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His & Hers: Enttäuscht vom Finale – Serienstar wünschte sich anderen Twist

Im Finale von „His & Hers“ wird alles auf den Kopf gestellt. Serienstar Rebecca Rittenhouse verrät, warum sie sich zunächst ein ganz anderes Ende gewünscht hätte.

Jon Bernthal und Tessa Thompson auf einem Promo-Motiv zu „His & Hers“.
„His & Hers“ überrascht im Finale alle"! Foto: TMDB

Das Finale der Netflix-Miniserie „His & Hers“ setzt auf einen Twist, der selbst geübte Thriller-Fans überrascht. Lange sieht alles danach aus, als sei Lexy Jones, gespielt von Rebecca Rittenhouse, für die Morde an ihren früheren Freundinnen verantwortlich. Doch kurz vor Schluss folgt die nächste Wendung: Lexy ist unschuldig – sie wurde hereingelegt.

Eine Enthüllung, die bei der Schauspielerin zunächst gemischte Gefühle auslöste. Rittenhouse gibt offen zu, dass sie anfangs enttäuscht war, nicht die Täterin zu sein. „Absolut. Das war mein erster Instinkt“, sagt sie rückblickend im Gespräch mit The Hollywood Reporter.

„Es war leichter, Mitgefühl für sie zu empfinden“

Nach kurzer Zeit änderte sich jedoch ihre Sicht auf das Serienende. Je mehr sie über den Twist nachdachte, desto überzeugter war sie von der Entscheidung der Autoren.

Als ich darüber nachdachte, war mir klar: Es ist für mich als Schauspielerin viel leichter, Mitgefühl mit dieser Figur zu empfinden“, erklärt Rittenhouse. Der neue Ansatz habe ihr erlaubt, Lexy menschlicher zu spielen: „Sie war schlecht, aber ich hatte auch Mitleid mit ihr. Sie ist kein guter Mensch, aber sie ist auch keine Psychopathin.

Gerade diese Ambivalenz macht die Figur für sie reizvoll – und das Finale emotional komplexer.

Rivalinnen, Affären und alte Traumata

Rebecca Rittenhouse als Lexy.
Lexy führt das Publikum auf eine falsche Fährte. Foto: © 2025 Netflix, Inc

„His & Hers“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Alice Feeney und wurde von William Oldroyd entwickelt. Im Zentrum steht Anna (Tessa Thompson), eine zurückgezogen lebende Nachrichtensprecherin, die nach einem Mord in ihre Heimatstadt zurückkehrt – auch in der Hoffnung, beruflich wieder Fuß zu fassen.

Während Annas Abwesenheit hat Lexy ihren Platz im Studio eingenommen. Die Spannungen verschärfen sich, als Anna Lexys Ehemann Richard (Pablo Schreiber) mit auf Recherche schickt – und die beiden eine Affäre beginnen. Oldroyd beschreibt Lexy als eine Figur, die bewusst stark und scharf gezeichnet ist: „Rebecca war mehr als ebenbürtig für Tessa. Ihr Witz und ihr Timing waren entscheidend für den großen Twist im Finale.

Der Schlüssel liegt in der Vergangenheit

Die Serie entfaltet ihre Geschichte über mehrere Zeitebenen. Rückblenden zeigen die Clique rund um Anna und Lexy in ihrer Jugend – inklusive eines traumatischen Ereignisses an Annas 16. Geburtstag. Ein Übergriff, Schuldgefühle und Feigheit wirken bis ins Erwachsenenleben nach.

Besonders schwer wiegt Lexys Vergangenheit mit ihrer Schwester Andrea, die bei einem Segelausflug stirbt, nachdem Lexy heimlich deren Inhalator unbrauchbar gemacht hat. Rittenhouse betont jedoch: „Nein, ich glaube nicht, dass sie sie töten wollte. Sie war einfach gemein.

Es sei eine dieser fatalen Entscheidungen aus Unreife gewesen – mit lebenslangen Folgen.

Ein tödliches Missverständnis

Im Showdown eskaliert die Situation, als Anna und Lexy in einem Haus am See aufeinandertreffen. Beide sind überzeugt, die jeweils andere sei die Mörderin. Oldroyd fasst die Tragik des Finales so zusammen: „Wenn sie sich einfach einen Moment Zeit genommen hätten zu fragen, warum die andere diese Frauen getötet haben soll, hätten sie erkannt, dass keine von ihnen schuldig ist.“ Stattdessen endet der Konflikt tödlich.

Erst ein Jahr später wird die Wahrheit enthüllt: Annas Mutter Alice gesteht in einem Brief, die eigentliche Täterin zu sein. Sie habe Rache für das gesucht, was Anna damals angetan wurde – und zugleich eine spektakuläre Geschichte gebraucht.

Für Rebecca Rittenhouse war das Ende letztlich die bessere Wahl – auch wenn sie sich anfangs etwas anderes erhofft hatte. „Es hat mir erlaubt, sie mit mehr Menschlichkeit zu spielen“, sagt sie. Lexy sei getrieben von Angst, Scham und dem verzweifelten Wunsch, ihr neues Leben nicht wieder zu verlieren.

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