„Fallout 76: Burning Springs" bringt den Ghul und die perfekte Serien-Begleitung!
Mit „Burning Springs“ steht das größte Update von „Fallout 76“ seit Jahren bevor – parallel zum Start der 2. Staffel von „Fallout“ auf Prime Video. Wir konnten selbst mehrere Stunden anspielen – und das Gamepad nur schwer weglegen!
Die genannten Produkte wurden von unserer Redaktion persönlich und unabhängig ausgewählt. Beim Kauf in einem der verlinkten Shops (Affiliate Link bzw. mit Symbol) erhalten wir eine geringfügige Provision, die redaktionelle Selektion und Beschreibung der Produkte wird dadurch nicht beeinflusst.

Hand aufs Herz: Das Gaming-Geschäft kann manchmal richtig brutal sein. Als „Fallout 76“ 2018 auf die Welt losgelassen wurde, waren die Erwartungen riesig – und die Enttäuschung über den inhaltsleeren und technisch desaströsen Multiplayer-Auftakt der legendären Franchise fühlte sich an, als ob eine Atombombe im Vault fehlgezündet wäre. Kaum jemand hätte damals geglaubt, dass Bethesda das Spiel noch einmal in die richtige Bahn lenken könnte. Heute wäre so ein Flop vermutlich schneller als man sich versieht auf dem virtuellen Videospiel-Friedhof gelandet (RIP Concord & Co.). Doch ähnlich wie bei „No Man’s Sky“ gelang ein unglaubliches Comeback, dessen Ende noch lange nicht absehbar ist.
Mit inzwischen über 60 großen Updates, neuen Regionen, Fraktionen und Features ist das Online-Rollenspiel heute so beliebt wie nie – nicht zuletzt durch den Hype rund um die erste Staffel der „Fallout“-Serie auf Prime Video. Damals schoss die Zahl der gleichzeitigen Spieler:innen bei Steam auf einen Rekordwert von 73.000 – über sechs Jahre nach Release! Diesen Wert will Bethesda im Dezember im besten Fall noch einmal übertreffen. Denn pünktlich zum Start von „Fallout“ Staffel 2 erscheint das nächste Kapitel für alle Überlebenden im Ödland: das kostenlose Burning Springs DLC. Auf einem Preview-Event durfte ich bereits rund 2,5 Stunden anspielen – und kann mich den Worten der Entwickler:innen nur anschließen: Es gab noch nie einen besseren Zeitpunkt, um mit Freunden einen Abstecher ins Ödland zu wagen.
Willkommen im postnuklearen Ohio mit dem Ghul

Mit „Burning Springs“ erweitert Bethesda die Welt von Fallout 76 um eine komplett neue Region: das verbrannte, wüstenhafte Ohio. Statt grüner Hügel wie in Appalachia gibt es hier Staub, Feuer, Ruinen und lebensfeindliche Ödnis, die sofort Erinnerungen an „Fallout 3“ und „New Vegas“ wecken – und natürlich an die Serie auf Prime Video.
Schon in den ersten Minuten unserer Session fühlte sich „Burning Springs“ klassisch nach Fallout an: Erste Kämpfe gegen mutierte Schweinchen, dazu die brandneue Siedlung Highway Town, die mit spannenden NPCs aufwartet.
Ein absolutes Highlight ist der Auftritt des Ghuls – bekannt aus der Serie. Im hinteren Teil des Saloons „Last Resort“ trafen wir auf den ikonischen Charakter, der in „Fallout 76“ von Walton Goggins verkörpert wird (The White Lotus, The Shield). In unserer Preview fehlte zwar noch die finale Synchronisation, doch optisch ist der Ghul sehr gelungen – und er spielt auch eine zentrale Rolle im Update.
Spaßige Kopfgeldjagd im Ödland
Der Ghul liefert nicht nur zynische Sprüche, sondern vor allem die neuen Kopfgeldjagd-Missionen – ein Novum in Fallout 76. Dabei gibt es zwei Arten von Aufträgen:
„Grunt Hunts“: kleine Missionen für schnelle Erfahrung, Kapseln und Items.
„Head Hunts“: große öffentliche Events mit besonders gefährlichen Zielen, an denen mehrere Spieler:innen gleichzeitig teilnehmen können.
Die Belohnungen können sich sehen lassen: legendäre Items, Mods – und mit etwas Glück sogar der Revolver des Ghul aus der Serie.
Wir durften an einem dieser Head Hunts teilnehmen – allerdings erst, nachdem wir den Ghul von unseren Fähigkeiten überzeugt hatten. Im Multiplayer machten die Aufträge richtig Spaß: Wellen von Gegnern, Teammitglieder wiederbeleben, gemeinsame Action – das fühlte sich dynamisch und lohnend an, auch wenn die Kämpfe manchmal etwas hölzern wirkten. Am Ende gab es individuellen Loot für alle.
Fallout 76: Es hat sich richtig viel getan
Ich gebe offen zu: Mit dem ursprünglichen „Fallout 76“ wurde ich nie richtig warm. Vor allem das leere Quest-Design zum Launch war eine herbe Enttäuschung. Doch beim Anspielen von „Burning Springs“ war ich überrascht, wie stringent und erzählerisch vielfältig die Missionen inzwischen sind.
Die Atmosphäre erinnerte mich an „Dying Light“ – natürlich ohne Parkour, aber mit einer Bevölkerung, die sich zwischen Mutanten und brutalen Fraktionen behaupten muss. Besonders cool: Immer wieder tauchen andere Spieler:innen im Ödland auf, die ähnliche Missionen verfolgen und spontan Schützenhilfe leisten. Dieser soziale Aspekt machte Fallout 76 schon 2018 spannend – aber erst jetzt, nach über 60 Updates, fühlt es sich an, als sei das Spiel auf seinem Höhepunkt angekommen.
Umso bemerkenswerter: Alle Updates, inklusive Burning Springs, sind weiterhin kostenlos für alle Fallout-76-Spieler:innen.
Fazit zu unseren Eindrücken von „Fallout 76: Burning Springs“
Die Comeback-Story von Fallout 76 steuert auf ihren nächsten Höhepunkt zu. Mit dem Burning Springs DLC erscheint parallel zur 2. Staffel auf Prime Video die perfekte Serien-Begleitung. Das Videospieldebüt von Walton Goggins als Ghul, der Kopfgeldjagden ins Spiel bringt, ist ein brillanter Coup – noch mehr überzeugt aber, wie viel sich bei Quest-Design, Atmosphäre und Multiplayer getan hat. Natürlich merkt man „Fallout“ technisch an, dass das Spiel mittlerweile fast acht Jahre auf dem Buckel hat und zeitweise auch etwas altbacken und hölzern wirkt - gerade auch für Neueinsteiger:innen. Doch wir hatten trotzdem richtig viel Spaß beim Durchstreifen des Ödlands in „Fallout 76: Burning Springs“ und freuen uns schon auf den spannenden Serien-Crossover im Dezember.


![Fallout 76 (inkl. Wastelanders) - [PlayStation 4]](https://m.media-amazon.com/images/I/512DJbKoiSL._SL500_.jpg)





