Filme

Filmkritik: Meisterdetektiv Pikachu mit Ryan Reynolds

Mit Pokémon: Meisterdetektiv Pikachu erscheint die erste Realverfilmung der gleichnamigen Spiele- und Anime-Reihe.

Meisterdetektiv Pikachu
Meisterdetektiv Pikachu ab 09. Mai im Kino Foto: Warner Bros.

Für viele Pokémon-Fans wird nun endlich ein Traum wahr: Die geliebten Wesen sind ab kommendem Donnerstag, dem 9. Mai, zum ersten Mal in einer Realverfilmung zu sehen. Nach bisher 22 Anime-Filmen wurde das auch endlich Zeit.

Aber ist es überhaupt möglich einen Anime-Film „real“ gut umzusetzen? Viele Filme (Attack on Titan, Death Note) zeigten bereits, dass es nicht leicht ist, diese beiden Genres zu kombinieren. Oft wirken die Charaktere plump und unrealistisch. Meine Hoffnungen und Erwartungen vor dem Film waren hoch.

Meisterdetektiv Pikachu: Inhalt

Die Handlung spielt in der fiktiven Stadt „Ryme City“, in der Menschen und Pokémon ein harmonisches Leben miteinander führen. Als Tim (Justice Smith) erfährt, dass sein Vater Harry vermisst wird, begibt er sich auf die Suche nach ihm. Dabei hilft ihm Harrys Pokemon-Partner Pikachu (Stimme: Ryan Reynolds bzw. Dennis Schmidt-Foß), der sich selbst einen Meisterdetektiv nennt. Eine Sache ist hier allerdings ungewöhnlich: Tim und Pikachu sind dazu in der Lage einander zu verstehen.

Während ihrer Suche entdecken Tim und Pikachu immer mehr Hinweise darauf, dass die friedliche Koexistenz von Mensch und Pokémon gefährdet ist.

Pikachu als charmanter Herzensbrecher

Die erste Besonderheit des Films ist die umfassende Liebe zum Detail. Alle gezeigten Pokémon sind hinreißend und nahezu perfekt in Szene gesetzt. Egal ob Glurak oder Pummeluff, die Pokémon während des Films anzusehen, ist allein schon ein Erlebnis.

Die Action-Szenen sind ein Hingucker. Pokémon-Kämpfe bringen Fans das Gefühl des Spiels zurück und zeigen Neulingen, wie cool ein Kampf zweier starker Pokémon sein kann. An vielen Stellen hatte ich das Bedürfnis direkt nach dem Film die alte Nintendo-Konsole auszukramen und mich selbst als Trainer zu beweisen.

Vor allem Pikachus Auftreten wird vielen Frauen im Kinosaal das Herz schmelzen lassen. Dem knuffigen, kleinen Detektiv wird durch Ryan Reynolds Stimme und Humor ordentlich Charakter eingehaucht. Genau das machte den Film witzig und charmant, auch wenn viele Witze teilweise eher flach ausfallen.

Bei den übrigen Charakteren sah das leider schon etwas anders aus. Tim und die engagierte Journalistin Lucy (Kathryn Newton) sind mir an manchen Stellen zu überzogen und unrealistisch dargestellt. Was verkraftbar ist, denn die Pokémon gleichen diese Mängel aus.

Außerdem gibt es oft spannende Situationen, die viel zu simpel gelöst werden. Dadurch verliert die Handlung immer mehr Glaubwürdigkeit.

Meisterdetektiv Pikachu: Fazit

Alles in Allem ist der Film schön anzusehen. Als eingefleischter Pokémon-Fan habe ich vielleicht trotzdem etwas zu viel von der Story erwartet. Nach den ersten paar Szenen ist allerdings eigentlich schon klar, worauf der Film hinauslaufen wird.

