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Cruella: Auch Emma Stone will Disney verklagen!

Nachdem bereits Scarlett Johansson eine Klage gegen Disney einreichte, überlegt nun auch Emma Stone, es ihrer Schauspiel-Kollegin gleichzutun. Der Grund: Vertragsbruch. Aber was ist überhaupt passiert?

"Curella": Disney veröffentlicht Poster und Trailer
Emma Stone als Cruella hat auch im echten Leben gerade nicht viel zu lachen: Disney schnappt ihr die Einnahmen weg. Foto: Disney

Dass Emma Stone die verrückte Cruella de Vil in dem gleichnamigen Film spielen soll, sorgte schon im vergangenen Jahr mit Verkündung der Rollenbesetzung für große Begeisterung bei den Fans. Kein Wunder, denn Oscarpreisträgerin ist eine der beliebtesten Schauspielerinnen unserer Zeit und Cruella die Disney-Bösewichtin schlechthin. Mit Hollywoodgrößen an ihrer Seite wie Emma Thompson und Mark Strong verspricht der Film einen wirklich großartigen Cast!

Doch leider scheint nicht alles Gold zu sein, was glänzt – Disney spielt der Schauspielerin jetzt übel mit! 

Aufgrund der Corona-Pandemie waren die Kinos weltweit lange geschlossen bzw. die Säle nicht voll ausgelastet. In dieser Situation witterte der Maus-Konzern seine Chance, trotzdem an Geld zu kommen, und entwickelte ein neues Veröffentlichungsmodell: Filme werden nun auch parallel zum Kinostart bei Disney+ als Premium-VoD angeboten. So auch „Cruella“.

Für Disney ist diese neue Geschäftsidee natürlich toll, denn so profitiert das Unternehmen von den Einnahmen der User, die für die neu anlaufenden Kinofilme einen Zuschlag auf ihr eigentliches Abonnement zahlen. Das Modell wird als „VIP-Zugang“ auf Disney+ beschrieben.

 

Emma Stone: Treibt Disney ein falsches Spiel mit ihr?

So weit, so gut. Das Problem aber ist, dass das neue Geschäftsmodell die Erträge an den Kinokassen merklich schmälert. Denn die meisten Menschen werden den Film lieber zu Hause schauen anstatt ins Kino zu gehen.

Genau das passierte schon im Vorfeld mit dem Marvel-Blockbuster „Black Widow“, weshalb „Natasha Romanoff“-Darstellerin Scarlett Johansson Disney vor einigen Tagen ebenfalls verklagte. Auch Emma Stone sieht darin die Hoffnung, die fehlenden Einnahmen wieder reinzuholen.

Denn: Je mehr Geld für „Cruella“ im Kino eingespielt wird, desto höher wird auch die Gage für die Schauspielerin. Das bedeutet also, dass Stone vermutlich deutlich weniger an dem Film verdienen wird, als ihr ursprünglich in ihrem Vertrag versprochen wurde.

 

Was sagt Disney zu den Vorwürfen?

Schon im Fall von Johansson zeigte Disney sich alles andere als einsichtig. Die Klage wäre völlig unbegründet, so der Konzern, der außerdem behauptet, dass die Schauspielerin angeblich für die fehlenden Einnahmen durch die Veröffentlichung bei Disney+ kompensiert worden wäre.

Ob das so stimmt? Fraglich. Ein Gericht entscheidet noch über den Sachverhalt. Je nachdem, wie der Fall ausgeht, wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch Emma Stone rechtliche Schritte gegen Disney einleiten, so US-Medienberichte. Wie viel Geld bei Disney+ letztendlich gelandet ist, bleibt vorerst geheim.  

Für die Fans heißt es nur noch Daumen drücken. Falls es zu einem Streit zwischen den beiden Parteien kommt, steht möglicherweise das für die Zukunft geplante Sequel von „Cruella“ auf dem Spiel. 

 
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