehr großes Herz und auch eine ganz liebenswerte Seite, auch wenn er auf der anderen Seite wiederum sehr eigen ist. Es ist schwierig. Die Rolle von Moritz Bleibtreu, der Mr. Pommeroy spielt, hat auch etwas. Er ist so ein Lebemann, der immer zitiert und Songs singt. Also, jeder hat so seine Vorzüge und ist besonders. Am Ende bin ich froh, dass Miss Sophie diese Entscheidung treffen muss.

Ihr vereint in der Serie ziemlich viel – Datingshow, Mörder-Mystery, Comedy und Historiendrama. Was wäre so dein Go-to-Genre zum Anschauen oder Spielen, wenn du dich entscheiden müsstest?

Grundsätzlich bin ich ein großer Fan davon, Genres zu mischen oder immer wieder von einem zum nächsten zu wechseln. Ich mag es nicht, mich nur in einem Genre zu bewegen, weder beim Spielen noch beim Anschauen. Ich liebe einfach die Abwechslung. Genau deshalb finde ich es so toll, dass Miss Sophie so viele Elemente vereint: Wir haben eine romantische Geschichte, gleichzeitig muss ein Mordfall aufgeklärt werden, und dazu kommt eine Komik auf sehr hohem Niveau.

Eine Werbegrafik zur Serie „Miss Sophie“: Sechs Personen sind um einen weißen Tisch vor grünem Hintergrund gruppiert, auf dem Teppich liegt ein Tigerfell. In der Mitte sitzt eine junge Frau im Kleid auf dem Tisch, die anderen in Anzügen und Uniformen ringsum, während ein Butler Sekt einschenkt. Text: „Miss Sophie - Same procedure as every year - Neue Serie 22. Dezember“.
„Miss Sophie - Same Procedure As Every Year“ startet am 22. Dezember auf Prime Video. Foto: Prime Video
Quellen
  • Prime Video

  • UFA

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