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Fernsehen

Heute im TV: Eine der genialsten Szenen der Filmgeschichte – in einem Action-Thriller mit Starbesetzung

Ein Kino-Hit, der seinen Hauptdarsteller zum Star und die US-Regierung nervös machte.

Links ein Mann von hinten, daneben ein U-Boot in einer großen Halle.
Kein Film passt besser in den Oktober. Foto: TMDB

Wenn der eigene Name zur erfolgreichen Marke wird, dann hat man es als Autor zweifellos weit gebracht. Noch heute, zwölf Jahre nach seinem Tod, erscheinen Romane, Filme und Videospiele, die groß mit Tom Clancys Beteiligung werben – auch wenn dieser natürlich schon lange nichts mehr mit den fertigen Veröffentlichungen zu tun haben kann.

Noch deutlich gefragter war Clancy in den Achtziger- und Neunzigerjahren, als seine Romane die Bestsellerlisten beherrschten und die von ihm erdachte Hauptfigur Jack Ryan auch im Kino regelmäßig für die Sicherheit der USA sorgte. Später soll Clancy, wenn auch im Geheimen, sogar als Berater des Weißen Hauses in das tatsächliche politische Geschehen eingegriffen haben.

Eine äußerst erfolgreiche Karriere, in der Clancy nur ein Traum verwehrt blieb: Das US-Footballteam Minnesota Vikings war selbst für ihn zu teuer, weshalb er sich mit der Baseballmannschaft Baltimore Orioles begnügen musste, deren Besitzer er bis zu seinem Tod war.

Ein Jack Ryan kommt selten allein

Clancys erster Roman, „Jagd auf Roter Oktober“ aus dem Jahr 1984, ist zeitgleich bis heute sein bekanntestes Werk. Sechs Jahre nach Veröffentlichung folgte die gleichnamige Verfilmung, die die durchaus spannende Geschichte endlich auch denen näherbringen konnte, die sich bisher von Clancys Hang zu ellenlangen Beschreibungen militärischer Abläufe abgeschreckt fühlten.

Mit Sean Connery hatte man bereits einen Weltstar mit an Bord, doch die Hauptrolle des Jack Ryan ging an Alec Baldwin, der „Jagd auf Roter Oktober“ bis heute als seinen internationalen Durchbruch versteht.

Trotz des großen Erfolges entschied sich Baldwin gegen eine Fortsetzung, und so war es Harrison Ford, der 1992 und 1994 in „Die Stunde der Patrioten“ und „Das Kartell“ Jack Ryan mimte. Später waren auch Chris Pine und Ben Affleck als Ryan im Kino zu sehen, bevor John Krasinski die Rolle in der Prime-Video-Serie „Tom Clancy’s Jack Ryan“ verkörperte.

Ein genialer Film-Kniff

Wenn heutzutage in Filmen und Serien Figuren unterschiedlicher Herkunft aufeinandertreffen, wird die Sprachbarriere oft beibehalten, um den Realismus zu wahren. Eine nicht selten kritisierte Praktik, die schon vielen Produktionen wie „Shogun“ madig gemacht hat – nicht jeder will die ganze Zeit Untertitel lesen müssen.

In den Neunzigerjahren nahm man es mit dem Realismus noch nicht so genau und hätte nie im Traum daran gedacht, Fremdsprachen nicht zu übersetzen. Aber in „Jagd auf Roter Oktober“ bediente man sich dafür einer äußerst cleveren Idee. Da die „Rote Oktober“ ein sowjetisches Atom-U-Boot ist, versteht es sich von selbst, dass die Besatzung eigentlich Russisch spricht und eben nicht Englisch, Deutsch oder eben die Sprache, in der man sich den Film ansieht.

Um dieses Problem zu lösen, gibt es recht früh im Film eine Szene, in der der Oberleutnant Iwan Jurjewitsch Putin aus der Bibel vorliest. Dies tut er zuerst, ganz realistisch, auf Russisch mit Untertiteln.

Dabei fährt die Kamera langsam immer näher an seinen Mund heran, bis er das Wort „Armageddon“ erreicht, das sowohl in der russischen als auch in der englischen und deutschen Sprache existiert. Danach fährt die Kamera wieder zurück und nun spricht Oberleutnant Putin auf Englisch oder Deutsch weiter.

Es ist ein genialer Einfall, denn ganz ohne Erklärung ist doch sofort klar, was hier gerade geschehen ist. Allein dafür verdient „Jagd auf Roter Oktober“ seinen Platz in der Filmgeschichte.

„Jagd auf Roter Oktober“ läuft heute, am 13. Oktober 2025, um 20:15 Uhr auf Kabel Eins. Alternativ ist der Film auch auf Netflix verfügbar.

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