BioEden angespielt: Dieses Cozy-Game will kurz mal die Erde retten
Ausgestorbene Tiere zurückbringen, zerstörte Ökosysteme heilen und dabei völlig ohne Stress spielen? Genau das versucht „BioEden“. Wir konnten das neue Management-Spiel bereits ausprobieren und waren durchaus angetan.

Wer bei Management-Spielen sofort an hektische Produktionsketten, Ressourcenengpässe und Zeitdruck denkt, sollte „BioEden“ im Auge behalten. Das neue Projekt des italienischen Studios Broken Arms Games verfolgt einen bewusst anderen Ansatz. Hier geht es nicht darum, möglichst effizient Fabriken zu bauen oder Zahlen zu optimieren. Stattdessen steht die Wiederherstellung der Natur im Mittelpunkt.
Die Geschichte spielt in einer Solarpunk-Zukunft, in der die Erde weitgehend unbewohnbar geworden ist und zahlreiche Tierarten ausgestorben sind. Als Teil eines Kollektivs sollen Spieler verlorene Ökosysteme wieder aufbauen und ausgestorbene Arten zurückbringen. Klingt ambitioniert, fühlt sich beim Spielen aber überraschend entspannt an. Das Konzept eines gemütlichen Management-Spiels zieht sich durch nahezu jede Spielmechanik.
Zwei Spielebenen greifen clever ineinander

Ein Alleinstellungsmerkmal ist die Struktur von „BioEden“. Das Gameplay teilt sich in zwei miteinander verbundene Bereiche auf.
Einerseits erkundet ihr die Oberfläche des Planeten. Dort entdeckt ihr unterschiedliche Biome, sammelt Materialien, reinigt verschmutzte Gebiete und schaltet neue Tierarten frei. Laut den Entwicklern verfügt jede Region über eigene Umweltbedingungen, die später für die Ansiedlung bestimmter Tiere entscheidend werden.
Andererseits spielt sich ein großer Teil des Spiels innerhalb futuristischer Kuppeln ab. In diesen sogenannten Domes erschafft ihr funktionierende Lebensräume für die geretteten Arten. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Pflanzen und Wasserquellen müssen dabei aufeinander abgestimmt werden, damit sich die Tiere wohlfühlen und dauerhaft ansiedeln können.
Gerade diese Verbindung aus Erkundung und Aufbau sorgt dafür, dass sich das Spiel abwechslungsreich anfühlt. Fortschritte außerhalb der Kuppeln wirken sich direkt auf die Entwicklung innerhalb der Dome aus und umgekehrt.
Management ohne Stress
Während unserer Anspielsession wurde schnell deutlich, dass „BioEden“ keine Hardcore-Wirtschaftssimulation sein möchte. Die Systeme sind verständlich aufgebaut und lassen sich angenehm erlernen. Komplizierte Menüs oder überfordernde Mechaniken sucht man bislang vergeblich.
Besonders positiv fiel auf, dass das Spiel auf ständigen Zeitdruck verzichtet. Es gibt keine nervösen Countdown-Timer, die den Spieler hetzen. Stattdessen lädt „BioEden“ dazu ein, die Welt in Ruhe zu erkunden, Ressourcen zu sammeln und die eigenen Lebensräume Schritt für Schritt zu verbessern.
Genau dadurch entsteht eine Atmosphäre, die stark an andere erfolgreiche Cozy-Games erinnert. Das Spiel möchte nicht stressen, sondern entspannen.
Tiere retten statt Monster bekämpfen

Das Herzstück des Spiels ist die Wiederansiedlung ausgestorbener Tierarten. Über DNA-Fragmente werden neue Arten freigeschaltet, die anschließend in geeigneten Habitaten leben können. Man kann den Tieren mit verschiedensten Items dabei helfen den „Vermehrungsprozess“ zu starten und damit auch die zerstörte Welt wieder mit Leben zu füllen.
Laut den Entwicklern warten zahlreiche verschiedene Arten darauf, entdeckt zu werden. Jede von ihnen benötigt passende Umweltbedingungen, was zusätzliche Motivation schafft, die eigenen Dome weiter auszubauen und zu optimieren.
Noch kleinere Baustellen in der Preview
Die von uns gespielte Intro-Mission vermittelte bereits einen guten Eindruck vom grundlegenden Spielablauf. Technisch lief die Demo überwiegend stabil. Gegen Ende der Session traten allerdings noch kleinere Bugs auf, die den Spielfluss kurzzeitig störten.
Das überrascht allerdings wenig. „BioEden“ befindet sich noch in der Entwicklung und erscheint am 03. September für PC und später auch noch auf PlayStation 5, Xbox Series X/S und Nintendo Switch 2. Bis dahin bleibt dem zwölfköpfigen Entwicklerteam noch ausreichend Zeit für Feinschliff. Und wer sich das Cozy-Management-Spiel selbst vor dem Release anschauen möchte: Die Demo ist ab sofort bei Steam verfügbar!









