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Far Cry 6: Das Shooter-Highlight im Test

Viva la revolución! Diesen Ausruf soll "Far Cry 6" zumindest aus den Spielern hervorlocken, wenn sie eine Militärbasis auf der fiktiven Insel Yara erobern. Ob dies auch eintritt oder eher nur ein müdes Gähnen entsteht, erfahrt ihr in unserem Test.

"Far Cry 6": Die vier wichtigsten Fakten zum Shooter-Highlight!
In "Far Cry 6" müsst ihr Antón Castillo stürzen. Foto: Ubisoft
Inhalt
  1. „Far Cry 6“: The Revolution Will Not Be Televised
  2. „Far Cry 6“: Talkin' Bout a Revolution
  3. „Far Cry 6“: Revolution Radio
  4. „Far Cry 6“: Can´t Kill The Revolution

Der Anfang von „Far Cry 6“ wirft euch direkt ins Geschehen: Ihr steht als Spielfigur Dani mit zwei Freunden auf dem Dach eines Hauses des Insel-Staates Yara. Ihr wollt eigentlich in die USA fliehen, denn das Regime von Antón Castillo lässt den Menschen keine Freiheiten. Als einer eurer Freunde erschossen wird, müsst ihr euch durch eine Stadt voller Militärs schleichen, nur um auf einem Boot mit Diego zu landen, Antóns Sohn.

 

„Far Cry 6“: The Revolution Will Not Be Televised

Nach einem grausamen Akt durch den Diktator landet Dani über Umwege bei der Guerillas von Libertad. Eure Aufgabe ist es, die vereinzelten Widerstandsbewegungen zu vereinen und Castillo ein für alle Mal zu stürzen. Dafür macht ihr das, wofür „Far Cry“ spätestens seit dem dritten Teil bekannt ist: In einer Open World für Chaos sorgen.

Denn ein Spiel der leisen Töne ist „Far Cry 6“ nicht geworden. Im Gegenteil, ihr ballert euch in einem enorm hohen Tempo durch Yara, werdet von Helikoptern verfolgt und entschwindet auf dem Rücken eines Pferdes im Unterholz des Dschungels. Oder ihr schickt einen eurer Tierkumpanen vor, um für Verwirrung in einer Militärbasis zu stiften und die restlichen Wachen danach zu beseitigen. Zur Abwechslung gibt es Jetski-Rennen durch mit Bomben besetzten Parcours, Überfälle auf Konvois oder das Ausschalten von Flak-Stationen. Man merkt schnell: Hier ist viel los.

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„Far Cry 6“: Talkin' Bout a Revolution

Was deshalb merkwürdig ist, da „Far Cry 6“ versucht, eine differenzierte Geschichte zu erzählen. Die ist zwar nicht sonderlich originell und ziemlich vorhersehbar, hat aber immer wieder ihre starken Momente. Wenn Dani zum Beispiel mit einer Guerilla-Partnerin darüber spricht, wie es nach der Revolution weitergeht, ist das sehr spannend und reflektiert geschrieben. Auch die Performances der Darsteller, egal ob im Motion Capture oder im Voice Acting können sich sehen und hören lassen. Aber diese Momente gehen in dem Krach und der Absurdität des Spieles unter, denn ein Pullover-tragender Alligator, der Gegner frisst, oder eine Waffe die mit Schallplatten tötet, wird vielen Spieler*Innen länger im Gedächtnis bleiben.

Aber das ist ok, denn seinen Krawall weiß „Far Cry 6“ äußerst gut in Szene zu setzen. Die Grafik ist, zumindest auf der PS5 oder auf einem High-End-PC mit RayTracing-Unterstützung, eine Augenweide und erschafft gerade bei Sonnenuntergang oder Sonnenaufgang traumhafte Momente. Dafür sorgt auch Yara an sich, denn die Insel ist riesig und abwechslungsreich, nur die Fortbewegungsmittel sind in der Steuerung leider meist etwas bockig. So vertraut man lieber auf die gute alte Schnellreisefunktion, als die Welt noch intensiver zu erkunden. 

 

„Far Cry 6“: Revolution Radio

Eine wichtige Neuerung gegenüber den Vorgängern ist die Art, in der eure Figur besser wird. Denn statt Level oder einem Skillsystem ist es die Ausrüstung, die euch besseren Schutz liefert oder höhere Durchschlagskraft mit sich bringt. Dazu kommen noch diverse Formen von Spezial-Munition, die gegen bestimmte Gegner-Typen effektiv ist. Gerade gegen Ende müsst ihr euer Arsenal aus drei Haupt- und einer Nebenwaffe gut auf die kommenden Aufgaben vorbereiten, da manche Gegner schlichtweg resistent gegen bestimmte Kugelarten sind. Die Idee dahinter ist, dass ihr eure Waffen häufiger wechseln müsst. aber es ist eher frustrierend, wenn ihr einen Gegner nicht besiegen könnt, weil ihr schlichtweg falsch ausgerüstet seid. Also müsst ihr zurück zu einer der Werkbänke, um euch neu einzustellen.

Das führt zu einem der gefühlt 1000 Untermenüs. Ständig wird das Spielgeschehen davon unterbrochen, dass ihr Dinge auswählen müsst, umrüsten oder vielleicht nur das Aussehen einer Waffe oder eines Gegenstandes ändern wollt.

 

„Far Cry 6“: Can´t Kill The Revolution

So wird der Spielfluss häufig gestört, was schade ist. Denn wenn er da ist, ist „Far Cry 6“ einmal in Fahrt ist, fällt es nur schwer, sich von dem Chaos loszureißen. Die Neuerungen in der Serie sind spannend, auch wenn manche eher für Kopfschütteln sorgen. So ist das Spiel nicht das neue Open-World-Shooter-Highlight geworden, unterhält mit einer coolen Spielwelt und viel zu tun trotzdem sicherlich noch über Wochen hinaus.

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