„Wer gewinnt hier im Ausnahmefall 100 Euro?“

Fragen zu schwer für „Wer wird Millionär?“: Auch Jauch steht auf dem Schlauch

Ein „Wer wird Millionär?“-Marathon sollte das neue Jahr feiern – doch stattdessen sorgen ungewöhnlich knifflige Fragen für Ratlosigkeit im Studio.

Günther Jauch schaut über seine Bildschirme.
Günther Jauch hat auch nicht immer die richtige Antwort. Foto: RTL / Stefan Gregorowius

Eigentlich geht es in der aktuellen „Wer wird Millionär?“-Woche um große Summen. Zwischen dem 5. und 9. Januar lockt RTL mit einem besonderen Marathon: Wer es in den ersten vier Ausgaben auf mindestens 16.000 Euro bringt, darf am Freitag um gleich mehrere Millionen spielen.

Doch ausgerechnet auf den unteren Gewinnstufen entwickelt sich die Show zu einer Geduldsprobe – für Kandidaten und Moderator gleichermaßen.

Eine 2000-Euro-Frage bringt alle ins Straucheln

Besonders bitter erwischt es Constantin Wurch, der als selbsternannter „Klugscheißer“ ins Studio kommt. Bei einer eigentlich harmlos wirkenden 2000-Euro-Frage gerät jedoch alles ins Wanken. Günther Jauch stellt ihm folgende Aufgabe, die unverändert im Raum steht:

Was kann laut Duden so viel wie 'sehr groß' oder 'absolut' bedeuten?

• A: hell

• B: dunkel

• C: laut

• D: leise

Wurch ist sichtbar überfordert und gibt offen zu: „Da steht ich jetzt etwas auf dem Schlauch“. Doch auch Jauch hilft das wenig – die Verwirrung greift auf ihn über. Der Kandidat zieht den Publikumsjoker, 64 Prozent votieren für Antwort B. Wurch folgt der Mehrheit und liegt falsch. Korrekt wäre Antwort A gewesen, gemeint im Sinne von „heller Wahnsinn“ oder „in heller Aufregung“. Statt weiterzukommen, fällt er auf 500 Euro zurück.

Jauch kommentiert die Szene ungewohnt deutlich mit den Worten: „Ich finde das hart“. Später gibt er zu, selbst bis zuletzt „ein Brett vorm Kopf“ gehabt zu haben.

Auswahlfrage sprengt den Zeitrahmen

Nach dem Aus von Wurch soll eine neue Auswahlfrage den nächsten Kandidaten bestimmen – doch auch diese sorgt für fassungslose Gesichter. Die Aufgabe lautet:

Gehen Sie als Kuh, Hündin, Sau und Ente in den folgenden Begriffen buchstäblich auf Partnersuche!

• A: Blutsbrüder

• B: Leberkäse

• C: Winterpelz

• D: Meerestiere

Innerhalb von 20 Sekunden sollen in allen vier Begriffen die jeweils passenden „Partner“ gefunden werden. Eine Herausforderung, die selbst dem erfahrenen Moderator zu viel erscheint. Jauch reagiert hörbar irritiert: „Hä? Leute, was ist denn hier los?“ – und rettet sich mit Galgenhumor: „Ich befinde mich in dunkelster Aufregung.“

Noch vor der Auflösung steht für ihn fest: „Das kann keiner in 20 Sekunden hinbekommen“. Tatsächlich scheitern alle Kandidaten, eine zweite Auswahlfrage wird nötig.

Jauch droht mit Abbruch

Nach gleich zwei extremen Rätselrunden in einer Sendung platzt Günther Jauch schließlich der Kragen. Spontan schlägt er einen neuen Titel vor: „Wer gewinnt hier im Ausnahmefall 100 Euro?“ Und er legt nach: „Wenn jetzt nochmal so etwas kommt, brechen wir die Sendung ab.“

Seine ironische Idee für den Ernstfall: Die Kandidaten einfach direkt aus den Geldkoffern in der Studiomitte auszahlen. Immerhin beruhigt sich die Lage anschließend wieder.

Die nächste Auswahlfrage ist lösbar – und Kandidatin Carolin Schönknecht-Albinus beweist, dass es auch anders geht. Sie spielt sich souverän bis zu 125.000 Euro nach vorne und sorgt doch noch für ein versöhnliches Ende einer denkwürdigen „Wer wird Millionär?“-Folge.

Quellen