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"Dunkelstadt"-Star Artjom Gilz: "Ich spiele viel lieber den Bösewicht" | Interview

Mit "Dunkelstadt" läuft auf ZDFneo eine neue Detektiv-Serie. Im Interview spricht über Artjom Gilz über die Folgen und Staffel 2

Dunkelstadt Artjom Gilz
Artjom Gilz spielt den Kripobeamten Chris Lautner in "Dunkelstadt". Foto: ZDF

Seit Ende Februar läuft auf ZDFneo immer mittwochs um 21.45 Uhr die neue Detektiv-Serie "Dunkelstadt". In den Hauptrollen sehen wir Alina Levshin als Doro Decker, Rauand Taleb als Adnan Musa und Artjom Gilz als Chris Lautner. Doro ist Privatdetektivin und ermittelt gerne auf eigene Faust. Doch ihr guter Freund Adnan will unbedingt Teil der Ermittlungen und ihres Berufs sein. Er wird zu ihrer liebenswerten rechten Hand.

Chris und Doro hingegen kennen sich noch aus der Polizeischule, wo ihre einstige Beziehung kein gutes Ende nahm. Nun nehmen sie wieder Kontakt auf und Chris spielt ihr als Kripobeamter Informationen zu. Ihre gemeinsame Vergangenheit holt die beiden wieder ein, jedoch scheint das Feuer wieder zwischen ihnen entzündet zu sein. Wir haben Artjom Gilz zum Interview gesprochen und einiges zu seiner Vorbereitung in der Rolle als Kripobeamter erfahren. 

TVMovie.de: Wie war es für dich in einer Crime-Serie, also auch in einem Projekt über längere Zeit mitzuspielen?

Artjom Gilz: Das tolle für mich länger in so einer Crime-Serie mitzuspielen war meine Figur viel weiter ausbauen zu können. Man macht über einen längeren Zeitraum eine Entwicklung mit und durch. Geschichten und Beziehung bekommen so die Chance sich organisch zu entwickeln.

Worin siehst du das besondere an der Serie?

Es ist nur sehr schwer zu verorten. Damit meine ich, dass die Zuschauer in eine Welt eintauchen, die so nur selten beleuchtet wird. Ich finde es super interessant, dass man mit der Hauptfigur Doro (Alina Levshin) mitgeht und die ganze Zeit durch den Voice-Over-Charakter der Serie Einblicke in ihre Gedankengänge bekommt.

Wie war es an der Seite von Alina Levshin zu spielen und wie lernt man sich in so einer Serie kennen?

Ich hatte zu Beginn relativ viel Drehzeit, obwohl die Figur Chris chronologisch ja erst später auftaucht. Ich habe mich sehr gut mit Alina verstanden. Man stellt sich aufeinander ein. Wir haben viel über die Figuren gesprochen und uns so natürlich dann auch besser kennengelernt.

Nach Auftritten in anderen TV-Krimiformaten spielst du jetzt einen Kripobeamten in „Dunkelstadt“, könntest du dir eine Rolle in einem Tatort vorstellen?

Ja auf jeden Fall. Jedoch muss ich zugeben, dass ein Tatort-Kommissar weniger was für mich wäre. Ich spiele viel lieber die Rolle des Bösewichts. (lacht) Die sind für mich als Schauspieler meistens viel tiefschichtiger und ich kann mich stärker daran abarbeiten.

Dunkelstadt? Was sagt uns der Titel der Serie? Hast du eine Idee, warum man nicht einen fancy englischen Namen gegeben hat?

Mit dem Titel Dunkelstadt lässt sich die Serie im Deutschen noch ganz anders verorten, als in der englischen Sprache. Ich finde auch den Klang des Titels „Dunkelstadt“ sehr gut.

Wie hast du dich auf die Rolle Chris gedanklich vorbereitet und dann in der Rolle gefühlt?

Wir wollten mit den Figuren um Doro und Chris etwas kreieren, das nicht typischen KommissarInnen entspricht. Es spielt in einer fiktiven Welt und unterscheidet sich schon sehr von der Machart anderer Crime-Formate wie SOKO oder Tatort. Speziell als Vorbereitung auf die Figur Chris habe ich mich mit dem Waffenumgang auseinander gesetzt, habe Unterhaltungen mit Polizisten darüber geführt, wie sie miteinander umgehen und wie ihr Beruf aussieht.

Wie würdest du die Beziehung zwischen Doro und Chris beschreiben? Was macht die Beziehung vielleicht auch so komplex?

Doro liegt Chris sehr am Herzen. Bei ihr scheint es ähnlich, sie lässt es einfach noch nicht so zu, aber es hängt auf jeden Fall was in der Luft. Chris hatte in der Vergangenheit auf der Polizeischule schon einmal Zugang zu ihr, aber hat es sich damals verscherzt. Darüber ist er sich bewusst und das macht es natürlich nicht einfacher.

Was denkst du hat die Distanziertheit Doros mit ihrer Vergangenheit zu tun und wie kann Chris ihr nun begegnen?

Chris scheint ein Mensch zu sein, der sich gerne um Andere kümmert. Deshalb ist er auch Polizist geworden, in der Fremdführsorge sieht er seine Bestimmung. Dazu kommt dann, dass er in Doro verliebt ist. Er versucht eine Stütze für sie zu sein, auch dahingehend ihre Dämonen der Vergangenheit aufzuarbeiten.

Die erste Staffel hat ein sehr überraschendes Ende. Was wünschst du dir für Chris in den nächsten Staffeln?

Oh also an Stelle der Zuschauer glaube ich würde ich mir wünschen, dass er es schaffen kann irgendwann zu Doro durchzudringen. Potenzial gibt es nach wie vor und er lässt ja auch nicht locker.

Du hast nun bei Dunkelstadt eine wichtige Rolle. Doch auch in Serien wie Charitè warst du schon zu sehen. Wie findest du den Trend von Netflix und Serien anderer Formate?

Zunächst einmal muss ich zugeben, dass ich es super finde, dass so viel produziert wird momentan. Das kommt natürlich mir und meinem Beruf zugute. (Lacht) Besonders das Format der Miniserien finde ich spannend. Als SchauspielerIn kann die gespielte Figur sehr viel tiefschichtiger behandelt werden, gleichzeitig schließt die Geschichte so rechtzeitig ab, dass sie einem nicht öde wird. Für die SchauspielerInnen und die ZuschauerInnen ist es natürlich auch von Vorteil, dass durch den wachsenden Anspruch und die Möglichkeiten die Qualität immer wieder gesteigert wird.

Kannst du schon Einblicke in deine Projekte der Zukunft geben?

Klar, sehr gerne. Ich bin zum einen Teil der ARD-Miniserie „Little America“, die bald erscheinen wird. Zum anderen bin ich gerade in der Planung für eine weitere Miniserie.

 

*Frederik Harms



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