Schmunzelkrimi-Reihe

Die Toten von Salzburg: „Die letzte Reise“ – ein Mord, zwei Länder und niemand will ermitteln

Ein Mord genau auf der Grenze zwischen Österreich und Deutschland stellt die Ermittler vor ein Zuständigkeitschaos und mit Lu Frey mischt eine neue Kollegin den Fall zusätzlich auf. Wir haben Handlung, Kritik und Cast zum Film.

Lu Frey (Patricia Aulitzky) und Hubert Mur (Michael Fitz) versuchen den Mord im Salzbergwerk aufzuklären.
Lu Frey (Patricia Aulitzky) und Hubert Mur (Michael Fitz) versuchen den Mord im Salzbergwerk aufzuklären. Foto: ZDF/Lisa Kutzelnig

Mit „Die letzte Reise“ meldete sich die beliebte Schmunzelkrimi-Reihe „Die Toten von Salzburg“ am Mittwoch, 28. Januar 2026, um 20:15 Uhr im ZDF zurück und ist aktuell in der ZDF Mediathek verfügbar. Der zwölfte Film der Reihe setzt erneut auf einen ungewöhnlichen Mordfall, starke Schauplätze und das bewährte Zusammenspiel von Michael Fitz, Fanny Krausz und Erwin Steinhauer. Frischen Wind bringt Patricia Aulitzky als neue Ermittlerin ins Team.

Handlung: Mord genau auf der Grenze

Ein grausiger Fund im Salzbergwerk Hallein: Die Leiche eines charismatischen Reiseleiters liegt exakt auf der unterirdischen Grenze zwischen Österreich und Deutschland. Kopf und Oberkörper befinden sich auf deutschem Boden, Beine und Lenden auf österreichischem Gebiet. Ein Albtraum für jede Zuständigkeit – und ein Geschenk für das ohnehin notorische Kompetenzgerangel zwischen Salzburg und Traunstein.

Doch ausgerechnet jetzt will niemand ermitteln. Hubert Mur (Michael Fitz) steht kurz vor einer gewonnenen Kreuzfahrt, Irene Russmeyer (Fanny Krausz) probt für eine Musicalrolle, Alfons Seywald (Erwin Steinhauer) steckt mitten in einem Paarseminar. Bewegung kommt erst in den Fall, als Ludovika „Lu“ Frey frühzeitig ihren Dienst antritt.

Die Toten von Salzburg - Die letzte Reise: Irene Russmeyer (Fanny Krausz), Alfons Seywald (Erwin Steinhauer), Lu Frey (Patricia Aulitzk.) und Hubert Mur (Michael Fitz) sitzen zusammen im Café. Hubert Mur übergibt Irene Russmeyer eine Akte.
Im neuen Grenzfall rücken Mur, Russmeyer, Seywald und Neuzugang Lu Frey erstmals gemeinsam an einen Tisch. Foto: ZDF/Lisa Kutzelnig

Die ehemalige Zielfahnderin des Wiener BKA ist aus privaten Gründen nach Salzburg zurückgekehrt. Ihre Mutter leidet an Demenz und die Vergangenheit holt Lu ein. Beruflich dagegen macht sie sofort Tempo. Am Obduktionstisch treffen zwei Frauen aufeinander, die nichts voneinander wussten: die österreichische Ehefrau des Opfers und seine hochschwangere deutsche Lebensgefährtin. Der angebliche Abenteurer und Influencer führte ein perfektes Doppelleben.

Was zunächst nach einem klassischen Eifersuchtsmotiv aussieht, entpuppt sich als deutlich komplexer. Die Spuren führen tief in persönliche Abgründe, wirtschaftliche Interessen und eine Inszenierung, die weit über das hinausgeht, was Mur und Russmeyer zunächst vermuten.

Kritik: Neuer Schwung für die Schmunzelkrimi-Reihe

„Die letzte Reise“ gehört zu den stärkeren Filmen der Reihe. Schon die ersten Minuten machen klar, wie gut Patricia Aulitzky als neue Hauptfigur funktioniert. Ihre Ludovika Frey ist selbstbewusst, direkt und alles andere als harmoniesüchtig. Besonders im Zusammenspiel mit dem kauzigen Mur entstehen neue Reibungsflächen, die richtig Spaß machen und der Serie langfristig guttun werden.

Inhaltlich punktet der Film mit seinem außergewöhnlichen Schauplatz. Das Salzbergwerk Hallein ist nicht bloß Schauplatz des Mordes, sondern gibt mit seinen engen Stollen und dunklen Gängen den Ton für den gesamten Krimi vor.

Auch humoristisch bleibt sich die Reihe treu. Die privaten Eskapaden der Ermittler, das liebevolle Kompetenzgerangel und die pointierten Dialoge sorgen für eine gewisse Leichtigkeit, ohne dabei den Mordfall ins Lächerliche zu ziehen. Die Lösung des Falles fügt sich stimmig in die Erzählung ein und ergibt sich logisch aus den zuvor gelegten Spuren. Das Motiv der Tat ist klar nachvollziehbar, weil es aus persönlichen Verstrickungen entsteht und nicht konstruiert wirkt. Gerade weil der Film zunächst eine naheliegende Erklärung anbietet, bleibt der Weg zur Wahrheit bis zuletzt überraschend.

Cast: Bewährte Gesichter und starke Verstärkung

Neben Michael Fitz als Hubert Mur, Fanny Krausz als Irene Russmeyer und Erwin Steinhauer als Alfons Seywald überzeugt vor allem Patricia Aulitzky als neue Kollegin Lu Frey. In weiteren Rollen sind unter anderem Nikolaus Barton, Helmut Bohatsch, Natalie O’Hara, Sebastian Edtbauer, Michael Schönborn und Dany Sigel zu sehen.

Mit seinem ungewöhnlichen Schauplatz, der neuen Ermittlerin und der stimmigen Mischung aus Krimi und Humor gehört „Die letzte Reise“ zu den überzeugenderen Fällen der Reihe. Der Film steht seit dem 21. Januar 2026 in der ZDFmediathek zum Streamen bereit.

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