Hayden Panettieres (†) Mutter und Ziehmutter sehen Schuldfrage unterschiedlich: „Dieses Kind hatte keine Chance“
Nach dem Tod von Hayden Panettiere rückt plötzlich ein altes Familiengeflecht in den Fokus: Mutter und Ziehmutter deuten ihr Leben völlig unterschiedlich. Was steckt dahinter?

Die neue Debatte entzündet sich an zwei Stimmen aus Panettieres Umfeld: Während Natalia Yegorova in einem Instagram-Beitrag bewegend Abschied nimmt, macht Ziehmutter Lynsey Lonberg das Hollywood-System für Panettieres Leid verantwortlich. Auch die Hintergründe rund um Panettieres schwierige Familienverhältnisse, ihre Karriere und frühere öffentliche Aussagen über die Mutter-Tochter-Beziehung verleihen der Geschichte zusätzliche Sprengkraft.
Ein Leben zwischen Glanz und Abgrund
Hayden Panettiere wurde als Kinderstar bekannt und stand früh im Rampenlicht. Im Podcast von Jay Shetty sprach sie offen über eine belastete Beziehung zu ihrer Mutter Lesley R. Vogel, die lange auch ihre Managerin gewesen sein soll. Besonders deutlich wurde das in ihrer Erinnerung an den Moment, als sie mit 19 Jahren die berufliche Zusammenarbeit beendete: „Ich möchte einfach nur, dass du meine Mutter bist“. Auf diesen Wunsch habe ihre Mutter laut Panettiere kalt mit „Du schuldest mir“ reagiert.
Die Schauspielerin schilderte, dass sie sich nicht als Tochter, sondern eher als Teil eines Geschäftsmodells gefühlt habe. Diese Vorgeschichte macht verständlich, warum jetzt unterschiedliche Erinnerungen und Vorwürfe erneut aufbrechen.
Natalia Yegorova nimmt persönlich Abschied
Besonders emotional fällt der Abschied von Natalia Yegorova aus, die ihre nahestehende Freundin Hayden Panettiere würdigt. In ihrem bewegenden Post beschreibt sie, dass ihr Herz in „tausend Stücke“ zerbrochen sei, als sie von Panetieres Tod erfahren habe. Schon beim ersten Kennenlernen sei ihr aufgefallen, welche Wirkung die Schauspielerin auf andere hatte: Als Panettiere den Raum betrat, habe sich dieser förmlich verändert „der ganze Raum wurde heller“.
In ihrem Abschiedspost schrieb Yegorova außerdem, sie wünsche sich, Hayden wäre mehr Zeit geblieben, und hoffe, sie sei nun bei ihrem Bruder Jansen „ohne Schmerz, nur mit Frieden, Licht und Liebe“.
Ziehmutter Lynsey Lonberg erhebt schwere Vorwürfe
Während sich andere Wegbegleiter mit warmen Worten von Hayden Panettiere verabschieden, wählt Lynsey Lonberg einen deutlich härteren Ton. Die langjährige Familienfreundin, die Panettiere in ihrem Buch als ihre „zweite Mutter“ bezeichnete, macht nicht nur den Druck des Showgeschäfts für ihr Schicksal verantwortlich, sondern spricht von einem Umfeld, das die Schauspielerin nach ihrer Ansicht schon früh in eine gefährliche Richtung gedrängt habe.
Lonberg sagt gegenüber der Daily Mail, Panettiere habe am Set schon sehr jung mit einer Welt aus Pillen, Alkohol und leicht verfügbarem Missbrauchspotenzial konfrontiert werden können. Ihre Schilderung ist drastisch: Dort habe man „alle möglichen Tabletten, Alkohol und alles Mögliche“ bekommen können. Für Lonberg ist das kein Nebenaspekt, sondern ein Schlüssel zum Verständnis von Panettieres späteren Problemen mit Depressionen und Abhängigkeit. Sie sagt deshalb auch den Satz, der besonders nachhallt: „Dieses Kind hatte keine Chance“.
Noch deutlicher wird Lonberg bei der Frage, ob Panettiere ohne Hollywood einen anderen Lebensweg genommen hätte. Ihre Antwort ist klar: Sie glaube nicht, dass die Schauspielerin diesen Weg eingeschlagen hätte, wenn sie nicht in dieser Branche groß geworden wäre. Damit verlagert Lonberg die Schuld nicht auf eine einzelne Person, sondern auf ein System, das aus ihrer Sicht Kinderstars früh überfordert und gleichzeitig schutzlos macht. Dass Panettiere ihre Karriere bereits als Kleinkind begann, macht diesen Vorwurf für sie umso schwerer.
Besonders bitter wirkt in diesem Zusammenhang auch Lonbergs Blick auf Panettieres Mutterschaft. Zwar habe die Schauspielerin laut Lonberg „ihr Bestes gegeben“, doch es sei praktisch unmöglich gewesen, als Schauspielerin ständig verfügbar zu sein und zugleich ein Kind großzuziehen. Aus Sicht ihrer Ziehmutter bewegte sich Hayden Panettiere in einem Umfeld, das ihr kaum Möglichkeiten für Ruhe, Stabilität und Heilung ließ.









