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Gar nicht mal so gut: Die schlechtesten Serien 2025

2025 brachte eine Reihe hochkarätiger Serienstarts – und leider ebenso viele Enttäuschungen. Nicht jede Serie konnte halten, was sie versprach.

Diverse Serienposter, davor eine verängstigte Frau mit Popcorneimer.
Schlechte Serien verschwinden oft sang- und klanglos – nicht bei uns. Foto: IMAGO / Dreamstime / TMDB

Mittlerweile gibt es so viele Streamingdienste, dass gefühlt täglich irgendwo eine neue, vielversprechende Produktion erscheint. Leider kann man sie nicht alle sehen und muss daher sorgfältig auswählen. Nicht selten fällt man dabei auf die Nase, denn zwischen echten Serien-Perlen gibt es auch immer wieder Schlaftabletten, die eine mittelmäßige Geschichte über acht Stunden strecken.

Einige Serien des Jahres 2025, die einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen haben, findet ihr in der nachfolgenden Auflistung. Natürlich gilt auch hier: Meinungen sind relativ und jede Flop-Liste ist für irgendeine Person die Top-Liste.

„Countdown“ (Prime Video)

Jensen Ackles in „Countdown“.
„Countdown“ konnte nur wenige Serienfans überzeugen. Foto: TMDB

Countdown“ versprach Spannung, internationale Intrigen und ein Ensemble aus bekannten TV-Gesichtern wie Eric Dane und Jensen Ackles. Die Serie handelt von Task Force Hurricane, die nach dem Mord an einem DHS-Offizier einen globalen Verschwörungsfall aufklären soll.

Doch die Action bleibt blass, die Figuren bleiben farblos und austauschbar, und die Story verstrickt sich zunehmend in unlogischen Wendungen. Statt mitreißender Spannung liefert die Serie langatmige Dialoge und Szenen, die sich wie Füllmaterial anfühlen. Am Ende fühlte sich jede Folge wie ein Abklatsch besserer Thriller an – ohne eigenständige Identität. Prime Video setzte daher die Serie nach nur einer Staffel ab.

„Pulse“ (Netflix)

Willa Fitzgerald in „Pulse“.
Guckt euch lieber „The Pitt“ an. Foto: TMDB

Netflix’ erster englischsprachiger Krankenhaus-Serienversuch „Pulse“ startete mit viel Potenzial: junge Ärztinnen und Ärzte, medizinische Krisen und persönliche Konflikte in Miami. Hauptfigur Willa Fitzgerald spielt Dr. Danny Simms, die nach einem Vorfall gegen ihren Chef befördert wird.

Die Serie scheiterte jedoch am Tonfall und der Struktur. Die Behandlung sensibler Themen wie sexuelle Belästigung wirkt oberflächlich und oft irritierend, und die zurückspringenden Handlungsstränge sorgen für Verwirrung statt Spannung. Was hätte ein modernes, spannendes Drama werden können, wirkt unzusammenhängend und schnell ermüdend. „Pulse“ wurde schon kurz nach Start abgesetzt.

„Prime Finder“ (Apple TV+)

Leo Woodhall schreibt in ein Notizbuch.
„Prime Finder“ heißt im Original „Prime Target“. Foto: TMDB

Prime Finder“ sollte ein mathematisches Thrillerhighlight werden. Edward Brooks, gespielt von Leo Woodhall, ist ein Geniekandidat, dessen Entdeckung über Primzahlen die Welt verändern könnte. Die NSA schickt Agentin Taylah Sanders (Quintessa Swindell) zum Schutz – und schon beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel.

Trotz des spannenden Ansatzes geriet die Serie schnell in Belanglosigkeit. Die Mischung aus mathematischem Rätsel, Spionage und Nebenschauplätzen ist schwer nachvollziehbar, und die Charaktere entwickeln kaum Tiefe. Viele Szenen wirken überladen, ohne dass der Zuschauer einen echten Zugang zur Story bekommt. So bleiben von einer vielversprechenden Prämisse nur Verwirrung und Langeweile.

„Suits LA“ (MagentaTV)

Stephen Amell in „Suits LA“.
„Suits LA“ konnte nicht die Magie der Originalserie wiederholen. Foto: TMDB

Das New-York-Original „Suits“ ist Kult. Das Los Angeles-Spin-off „Suits LA“ sollte frischen Wind bringen, scheiterte aber kläglich. Stephen Amell spielt den Anwalt Ted Black, der versucht, eine feindliche Übernahme seines Entertainment-Unternehmens zu verhindern.

Die Serie leidet unter schlechter Besetzung, unmotivierten Cameos und einer zusammenhanglosen Handlung. Der Charme der ursprünglichen Serie fehlt vollständig, Dialoge wirken gezwungen, und die Charakterentwicklung bleibt oberflächlich. Schnell wurde klar, dass weder Fans noch neue Zuschauer eine emotionale Bindung zu den Figuren aufbauen konnten – das Aus nach der ersten Staffel war unvermeidlich.

„The Terminal List: Dark Wolf“ (Prime Video)

Chris Pratt und Taylor Kitsch in „The Terminal List: Dark Wolf“.
Gute Besetzung, schlechte Unterhaltung: „The Terminal List: Dark Wolf“ Foto: TMDB

Der Prequel-Versuch der Chris-Pratt-Serie („The Terminal List“) ist ein Paradebeispiel für die falsche Balance zwischen Action und Storytelling. Taylor Kitsch spielt Ben Edwards, einen Ex-Navy-SEAL, der in eine internationale Mission involviert wird, die eigentlich subtile diplomatische Aspekte erfordert.

