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Wien-Krimi

„Blind ermittelt: Tod im Weinberg“: Entführung, Erpressung und dunkle Geheimnisse in Grinzing

„Blind ermittelt: Tod im Weinberg“ läuft im Ersten: Philipp Hochmair jagt Entführer im Wiener Weinmilieu.

Philipp Hochmair und Andreas Guenther in „Blind ermittelt: Tod im Weinberg“ vor einem Oldtimer in den Wiener Weinbergen
Alexander Haller und Niko Falk ermitteln in „Blind ermittelt: Tod im Weinberg“ zwischen Reben und Familiengeheimnissen. Foto: ORF/Mona Film/Tivoli Film/Philipp Brozsek

Ein junger Mann wird auf offener Straße entführt, die Uhr tickt – und mittendrin: Philipp Hochmair als blinder Sonderermittler Alexander Haller. In „Blind ermittelt: Tod im Weinberg“ führt der achte Fall der beliebten ARD-Krimireihe ins traditionsreiche Wiener Weinmilieu. Der Krimi stammt bereits aus dem Jahr 2023 und wird im Ersten wiederholt.

Zwischen Heurigen-Romantik, Familienbetrieben und alten Abhängigkeiten wartet ein Fall, der für Haller und seinen Partner Niko Falk schnell zur Geduldsprobe wird.

„Blind ermittelt: Tod im Weinberg“ heute um 20.15 Uhr in der ARD

Der ARD-Krimi beginnt mit einem Schockmoment: Eine neugierige Nachbarin beobachtet, wie ein Autofahrer anhält, weil eine Person auf der Straße liegt. Doch der vermeintliche Notfall ist eine Falle. Der 22-jährige Paul Rauch wird überwältigt und verschleppt.

Kurz darauf taucht Paul in einem Erpresservideo auf. Die Forderung: zwei Millionen Euro innerhalb von 48 Stunden. Seine Mutter Sonja will die Polizei aus Angst um ihren Sohn heraushalten. Also kommen Alexander Haller und Niko Falk ins Spiel – das ungleiche Ermittlerduo, das auch diesmal mit Spürsinn, Tempo und Schlagfertigkeit ermittelt.

Philipp Hochmair ermittelt im Wiener Weinmilieu

Die Spur führt Haller und Niko nach Grinzing, in die Weinberge oberhalb Wiens. Die Kulisse ist malerisch, der Fall jedoch alles andere als gemütlich. Zwischen Winzern, Familiengeheimnissen und wirtschaftlichem Druck stoßen die Ermittler auf ein engmaschiges Netz aus Verdächtigen.

Ins Visier gerät unter anderem Weinbauer Tomasek. Auch Leo, der Bruder von Pauls Schwarm Rita, scheint mehr zu wissen, als er zugibt. Und dann wäre da noch Pauls wohlhabender Onkel Heinrich, der als Einziger in der Familie das geforderte Lösegeld auftreiben könnte.

Während die Zeit davonläuft, steigt der Druck auf alle Beteiligten. Denn Haller und Niko merken schnell: Die Entführung ist nur die Oberfläche eines viel tieferen Konflikts.

Heurigen-Romantik, Familienkonflikte und dunkle Geheimnisse

Im Zentrum von „Blind ermittelt: Tod im Weinberg“ steht nicht nur die Suche nach dem Entführten. Der Krimi wirft auch einen Blick auf eine Welt, in der Tradition und Konkurrenz eng beieinanderliegen. Die Heurigen-Kultur von Grinzing ist berühmt, doch hinter der idyllischen Fassade kämpfen Familienbetriebe mit wirtschaftlichem Druck, alten Feindschaften und neuen Versuchungen.

Das sorgt für eine atmosphärische Kulisse, auch wenn der Fall selbst eher klassisch erzählt ist. Entführung, Lösegeldforderung, falsche Fährten und familiäre Verstrickungen – der ARD-Krimi setzt auf bewährte Zutaten, die Fans der Reihe zuverlässig abholen.

„Blind ermittelt“ zwischen Wiener Flair und Krimi-Routine

Seit dem Auftakt der Reihe im Jahr 2018 hat sich „Blind ermittelt“ deutlich verändert. Die frühen Eigenheiten um den lebensmüden Ex-Kommissar Haller sind inzwischen weitgehend verschwunden. Heute funktioniert die Reihe stärker als klassischer Donnerstagskrimi: ein markanter Ermittler, ein charmanter Partner, ein attraktiver Schauplatz und ein Fall mit solider Spannung.

Gerade das Zusammenspiel von Philipp Hochmair und Andreas Guenther bleibt der große Pluspunkt. Hochmair gibt Haller mit scharfer Intuition und trockenem Witz, Guenther sorgt als Niko für Tempo und Bodenhaftung. Gemeinsam bringen sie auch dann Schwung in die Handlung, wenn der Krimi nach bekanntem Muster läuft.

Lohnt sich „Blind ermittelt: Tod im Weinberg“?

Wer bei „Tod im Weinberg“ auf einen neuen oder besonders ungewöhnlichen Krimi hofft, dürfte kaum überrascht werden. Der Fall stammt bereits aus dem Jahr 2023, punktet aber mit genau dem, was Fans der Reihe schätzen: Wiener Flair, atmosphärische Weinberg-Bilder und ein eingespieltes Ermittlerduo.

Dazu kommt ein Entführungsfall, der Haller und Niko ordentlich unter Druck setzt. Kein Krimi, der das Genre neu erfindet – aber verlässliche ARD-Spannung für einen unterhaltsamen Fernsehabend.

„Blind ermittelt: Tod im Weinberg“ läuft am heutigen Donnerstag, 11. Juni, um 20.15 Uhr im Ersten und ist in der ARD-Mediathek abrufbar.

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