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Im Kurztest

„John Carpenter’s Toxic Commando“: Spaßiger Koop-Shooter mit begrenzter Langzeitmotivation

„John Carpenter’s Toxic Commando“ setzt auf riesige Zombiehorden, Koop-Action und viel Chaos. Der Shooter macht im Team richtig Laune – zeigt aber auch schnell seine Grenzen.

Ein Screenshot aus Toxic Commando, in dem Zombies auf die Spieler zurennen
Einmal kurz die Zombie-Apokalypse abwenden? Kein Problem! „Toxic Commando“ macht das möglich! Foto: Focus Home Interactive

Mit „John Carpenter’s Toxic Commando“ bringt Saber Interactive einen neuen Koop-Horde-Shooter auf PC, PS5 und Xbox Series X/S. Wer Spiele wie „World War Z“, „Left 4 Dead“ oder „Back 4 Blood“ kennt, weiß ziemlich genau, was ihn erwartet: Vier Spieler:innen kämpfen sich gemeinsam durch Missionen, während immer größere Zombiehorden auf sie zustürmen.

Und genau hier liegt auch die größte Stärke des Spiels.

Riesige Zombiehorden und gutes Gunplay

„John Carpenter’s Toxic Commando“ setzt auf Sabers bekannte Swarm-Technologie, die bereits in „World War Z“ für spektakuläre Gegnerwellen gesorgt hat. Entsprechend beeindruckend wirken die Massenschlachten, wenn sich dutzende Untote gleichzeitig über das Team hermachen.

Das Gunplay fühlt sich angenehm direkt an, Waffen haben ordentlich Wucht und normale Zombies gehen schnell zu Boden – genau so, wie es in einem Horde-Shooter sein sollte. Besonders im Koop entsteht dadurch ein angenehmer Spielfluss.

Auch Fahrzeuge bringen frischen Wind ins Genre. Große Karten erlauben es, mit Trucks, Polizeiwagen oder bewaffneten Fahrzeugen durch die Level zu fahren. Während der Fahrer das Fahrzeug steuert, können Mitspieler:innen aus Fenstern feuern oder Geschütztürme bedienen. Das sorgt für chaotische, aber sehr spaßige Momente.

Vier Klassen, aber wenig Spielraum für ihre Fähigkeiten

Das Spiel bietet vier Charakterklassen: Strike, Defender, Operator und Medic. Jede bringt eine Spezialfähigkeit mit, etwa explosive Projektile, ein Schutzschild oder eine Drohne.

In der Praxis wirken diese Fähigkeiten allerdings etwas eingeschränkt. Die Cooldowns sind relativ lang und die Einsatzdauer kurz, wodurch die Spezialfähigkeiten oft nur für wenige Sekunden wirklich zum Einsatz kommen. Dadurch fühlt sich das Klassensystem weniger prägend an, als man zunächst erwarten würde.

Auch die Skilltrees wirken eher simpel und bieten wenig echte Build-Optionen.

Nur neun Missionen und begrenzte Langzeitmotivation

Ein weiteres Problem ist der Umfang. Die Kampagne umfasst lediglich neun Missionen, die sich nach dem ersten Durchspielen relativ schnell wiederholen. Zwar verändern sich kleine Details wie Spawnpunkte oder einige Aufgaben, der grundlegende Ablauf bleibt aber gleich.

Für feste Koop-Gruppen kann das trotzdem lange motivieren. Wer jedoch allein oder nur gelegentlich mit Freunden spielt, könnte nach dem ersten Durchlauf schnell das Gefühl bekommen, bereits alles gesehen zu haben.

John Carpenter’s Toxic Commando: Lohnt sich der Zombie-Shooter?

Unterm Strich ist „John Carpenter’s Toxic Commando“ ein spaßiger Koop-Shooter, der besonders im Team viele starke Momente erzeugt. Die riesigen Zombiehorden, das solide Gunplay und die Fahrzeug-Mechaniken sorgen regelmäßig für chaotische Action.

Gleichzeitig fehlt es dem Spiel an etwas Tiefe und langfristiger Motivation. Wenige Missionen, eher einfache Klassenfähigkeiten und begrenzte Progression verhindern, dass der Titel langfristig so fesselt wie die großen Genre-Vorbilder.

Wer einen unterhaltsamen Koop-Zombie-Shooter für ein paar Abende mit Freunden sucht, wird hier definitiv Spaß haben. Wer dagegen ein Spiel mit langfristigem (Live-Service-)Potenzial erwartet, dürfte schnell an seine Grenzen stoßen.

John Carpenter’s Toxic Commando ist ab sofort für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC sowohl auf Steam als auch im Epic Game Store erhältlich.

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