Tag 2 bei IBES

Dschungelcamp 2026: Hardy Krüger Jr. legt traurige Alkohol-Beichte am Lagerfeuer ab

Im Dschungelcamp spricht Hardy Krüger junior so offen wie nie über seine Alkoholsucht. Am Lagerfeuer schildert der Schauspieler seinen täglichen Konsum, Rückfälle und die dramatischen Folgen.

Hardy Krüger Jr. sitzt auf einer Bank im Dschungelcamp 2026
So offen wie nie berichtet Hardy Krüger Jr. über die Folgen seines Alkoholmissbrauchs Foto: RTL

Der zweite Tag im Dschungelcamp 2026 wird emotionaler als erwartet. Zwischen Kakerlaken, Hunger und ersten Spannungen kommt es am Lagerfeuer zu einem Moment, der vielen Zuschauer:innen unter die Haut gehen dürfte. Hardy Krüger junior spricht als Dschungelcamp-Kandidat offen über seine Alkoholsucht, über Kontrollverlust, Rückfälle und darüber, wie sehr ihn persönliche Schicksalsschläge aus der Bahn geworfen haben.

„Du wachst morgens auf und bist schon auf Entzug“

Im Gespräch mit Mitcamper Patrick wird schnell klar, wie tief Hardy Krüger jr. in der Spirale steckte. Während Patrick den extremen Alkoholkonsum mancher Menschen anspricht, beschreibt Hardy seinen eigenen Weg als schleichend, aber nicht weniger gefährlich. Er sei kein klassischer Exzess-Trinker gewesen, sondern jemand, der konstant Alkohol brauchte, um zu funktionieren.

Ich war ein Biertrinker. Immer so kontinuierlich. Ich war aber nicht besoffen, sondern ruhig und konnte mich konzentrieren“, erzählt der Schauspieler. Auf die Nachfrage, ob das Trinken schon morgens begann, antwortet er ohne Ausflüchte: „Ja, ja. Morgens erstmal ein Desperados. Schön kalt! Du wachst morgens auf und bist schon auf Entzug, da musst du erstmal etwas trinken.

Arbeit als letzter Halt – Alkohol als Dauerbegleiter

Besonders bedrückend wird Hardys Beichte, als er erklärt, warum der Alkohol für ihn zur Konstante wurde. Nach mehreren schweren Schicksalsschlägen habe er sich fast ausschließlich an seine Arbeit geklammert. Schlaf spielte kaum noch eine Rolle.

Die Konstante in meinem Leben war meine Arbeit. Ich habe mich in die Arbeit gestürzt, kaum geschlafen. Die Arbeit war mein einziger Halt“, sagt er. Doch um dieses Tempo durchzuhalten, griff er immer häufiger zur Flasche. Mit drastischen Folgen: „Ich habe immer mehr gebraucht, um den Pegel halten zu können. Irgendwann bist du dann bei sieben Flaschen Wein.“ Er weiß selbst: Ein Körper kann so etwas nur begrenzt mitmachen.

Alkohol sogar am Set: „Meinen Vorrat gebunkert“

Wie ernst die Lage war, macht Hardy Krüger jr. mit einem weiteren Geständnis deutlich. Selbst während der Dreharbeiten habe er getrunken, um ruhig zu bleiben. Sein Rückzugsort: das eigene Wohnmobil am Set. „Ich hatte gerne mein Wohnmobil am Set. Da drin habe ich meinen Vorrat gebunkert und zwischendurch immer mal einen Schluck genommen, um ruhig zu bleiben“, erzählt er.

Auch über seine Entzugsversuche spricht Hardy offen – und ohne Schönfärberei. Ein halbes Jahr sei es gut gegangen, dann kam der Rückfall. Ausgelöst durch Streit, Frust und alte Muster. „Ein halbes Jahr ging es gut, dann bin ich rückfällig geworden. Ein Klassiker – mit der Frau gestritten, dann führt das eine zum anderen. Und dann sagst du dir: ‚Ach scheiß drauf‘ und weg war die nächste Flasche“, berichtet er ehrlich.

Das war der Grund für seinen Alkoholkonsum

Hardy Krüger Jr. will aus seiner Alkoholsucht kein Geheimnis machen, er ist überzeugt: Es muss viel offener darüber gesprochen werden. „Es ist wirchtig und gut und völlig in Ordnung, wenn man sich Hilfe holt.“ Es gebe einen Weg daraus, ist er überzeugt. Und es gebe ein Leben ohne Alkohol.

Es ist nicht das einzige trauige Thema aus Hardys Leben. Er berichtet Mirja und Patrick von dem Tod seines damals acht Monate alten Kindes im Jahr 2011. In der Nacht der Taufe sei das Kind plötzlich gestorben und Hardy lag daneben. Er habe noch anderthalb Stunden lang versucht, seinen Sohn wiederzubeleben aber vergebens. Das traurige Ereignis war auch eines der Auslöser, das ihn immer häufiger zum Alkohol greifen ließ ...

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Hinweis zum Thema Alkoholsucht

Dieser Artikel thematisiert Alkoholsucht und Alkoholmissbrauch. Wenn dich diese Inhalte belasten oder du selbst betroffen bist, bist du nicht allein. Es gibt vertrauliche und kostenlose Hilfsangebote, die Unterstützung bieten.

Deutschlandweite Hilfeangebote:

  • Sucht & Drogen Hotline: 01806 313031 (24/7 erreichbar, anonym, kostenpflichtig aus dem Festnetz)

  • TelefonSeelsorge: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (kostenlos, rund um die Uhr)

  • Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS): www.dhs.de (Informationen, Beratung und regionale Anlaufstellen)

  • Nummer gegen Kummer (für junge Menschen): 116 111 (kostenlos, anonym, Mo–Sa)

Bei akuten Krisen oder wenn du dich selbst oder andere in Gefahr siehst, wende dich bitte sofort an den Notruf 112 oder suche ärztliche Hilfe.

Quellen

  • RTL