Dschungelcamp

Hardy Krüger junior im Dschungelcamp: Sein emotionales Geständnis über den Tod seines Kindes

Im Dschungelcamp zeigt Hardy Krüger junior eine sehr ehrliche Seite und spricht offen über den Verlust seines kleinen Sohnes – ein Moment, der niemanden unberührt lässt.

Hardy Krüger jr. sitzt im Dschungel-Telefon
Hardy Krüger jr. spricht über einen schweren Verlust. Foto: RTL

Es ist ein Gespräch, das unter die Haut geht. Am Lagerfeuer des Dschungelcamps erzählt Hardy Krüger junior (57) seinen Mitcampern Patrick Romer (30) und Mirja du Mont (50) von dem wohl größten Schmerz seines Lebens: dem Tod seines Sohnes Paul-Luca.

Hardy berichtet, dass sein Sohn am 10. Juli 2011 in Kitzbühel gestorben ist – am Morgen nach seiner Taufe. „Mein Sohn ist mit acht Monaten gestorben“, sagt der Schauspieler leise. Er erklärt, dass es sich um den plötzlichen Kindstod handelte: „Man weiß, dass der Kindstod eigentlich häufiger vorkommt, als man glaubt. Und dass es keine wirkliche Erklärung dafür gibt, warum das passiert.“

Hardy Krüger jr.: „Die vergessen zu atmen“

Besonders erschütternd sind die Details, mit denen Hardy Krüger junior beschreibt, was in dieser Nacht geschah. „Die vergessen zu atmen. Und wenn du das nicht mitkriegst, dann sterben die. Und ich lag neben ihm.“ Er erzählt, dass er alles versuchte, um seinen Sohn zu retten. Hardy habe Paul-Luca „eineinhalb Stunden wiederbelebt, bis der Hubschrauber da war“. Dann sagt er: „Das war so schlimm. Im Flieger ist er dann verstorben.“

Der Tod seines Kindes riss Hardy Krüger junior in eine tiefe seelische Krise. „Man weiß nicht, wohin mit den ganzen Gefühlen, die man da hat. Und das bricht einen“, erklärt er.

Wie sehr dieser Verlust ihn lähmte, beschreibt er eindringlich: „Das ist das Schlimmste, was man sich vorstellen kann. Du bist nicht mehr fähig, irgendwas zu machen. Du weißt nicht mehr, wie das Leben funktioniert. Du bist leer.“ Während er spricht, legt Patrick Romer tröstend eine Hand auf seine Schulter.

Alkohol als Flucht: „Ich war ja ein Pegeltrinker“

Auf die Frage, ob er sich damals Hilfe gesucht habe, antwortet Hardy ehrlich. Statt Therapie begann ein anderer Weg: „Na ja, da ging dann das mit der Sucht los. Da hab’ ich mich dann auch zu Tode gearbeitet.“ Er sagt weiter: „Die einzige Konstante in meinem Leben war die Arbeit. Da hab’ ich so viel gearbeitet und dann eben auch viel getrunken.“

Schon zuvor hatte Hardy Krüger junior im Dschungelcamp über seine Alkoholprobleme gesprochen. Dabei beschrieb er seinen Alltag drastisch: „Ich war ja ein Pegeltrinker. Immer so kontinuierlich. Das ging dann schon morgens los.“

Der Übergang zur Abhängigkeit sei schleichend gewesen: „Von der Gewohnheit bis zur Sucht geht es manchmal schleichend. Ich habe natürlich immer mehr gebraucht, um den Pegel halten zu können. Dann bist du halt irgendwann bei sieben Flaschen Wein.“

Er erzählt auch, wie sehr das Trinken seinen Alltag bestimmte: „Ich hatte ja mein Wohnmobil am Set und dann habe ich da einfach meinen Vorrat gebunkert.“

„Ich hatte es nicht mehr unter Kontrolle“: Der kalte Entzug

Lange habe er seine Situation verdrängt, sagt Hardy. Doch irgendwann sei der Punkt erreicht gewesen: „Und dann war das irgendwann mal so weit, dass ich das nicht mehr unter Kontrolle hatte. Dann musste ich mir Hilfe holen, weil ich das einfach selbst nicht mehr schaffte, da rauszukommen.“ Er entschied sich für einen kalten Entzug – eine extreme Erfahrung: „Also fünf Tage ist das Leben natürlich die Hölle.“

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Quellen

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