Diego Pooths Freundin Louisa postet irritierendes Dubai-Video
Kaum zurück in Deutschland, sorgt ausgerechnet ein neues Dubai-Reel von Louisa Büscher für Stirnrunzeln. Während die Pooth-Familie erst vor wenigen Tagen die Rückkehr von Rocco aus der Krisenregion erleichtert feierte, setzt Diego Pooths Freundin nun auf Hochglanzbilder, Herzchen und Lifestyle-Vibes. Genau das wirkt in der aktuellen Lage extrem irritierend.

Erst vor wenigen Tagen war die Erleichterung bei den Pooths groß: Rocco Pooth konnte nach den turbulenten Tagen in Dubai wieder nach Deutschland zurückkehren. Zuvor hatte vor allem die aufwendige Rettungsaktion von Franjo Pooth für Schlagzeilen gesorgt. Die Familie stand nach den Berichten über Flugchaos, Unsicherheit und die angespannte Lage in der Region unter großem Druck.
Louisa Büscher: Dankbarkeit vs. Selbstdarstellung
Jetzt steht allerdings nicht die geglückte Rückkehr, sondern ein Instagram-Video von Diego Pooths Freundin Louisa Büscher, die kürzlich freiwillig bei GNTM ausstieg, im Mittelpunkt. In dem Reel lädt sie ihre Community sinngemäß dazu ein, einen Tag mit ihr in Dubai zu verbringen. Dazu zeigt sie Szenen im Bett, beim Styling, beim Sport, im Aufzug, im Bad, mit Essen und Getränken und präsentiert sich immer wieder in sexy Posen.
Zwar versucht Louisa, die rund zwei Wochen alten Video-Schnipsel rückblickend emotional einzuordnen. Sie erklärt, das Video stamme noch aus einer Zeit, „als noch alles normal war“, und betont, wie schnell sich Situationen verändern können. Außerdem betont sie, wie froh sie sei, wieder zuhause bei ihren Liebsten zu sein und wie wichtig Dankbarkeit sei. Das Problem ist nur: Die Bildsprache des Reels und die ernste Botschaft passen kaum zusammen.
Denn während es um Angst, Unsicherheit und eine eskalierte Lage gehen soll, dominieren in dem Video vor allem perfekt kuratierte Influencer-Bilder. Das Ergebnis wirkt weniger wie ein nachdenklicher Rückblick als vielmehr wie ein Lifestyle-Clip mit angehängter Moral. Genau dieser Widerspruch dürfte viele irritieren.
Der Eindruck, der entsteht: Louisa wollte ihren schönen Influcnerinnen-Conent irgendwie verwerten, damit ihr Styling und ihre Aufnahmen nicht vergebens waren ...
Heikler Zeitpunkt für ein Dubai-Reel
Besonders sensibel wird das Ganze durch den Zeitpunkt. Für die Vereinigten Arabischen Emirate gilt aktuell eine Reisewarnung, nachdem sich die Sicherheitslage in der Region massiv verschärft hat. Hintergrund sind Luftschläge gegen Ziele im Iran, Gegenangriffe und teils gesperrte Lufträume. Auch internationale Flughäfen in der Region waren davon betroffen.
Gerade deshalb wirkt ein Reel voller Spiegel-Selfies, Bikini-Aufnahmen und ästhetisch inszenierter Alltagsmomente unangemessen leichtfüßig. Natürlich darf Louisa ihre Erfahrungen verarbeiten, wie sie möchte. Doch wer ein ernstes Krisenerlebnis öffentlich rahmt, muss sich auch fragen lassen, welche Botschaft am Ende wirklich hängen bleibt.
Was an Dubai so problematisch ist
Dass das Video ausgerechnet in Dubai spielt, macht die Sache noch heikler. Denn die Glitzermetropole wird seit Jahren nicht nur für ihren Luxus-Lifestyle kritisiert, sondern auch für massive Menschenrechtsprobleme, eingeschränkte Meinungsfreiheit, die Benachteiligung von Frauen und queeren Menschen sowie die Ausbeutung vieler Arbeitsmigrant:innen, auf deren Rücken der Reichtum der Stadt mit aufgebaut wurde. Trotzdem wird Dubai von vielen Influencer:innen und Prominenten weiter als makellose Traumkulisse vermarktet, weil dort Sonne, Luxus und Steuerprivilegien locken.
Genau deshalb stößt ein solches Reel sauer auf. Wer in einem derart umstrittenen Umfeld hauptsächlich schöne Bilder, Selbstinszenierung und Wohlfühlbotschaften sendet, blendet die Realität gleich doppelt aus: einmal die akute Krise in der Region und gleichzeitig die strukturellen Probleme des Ortes selbst.
Was will Louisa mit dem Video eigentlich sagen?
Genau hier liegt der Knackpunkt. Louisa will offenbar zeigen, dass sich das Leben von einem Moment auf den anderen verändern kann. Diese Botschaft ist nachvollziehbar. Nur transportiert das Video sie kaum überzeugend. Statt einer klaren Reflexion über Angst, Unsicherheit oder die bedrückende Situation vor Ort bleibt vor allem ein Clip in Erinnerung, der sich optisch stark an den üblichen Mechanismen von Social Media orientiert: schöne Bilder, viel Inszenierung, viel Ich-Perspektive.
Das muss nicht automatisch böse gemeint sein. Aber es zeigt einmal mehr, wie schwer sich manche Influencer:innen damit tun, den richtigen Ton zu treffen, wenn Luxusästhetik auf eine reale Krisenlage trifft. Wer ein solches Erlebnis im Nachhinein mit Herzchen, Sport-Looks und Matcha-Momenten rahmt, riskiert schnell, dass jede eigentliche Botschaft verpufft.

Nach der Rettung jetzt die nächste Debatte
Für die Pooth-Familie endete das Drama um Rocco zuletzt immerhin mit einem Aufatmen. Die Rückkehr nach Deutschland wurde als emotionaler Familienmoment erzählt. Umso bemerkenswerter ist es, dass nun ausgerechnet Louisa mit einem Reel für Diskussionen sorgt, das wohl eigentlich nachdenklich wirken sollte, am Ende aber vor allem befremdlich inszeniert erscheint.
Und noch etwas fällt auf: Auch Verona Pooth lässt bislang einen wirklich kritischen Blick auf die eigene Entscheidung vermissen, mit der Familie ausgerechnet nach Dubai zu gehen. Statt grundsätzliche Fragen zu stellen, wirkt es eher so, als werde das Emirat trotz Krisenlage, problematischer Werte und politischer Risiken weiter als luxuriöser Lebensmittelpunkt verteidigt. Der Eindruck drängt sich auf, dass bei manchen Prominenten Luxus, Steuerfreiheit und Glamour am Ende wichtiger sind als Moral, Haltung und ein sensibler Umgang mit der Realität anderer Menschen.






