Kino

„Disclosure Day“: Ende erklärt – Was wird am Ende geflüstert? Und wird es Teil 2 geben?

Steven Spielbergs Sci-Fi-Epos „Disclosure Day“ sorgt aktuell für jede Menge Gesprächsstoff. Vor allem das rätselhafte Ende wirft bei vielen Zuschauer:innen Fragen auf. Wir versuchen zu erklären.

Emily Blunt, Josh O'Connor & Co. sind in Disclosre Day in einem Haus.
Was bedeutet das Ende von „Disclosure Day“ wirklich? Foto: Universal Studios. All Rights Reserved.

In„Disclosure Day“ lässt Steven Spielberg bewusst viele Fragen offen und sorgt mit den letzten Minuten für reichlich Interpretationsspielraum. Vor allem die geheimnisvolle letzte Szene des Films beschäftigt derzeit Fans weltweit. Doch was steckt dahinter? Und deutet das Finale bereits auf eine mögliche Fortsetzung hin?

Achtung: Es folgen jetzt Spoiler zum Ende von „Disclosure Day“.

Das passiert am Ende von „Disclosure Day“

Im großen Finale gelingt es Margaret und Daniel, die jahrzehntelang geheim gehaltene Wahrheit über außerirdisches Leben öffentlich zu machen. Mithilfe von Archivaufnahmen wird enthüllt, dass die US-Regierung bereits seit dem Roswell-Zwischenfall 1947 von außerirdischen Lebensformen wusste und diese Informationen bewusst unter Verschluss hielt.

Während die Enthüllungen weltweit über Fernsehsender ausgestrahlt werden, erscheint schließlich ein lebendes Alien namens In Vivo 17. Es handelt sich um jenes Wesen, das Hugo Jahre zuvor heimlich aus der Gefangenschaft befreit hatte. Vor laufenden Kameras tritt das Alien erstmals direkt mit den Hauptfiguren in Kontakt.

Was sagt das Alien zu Daniel?

Genau diese Frage beschäftigt Fans derzeit am meisten. Kurz vor dem Abspann flüstert In Vivo 17 Daniel etwas ins Ohr. Die Worte werden allerdings weder für das Publikum hörbar gemacht noch später erklärt. Daniel versteht die Botschaft, lächelt und gibt sie anschließend an Margaret weiter. Diese kehrt daraufhin zum Nachrichtentisch zurück und sagt lediglich ein einziges Wort:

„Listen.“ („Hört zu.“)

Danach blendet der Film direkt in den Abspann über.

Die wahrscheinlichste Erklärung

Eine offizielle Auflösung liefert Spielberg nicht. Das scheint bewusst so gewollt zu sein.

Im Verlauf des Films wird mehrfach angedeutet, dass die Menschheit kurz vor einer globalen Katastrophe steht. Gleichzeitig erfährt das Publikum, dass die Außerirdischen Mitgefühl und Empathie als wichtigste Voraussetzung für das Überleben einer Spezies betrachten. Die Botschaft „Fürchtet euch nicht vor dem Unbekannten“ zieht sich ebenfalls wie ein roter Faden durch die Handlung.

Viele vermuten deshalb, dass das Alien Daniel eine Art Friedensbotschaft übermittelt hat. Möglicherweise handelt es sich um eine Warnung vor einem drohenden Krieg oder einen Aufruf zur Zusammenarbeit zwischen Menschen und Außerirdischen. Bestätigt wurde das bislang jedoch nicht.

Interessant: Hauptdarsteller Josh O'Connor verriet in einem Interview mit Gamesradar+, dass er selbst weiß, was das Alien gesagt hat. Verraten wollte er die Antwort allerdings nicht.

Warum wurden ausgerechnet Margaret und Daniel ausgewählt?

Ein Alien steht über einem jungen Kind in Disclosure Day
Warum Margaret und Daniel ausgewählt wurden, beantwortet der Film ziemlich eindeutig. Foto: Universal Studios. All Rights Reserved.

Im Film wird erklärt, dass Margaret und Daniel bereits als Kinder Kontakt mit den Außerirdischen hatten. Dabei erhielten sie besondere Fähigkeiten, die sie über Jahre hinweg miteinander verbinden. Warum gerade diese beiden Menschen ausgewählt wurden, beantwortet „Disclosure Day“ jedoch nie eindeutig.

Eine mögliche Theorie: Die Außerirdischen planten die große Offenlegung ihrer Existenz schon Jahrzehnte im Voraus und benötigten dafür genau diese beiden Personen.

Gibt es eine Post-Credit-Szene?

Nein. Wer bis ganz zum Ende des Abspanns sitzen bleibt, bekommt keine zusätzliche Szene zu sehen. Lediglich die Filmmusik von John Williams läuft weiter. Eine klassische Marvel-artige Vorschau auf kommende Ereignisse gibt es nicht.

Wird es „Disclosure Day 2“ geben?

Aktuell wurde kein zweiter Teil angekündigt. Auch wenn das Ende viele Fragen offenlässt, ist der Film für sich genommen ziemlich abgeschlossen. Schließlich erfüllt der Film die Grundprämisse des Titels: Die Existenz der Außerirdischen wird öffentlich gemacht. Damit ist die große Enthüllung vollzogen.

Ganz ausgeschlossen ist eine Fortsetzung natürlich nie. Sollte „Disclosure Day“ an den Kinokassen erfolgreich sein, könnte Universal Pictures versuchen, die Geschichte weiterzuführen. Derzeit deutet jedoch wenig darauf hin, dass Steven Spielberg eine direkte Fortsetzung plant. Und generell ist der Hollywood-Maestro selbst kein großer Freund von Film-Fortsetzungen.