Für Kinder und Fans ist „Meisterdetektiv Pikachu“ trotzdem auf jeden Fall ein Muss. Weniger vorhersehbar, wäre der Pokémon-Film für mich ein Highlight des Jahres geworden. Ich hoffe dennoch sehr, dass Regisseur Rob Letterman einen weiteren Realfilm rund um das Pokémon-Universum drehen wird.

Von Sarah Habibi

Zu den Kinohits im Juni gehören Supergirl, Masters of the Universe, The Furious, Scary Movie 6 und Disclosure Day. - Foto: TVM-Montage (Universal, Sony, Paramount, Warner Bros., Capelight Pictures)
Filme
Die 5 wichtigsten Kinofilme im Juni – und zwei Geheimtipps, die unterm Rader fliegen

Viel Fantasy, die Rückkehr einer Kult-Comedy und der vielleicht beste Actionfilm der letzten 20 Jahre. Die Kinofilme im Juni haben so einiges zu bieten – inklusive zweier Geheimtipps.

Fußballspieler in dunkelblauem Trikot und hellen Shorts auf dem Spielfeld. Er blickt konzentriert nach vorne und berührt mit einer Hand seine Schulter. Im Hintergrund sind die verschwommenen Ränge eines voll besetzten Stadions zu sehen, während ein weiterer Spieler unscharf am Bildrand erscheint. Die Aufnahme vermittelt eine Spielsituation während eines internationalen Fußballspiels. - Foto: IMAGO / Uwe Kraft
Fußball-WM
Nico Schlotterbeck: Mit diesem Reality-Star ist er verwandt

Bundesliga-Star hier, Reality-TV-Flirt dort – bei diesem Promi-Duo hätte wohl kaum jemand auf eine familiäre Verbindung getippt. Doch hinter dem Namen Schlotterbeck steckt nicht nur geballte Fußball-Power, sondern auch überraschendes Kuppelshow-Potenzial.

Man sieht das Gears-Team rund um Marcus Fenix mit Waffen bereitstehen. - Foto: XBOX/Microsoft/The Coalition
What really grinds my gears …
„Gears of War: E-Day“: Die alteingesessene Shooter-Reihe meldet sich noch dieses Jahr zurück

Die „Gears of War“ drehen sich wieder – und diesmal wird eine Origin-Story rund um Marcus Fenix und seinen Kumpel Dom erzählt …

Eine Person in einer schweren Steampunk-Rüstung feuert mit einem Flammenwerfer. - Foto: inXile Entertainment
Games
„Clockwork Revolution“: Neuer Trailer präsentiert mehr von dem Xbox-Exclusive

Steampunk, Zeitreisen und eine Stadt, die sich durch jede Entscheidung verändert: Mit „Clockwork Revolution“ hat Xbox beim Games Showcase 2026 eines der ambitioniertesten Projekte der kommenden Jahre erneut ins Rampenlicht gerückt.

Nico Schlotterbeck zeigt seine Muskeln nach einem Tor bei der EM 2024. - Foto: IMAGO / Moritz Müller
Fußball
Nico Schlotterbeck: Frau, Bruder & Gehalt des BVB-Stars

Er ist einer der Stammverteidiger im BVB-Trikot und fest im DFB-Kader verankert: Nico Schlotterbeck. Hier gibt's alle Infos zu Freundin, Bruder, Größe, Instagram, Karriere und Gehalt.

EIne Person läuft in rot-ausgeleuchteter Dunkelheit auf Zombies zu.  - Foto: Xbox/Microsoft
Walking the Dead
„State of Decay 3“: Jenseits der Verwesung – So sieht das Gameplay aus

Sieben Jahre nach der ersten Ankündigung gibt es endlich handfeste Neuigkeiten zu „State of Decay 3“. Im Rahmen des Xbox Games Showcase 2026 hat Entwickler Undead Labs erstmals echtes Gameplay gezeigt – und dabei verraten, wohin die Reise für die Zombie-Reihe geht.