Die Serie stolpert über ihr eigenes Konzept: Statt auf Spannung und Intrigen zu setzen, dominieren Explosionen, Schießereien und testosterongeladene Szenen. So wird aus einem potenziell packenden Spionagethriller ein stumpfes Actionfest. Die politische und diplomatische Dimension geht unter, die Charaktere bleiben eindimensional – und der Zuschauer fragt sich schnell, warum er überhaupt eingeschaltet hat.

„Zero Day“ (Netflix)

Robert De Niro in „Zero Day“.
Robert De Niro in seiner ersten Serie – und dann ist es direkt so eine Gurke. Foto: TMDB

Robert De Niro als Ex-Präsident ist ein Aufhänger, der viel Aufmerksamkeit generierte. Doch „Zero Day“ enttäuscht auf ganzer Linie. Trotz hochkarätiger Besetzung mit Jesse Plemons und Angela Bassett fehlt jede Spannung. Die Handlung um Cyberangriffe und politische Intrigen wird durch unklare Motivationen und langweilige Dialoge sabotiert. Selbst die Präsenz von De Niro reicht nicht aus, um den Serienverlauf interessant zu machen.

„The Abandons“ (Netflix)

Gillian Anderson in „The Abandons“.
Mit „The Abandons“ hat sich Netflix eine Serien-Enttäuschung für Ende 2025 aufgehoben. Foto: TMDB

Gillian Anderson und Lena Headey führen ein Ensemble in einem weiblich geprägten Western im Washington-Territorium von 1854. Die Serie sollte episch werden, doch die Realität sieht anders aus. Kurt Sutter, der Serienmacher, verließ die Produktion aufgrund kreativer Differenzen – das Ergebnis ist ein zäher Deadwood-Klon. Plots wirken unkoordiniert, Charaktere wenig überzeugend, und Spannung kommt kaum auf. Ein Western, der sein Potenzial komplett verfehlt.

„With Love, Meghan“ (Netflix)

Meghan Markle deckt einen Tisch.
Mit Meghan Markle können sich nur wenige Zuschauer*innen identifizieren. Foto: TMDB

Meghan Markle als Gastgeberin einer Lifestyle-Show? Die Serie zeigt Promi-Köche, Bastelaktionen und kuriose Unterhaltung. Doch die Mischung wirkt gekünstelt und oberflächlich. Während die Prominenz zunächst Zuschauer anlockte, konnten die Inhalte nicht überzeugen, und ein drittes Staffel-Comeback scheint unwahrscheinlich.

„All’s Fair“ (Disney+)

Die Besetzung aus „All’s Fair“.
Nicht gut, aber ein Guilty Pleasure: „All’s Fair“. Foto: TMDB

Die Serie um drei Anwältinnen in Los Angeles hätte eine bunte, feministische Legal-Comedy sein können. Stattdessen setzte sie auf übertrieben klischeehafte Figuren und auf die Präsenz von Kim Kardashian, während Handlung und Dialoge an Lächerlichkeit kaum zu überbieten sind. Kritiker bezeichneten die Serie als „auf schädliche Weise dumm“ – und die Zuschauer strömten eher ab.

„Untamed“ (Netflix)

Eric Bana in „Untamed“.
Serien wie „Untamed“ sind bei Netflix oft kurzfristig sehr erfolgreich, aber teils nur mäßig spannend. Foto: TMDB

Yosemite-Nationalpark, eine geheimnisvolle Ermittlergeschichte und ein traumatischer Held – „Untamed“ hatte Potenzial. Leider liefern die vorhersehbaren Wendungen und ein schwacher Spannungsbogen eine Serie, die weder Thriller noch Drama glaubwürdig meistert. Trotz schöner Naturaufnahmen bleibt das Seherlebnis ernüchternd.

„Ich und die Walter Boys“ (Netflix)

Nikki Rodriguez in „Ich und die Walter Boys“.
Bei Netflix konnte man nur neidisch zu Prime Video hinüberschielen, wo „The Summer I Turned Pretty“ ein deutlich besseres Teen-Liebesdreieck geboten hat. Foto: TMDB

Die Geschichte eines Mädchens, das sich in zwei Brüder verliebt, klingt zunächst unterhaltsam. Doch die zweite Staffel macht exakt dasselbe wie die erste: Love-Triangle, wenig Weiterentwicklung, kaum neue Spannung. „Ich und die Walter Boys“ zeigt, wie Gleichförmigkeit in Teenie-Dramen Zuschauer schnell ermüdet.

„And Just Like That“ (WOW)

Carrie sitzt in einem Taxi.
Manche Serien können ihr schwaches Ende später noch mit einem Spin-off retten. Bei „Sex and the City“ lief es leider genau andersherum. Foto: TMDB

Die „Sex and the City“-Fortsetzung sollte erwachsene Geschichten über Freundschaft, Liebe und das Älterwerden liefern. Stattdessen wirken Carrie, Miranda und Charlotte aus der Zeit gefallen, treffen unlogische Entscheidungen und liefern cringe-Momente en masse. Das Ende der Serie hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack – insbesondere das Finale, in dem ein völlig zufälliges Ereignis die letzten Szenen dominiert.

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