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Filmkritik: „Fighting with my Family“ von Dwayne Johnson

Die neue Tragikomödie „Fighting with my Family“ von und mit Dwayne Johnson behandelt den Aufstieg der jungen Wrestlerin „Paige“.

Fighting with my Family
Paige und ihre Familie im eigenem Wrestling-Studio / Metro-Goldwyn-Mayer Pictures Inc.

Dwayne “The Rock” Johnson wieder im Ring zu sehen, ist für viele Wrestling Fans schon Grund genug seinen neuen Film „Fighting with my Family“ zu besuchen. Auch wenn der Filmstar nur als Gast in der Tragikomödie auftritt und eher hinter den Kulissen sein Können entfaltet, wird sein Name auch hier schon reichen, um aus dem Film einen Kassenhit zu machen.

Doch was steckt tatsächlich im Film und lohnt sich das Ansehen auch für vollkommene Wrestling-Banausen, wie ich es bin? Ist er vollgestopft mit Stereotypen oder eine Bereicherung für den beliebten Sport? Das sind Fragen die ich mir vor Beginn der Vorstellung gestellt habe. Wenn ich ehrlich bin, habe ich meine Erwartungen eher bedeckt gehalten, denn niemand möchte im Kino sitzen und zwei Stunden lang enttäuscht werden.

 
 

„Fighting with my Family“: Inhalt

„Fighting with my Family“ erzählt die Geschichte der jungen Wrestlerin Saraya-Jade „Paige“ Bevis (Florence Pugh) und ihrer Familie. Bereits im Kindesalter beginnt Paige fürs Wrestling zu brennen. Kein Wunder, denn ihre gesamte Familie war bereits Teil der Szene. Ihr Vater Ricky (Nick Frost) führt zusammen mit seiner Frau Julia (Lena Headey) einen nicht allzu gut laufenden Wrestling-Club, in dem Schüler trainiert und Shows aufgeführt werden. Dabei treten sie zusammen mit Paige und ihrem Bruder Zak (Jack Lowden) als Familie auf.

Als die beiden Geschwister schließlich den Anruf erhalten, dass sie bei einem Ausbildungsprogramm der WWE teilnehmen dürfen, eröffnet sich ihnen eine Chance, von der beide schon lange geträumt haben.

 

Nicht nur für WWE-Kenner

Paige während ihrer Ausbildung zu verfolgen, war an vielen Stellen interessant. Der Sport wurde mir auf einfache Weise näher gebracht, viel Wissen existierte vorher nicht wirklich. Klischees wie „Das ist doch sowieso alles nur Show“ wurden mit Humor dementiert, sodass jeder verstehen kann, wobei es sich beim Wrestling wirklich handelt.

Sicher hat das Mitwirken von Wrestling-Star Dwayne Johnson dazu beigetragen, dass der Sport an sich nicht verfälscht dargestellt wird. Die Leidenschaft zum Wrestling wird sehr anschaulich und mitfiebernd dargestellt.  Zu sehen wie Trainer Hutch Morgan (Vince Vaughn) Paige und ihre Konkurrenten durch Los Angeles treibt, hat selbst mich in meinem bequemen Kinosessel schwitzen lassen.

Die Kombination aus hartem Training und den emotionalen Schwierigkeiten der 18-jährigen Außenseiterin, haben mich oft denken lassen: „Wo ist der Komödien-Teil in dieser Tragikomödie?“  

Die im Gothic-Stil gekleidete Engländerin muss sich während der Ausbildung mit großen, schlanken Blondinen messen, die vorher als Models oder Cheerleader unterwegs waren.

Trotzdem ist der Film nicht zu einem Teenie-Mädchen-Drama mutiert. Regisseur Stephen Merchant, der selbst auch eine kleine Rolle im Film spielt, hat es geschafft die Probleme einer jungen, heranwachsenden Frau mit der Existenzkrise einer Familie und der Bewunderung für eine Sportart zu kombinieren.

Schlussendlich würde ich den Film definitiv weiterempfehlen. Nicht nur Wrestling-Kenner werden auf ihre Kosten kommen. Auch alle, die noch nicht mit dem Sport in Verbindung getreten sind, werden den Kinobesuch nicht bereuen. „Fighting with my Family“ hat jetzt schon auf jeden Fall einen Platz in meiner Bluray-Sammlung verdient.

Von Sarah Habibi



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