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Das Grauen reist zurück in die Dreißiger

„ES – Welcome to Derry“: Staffel 2 bestätigt! Um diese Tragödie geht es diesmal

„ES – Welcome to Derry“ bewies im Staffel-1-Finale, dass es sich um weit mehr als nur ein Prequel handelt. So wird Staffel 2 die Geschichte fortsetzen, obwohl die Handlung weiter in die Vergangenheit springt.

Pennywise mit offenem Mund und Blut in seinem Gesicht.
Pennywise macht im Finale einen kleinen Ausflug mit den Kindern von Derry. Foto: Brooke Palmer/HBO

Mit der achten Episode „Winter Fire“ endet die erste Staffel von „ES – Welcome to Derry“ mit einem scheinbaren Happy End. Nach einer letzten, grausamen Eskalation scheint die Stadt Derry zwar vorerst gerettet – doch das Finale macht unmissverständlich klar: Pennywise ist noch lange nicht besiegt. Statt eines endgültigen Schlussstrichs legt die Serie zahlreiche Spuren, die direkt in die zweite Staffel führen werden.

Der letzte Angriff: Nebel, Blut und ein Marsch ins Verderben

Zu Beginn des Finales legt sich ein dichter Nebel über Derry. Der Auslöser: Das Militär hat einen der mysteriösen Pfeiler zerstört, die das Wesen ES bislang in Schach hielten. Die Konsequenz ist verheerend. Pennywise nutzt den Moment, um die Kinder der Stadt zu kontrollieren und sie wie in einem makabren Rattenfänger-Zug aus Derry hinauszuführen.

Lily, Marge und Ronnie folgen der blutigen Spur des Clowns, um ihre Freunde zu retten. Parallel dazu schmieden die Erwachsenen einen eigenen Plan, um das Monster endlich aufzuhalten. Was folgt, ist ein brutales Aufeinandertreffen auf dem Eis.

Das Trauma von Derry

Die vielleicht verstörendste Sequenz der gesamten Staffel ereignete sich allerdings schon in Episode 7: der Brand des Black Spot. Weiße Männer setzen den Schutzraum schwarzer Soldaten in Brand – zahlreiche Menschen sterben. Nicht zum ersten Mal macht die Serie hier unmissverständlich klar, dass der wahre Horror nicht nur übernatürlich ist.

Rich stirbt bei dem Versuch, Marge zu retten und sein Tod hat auch im Staffelfinale noch Konsequenzen. Hank Grogan, der zuvor zu Unrecht für den Mord an mehreren Kindern beschuldigt wurde, riskiert später alles, um Will aus Pennywises Gewalt zu befreien.

Die Serie verknüpft persönliches Opfer, strukturellen Rassismus und übernatürlichen Terror zu einem düsteren Gesamtbild: Menschen sind auch ohne übernatürliches Zutun zu monströsen Grausamkeiten fähig.

Pennywise und die Zeit: Die größte Enthüllung des Finales

Die entscheidende Wendung des Finales kommt jedoch mit einer schockierenden Offenbarung: Pennywise erlebt Zeit nicht linear. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft existieren für ihn gleichzeitig. In einer zentralen Szene konfrontiert er Marge mit der Wahrheit, dass sie eines Tages einen Sohn haben wird – Richie Tozier, den späteren Gegner aus den „ES“-Filmen.

Damit wird klar: Pennywise weiß, dass Richie maßgeblich zu seinem Untergang beitragen wird. Sein Plan ist entsprechend perfide: Er will Richie verhindern, indem er seine Existenz aus der Zeit löscht. Der Angriff auf Marge ist also kein Zufall, sondern Teil eines viel größeren, zeitübergreifenden Kalküls.

Diese Enthüllung macht Pennywise gefährlicher denn je – und „ES – Welcome to Derry“ deutlich spannender. Als bloßes Prequel stand schließlich schon fest, dass Pennywise nicht in der Serie, sondern erst in „ES: Teil 2“ besiegt wird. Doch auch, wenn wir uns zeitlich mit jeder Staffel weiter in die Vergangenheit bewegen, lernt ES dazu und kann frühere Ereignisse verändern, um – vielleicht – doch noch zu siegen.

Ein trügerischer Sieg

Am Ende gelingt es den Kindern und Erwachsenen im Staffel-1-Finale, den letzten Pfeiler zu setzen. IT wird erneut in Derry eingeschlossen und verfällt für weitere 27 Jahre in einen Schlaf. Doch der Sieg ist brüchig. Pennywise existiert weiterhin in allen Zeitlinien vor 2016. Jede Generation muss ihn erneut bekämpfen – sonst wird die Geschichte neu geschrieben.

Ein kurzer Zeitsprung ins Jahr 1988 unterstreicht diese Bedrohung: Beverly Marsh trauert um ihre Mutter, als Ingrid Kersh auftaucht – weiterhin besessen von Pennywise. Ihre Botschaft ist eindeutig und ergibt nach der Zeit-Enthüllung noch mehr Sinn: In Derry stirbt nichts wirklich.

„ES – Welcome to Derry“: Wann startet Staffel 2?

Schon bevor die erste Staffel von „ES – Welcome to Derry“ erschienen ist, wurde ein Drei-Staffeln-Plan angedeutet. Nach 1962 in Staffel 1 soll die Serie in der 2. Staffel weiter zurückspringen – ins Jahr 1935, mit Fokus auf das Bradley-Gang-Massaker und Ingrids Vergangenheit. Eine mögliche dritte Staffel dürfte das Jahr 1908 erreichen, lange vor den Ereignissen der Filme.

„ES – Welcome to Derry“ Staffel 2 ist also, trotz Zeitsprung, mehr als ein Prequel zum Prequel, sondern der nächste Schritt im Plan von ES, der uns zeitgleich noch mehr über die düstere Vergangenheit von Derry verrät.

Mittlerweile hat HBO die Fortsetzung offiziell bestätigt, mit einer Veröffentlichung ist dennoch frühstens im Herbst 2027, vermutlich aber erst im Jahr 2028 zu rechnen. Ob bis auf Bill Skarsgård als Pennywise noch andere Darsteller und Figuren zurückkehren werden, ist noch nicht bekannt.

Quelle
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