Hollywood trauert

Diane Keaton ist tot: „Annie Hall“- und „Der Pate“-Star stirbt mit 79 Jahren

Große Trauer in Hollywood: Schauspiellegende Diane Keaton ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Die Oscar-Preisträgerin wurde durch Filme wie "Der Pate" und "Annie Hall" weltberühmt.

Diane Keaton ist tot.
Hollywood trauert um eine der großen Schauspielerinnen unsere Zeit: Diane Keaton wurde 79 Jahre alt. Foto: IMAGO / ZUMA Press Wire

Hollywood trauert um eine Legende: Schauspiellegende Diane Keaton ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Das bestätigte gestern das US-Magazin People unter Berufung auf einen Sprecher der Familie. Demnach starb die Oscar-Preisträgerin in Kalifornien. Weitere Details und die Todesursache sind bislang nicht bekannt, die Angehörigen bitten um Privatsphäre in dieser schweren Zeit.

Dramatischer Rettungseinsatz am Haus von Diane Keaton

Wie das US-Promi-Portal „TMZ“ nun berichtet, soll es am Samstagmorgen zu einem Rettungseinsatz am Haus der Schauspielerin in Los Angeles gekommen sein. Demnach sei um 8.08 Uhr ein Krankenwagen der Los Angeles Feuerwehr zu Keatons Anwesen geschickt worden.

Laut dem Bericht sei der Einsatz unter dem Vermerk „Person am Boden“ ausgelöst worden. Nach Angaben des Mediums wurde eine Person von Keatons Adresse in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Nach Informationen von „TMZ“ soll es sich dabei um Diane Keaton selbst gehandelt haben. Ob die Schauspielerin dort kurz darauf verstarb, ist bislang unklar.

Todesursache weiterhin unbekannt

Über die genaue Todesursache ist bisher nichts bekannt. Auch die Familie der Schauspielerin hat sich bislang nicht öffentlich geäußert. Weder wurde bestätigt, woran noch wo genau Keaton starb. Ihre Produzentin Dori Rath hatte am Samstag als Erste den Tod der Oscar-Preisträgerin bestätigt.

Eine außergewöhnliche Karriere

Diane Keaton zählte zu den prägendsten Gesichtern des amerikanischen Kinos. Ihren Durchbruch feierte sie in den 1970er-Jahren mit ihren Rollen in den "Der Pate"-Filmen und durch ihre Zusammenarbeit mit Woody Allen. Für ihre Performance in "Annie Hall" (1977) wurde sie mit dem Oscar als Beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.

Im Laufe ihrer Karriere spielte sie in zahlreichen Filmklassikern, darunter "The First Wives Club", "Baby Boom", "Was das Herz begehrt" ("Something’s Gotta Give") und die "Book Club"-Filme. Mit Regisseurin Nancy Meyers verband sie eine enge kreative Zusammenarbeit.

Vom Broadway nach Hollywood

Diane Keaton an der Seite von Al Pacino in „Der Pate“ (1972).
Diane Keaton an der Seite von Al Pacino in „Der Pate III“ (1990). Foto: IMAGO / United Archives

Geboren wurde Keaton 1946 in Los Angeles als Diane Hall. Sie war das älteste von vier Kindern. Ihr Vater war Bauingenieur, ihre Mutter Hausfrau – eine Frau, die, wie Keaton später sagte, selbst von einer Karriere auf der Bühne geträumt hatte.

Nach der Schule studierte Keaton zunächst Schauspiel, brach jedoch ab und zog nach New York, um Theater zu spielen. Dort nahm sie den Mädchennamen ihrer Mutter an – Keaton –, weil der Name Diane Hall bereits vergeben war. Ihr erster großer Auftritt war 1968 in der Broadway-Produktion "Hair".

Erfolg und Schattenseiten

Früh sprach Keaton offen über ihre Essstörung während der Anfangsjahre. „Ich wurde zu einer Meisterin im Verstecken“, sagte sie später über ihre Bulimie-Erkrankung, die sie erst Jahre später mit Therapie überwand.

Ihr Durchbruch im Kino kam 1972, als Francis Ford Coppola sie als Kay Adams in "Der Pate" besetzte – eine Rolle, die sie in beiden Fortsetzungen wiederholte. „Ich hatte das Buch nicht einmal gelesen“, erinnerte sie sich 2022 in einem Interview mit People. „Ich wusste gar nicht, worum es ging – und bekam trotzdem die Rolle.“

Stil-Ikone und Charakterdarstellerin

Mit "Annie Hall" wurde Keaton nicht nur zur gefeierten Schauspielerin, sondern auch zur Mode-Ikone – mit ihrem maskulinen Stil, Westen und weiten Hosen, die bald weltweit kopiert wurden.

In den folgenden Jahrzehnten blieb sie eine feste Größe in Hollywood – ob in "Reds", "Vater der Braut", "The Family Stone", "Because I Said So" oder "Book Club". Auch in jüngeren Jahren zeigte sie Humor und Selbstironie, etwa im Justin-Bieber-Musikvideo "Ghost" (2021), in dem sie eine Hauptrolle übernahm.

Privates Leben

Diane Keaton war nie verheiratet. „Ich bin die Einzige meiner Generation, die ihr Leben lang Single geblieben ist“, sagte sie 2019 in einem Interview. „Ich bin froh darüber. Ich bin ein Sonderling.“ Sie adoptierte zwei Kinder – Tochter Dexter (1996) und Sohn Duke (2001) – und widmete sich in den vergangenen Jahren zunehmend ihrer Familie.

Auch privat sorgte Diane Keaton für Schlagzeilen: Sie war mit Kollegen wie Woody Allen, Al Pacino und Warren Beatty liiert. „Talent ist so verdammt attraktiv“, sagte sie einmal über die Männer in ihrem Leben.

Abschied von einer Hollywood-Ikone

Mit Diane Keaton verliert Hollywood eine der charismatischsten und eigenwilligsten Schauspielerinnen seiner Geschichte. Ihr Humor, ihre Authentizität und ihr unverwechselbarer Stil machten sie zu einer Legende – auf der Leinwand und darüber hinaus.

Quellen

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