„Elle“: Jacob Moskovitz & Zac Looker über lustige Szenen am Set, mentale Gesundheit & Elle Woods
Die „Elle“-Hauptdarsteller Jacob Moskovitz und Zac Looker erzählen im Interview, wie Elle Woods ihre Charaktere inspirierte und welche Szene für viele Lacher am Set sorgte.

Mit „Elle“ bekommt die legendäre „Natürlich blond“-Ikone Elle Woods ihre eigene Vorgeschichte – und zwei neue Gesichter sorgen dabei für ordentlich Wirbel an der Highschool: Jacob Moskovitz als Miles und Zac Looker als Dustin. Im Interview sprechen die beiden Hauptdarsteller darüber, wie sehr Elle Woods ihre Figuren beeinflusst hat, warum mentale Gesundheit für sie eine wichtige Rolle spielt – und welche Szene für besonders viele Lacher zwischen den Takes sorgte.
Darum geht es in der Serie „Elle“
Mit „Elle“ erzählt Prime Video die Vorgeschichte von Elle Woods zu Highschool-Zeiten. In die ikonischen Kittenheels, die einst Reese Witherspoon berühmt machten, schlüpft diesmal Nachwuchsdarstellerin Lexi Minetree.

Die Handlung setzt 1995 ein – also lange bevor Elle an der Harvard University in pinken Outfits für Aufsehen sorgt. Statt Hörsaal heißt es Schulflur: Als selbstbewusste Teenagerin muss sie sich nach einem Neustart in Seattle erst einmal behaupten. Nicht alle Mitschüler empfangen sie mit offenen Armen, wie es Miles (Jacob Moskovitz) tut – Dustin (Zac Looker) sorgt eher für Gegenwind. Zwischen komplizierten Freundschaften, heimlichen Schwärmereien und jeder Menge Fashion-Momente sammelt Elle Erfahrungen, die sie prägen und Schritt für Schritt zu der jungen Frau machen, die wir aus „Natürlich blond“ kennen und lieben.
Hinter der Serie steht Laura Kittrell, die das Projekt entwickelt hat. Gemeinsam mit Caroline Dries fungiert sie als Showrunnerin und ausführende Produzentin. Auch Reese Witherspoon ist als Executive Producerin beteiligt – und begleitet die Entstehung der jungen Elle Woods damit aus nächster Nähe.
Jacob Moskovitz & Zac Looker im Interview

Eure beiden Charaktere, Miles und Dustin, werden in Elles Bann gezogen. Was fasziniert die beiden eurer Meinung nach an ihr?
Jacob Moskovitz: Ich glaube, mein Charakter ist der „Golden Boy“, weißt du, er ist Mr. Perfect. Er hat sein Leben lang scheinbar genau das getan, was alle von ihm erwarten, und war genau der, der er nach der Meinung anderer sein sollte. Und dann trifft er jemanden, der einfach sie selbst ist – entschlossen, neugierig und voller Leidenschaft. Und ich glaube, das spricht ihn fast sofort an, als etwas, dem er nahe sein möchte, sei es in Freundschaft, romantisch oder auf andere Weise. Und dann versucht er einfach den Rest der Staffel lang, das zu entwirren. Was auch immer das war.
Zac Looker: Dustin ist am Anfang natürlich ziemlich vorsichtig und misstrauisch ihr gegenüber und unsicher, wie er sich verhalten soll, so wie man es in seiner Welt wohl auch wäre, wenn plötzlich so eine „rosa Person“ auftaucht, zu der man mental einfach keinen Bezug herstellen kann. Aber ich glaube, er lässt sich buchstäblich von seinem Vorurteil leiten – doch im Laufe der Staffel erkennt er dann, dass er in ihr ein wirklich fröhliches und optimistisches Spiegelbild seiner eigenen Überzeugung, seines eigenen Antriebs und seines eigenen Wunsches sieht, das Richtige zu tun, manchmal sogar trotz großer Widrigkeiten.

Die Schüler:innen aus Seattle verändern Elle und umgekehrt. Was glaubt ihr, inwiefern Seattles Schüler:innen Elle beeinflusst haben?
Zac: Ich glaube, etwas, worauf Dustin besonders Einfluss nimmt und das er verdeutlicht, ist die Tatsache, dass man sich nicht immer darauf verlassen kann, dass Erwachsene das Richtige tun oder das Beste für einen im Sinn haben. Vor allem dann nicht, wenn man das Gefühl hat, dass sie ihre eigenen Beweggründe haben oder ihre eigenen Vorteile anstreben. Und ich habe das Gefühl, dass das für Elle besonders wichtig ist – dass es noch mehr darauf ankommt, zu verstehen, woran man glaubt, zu verstehen, was man will, und seine Stimme zu nutzen und für sich selbst einzustehen.
Jacob: Ja. Es ist sozusagen das erste Erwachen, das sie als Figur durchmacht, weißt du – ich glaube, tief in ihrem Inneren ist sie eigentlich gar nicht dieses seichte Mädchen, für das die Leute sie halten. Und sie spürt sofort, dass es in der Welt Gutes zu tun gibt. Und sie wird, glaube ich, von den Menschen in Seattle inspiriert, für die das sozusagen zur zweiten Natur gehört. Es ist Teil der dortigen Lebenskultur. Und ich denke, sie ist dafür sensibilisiert worden, aber sie fühlt sich dadurch auch sehr bestärkt. Ich glaube, es vervollständigt auch einen Teil ihrer Persönlichkeit.
Die Jugendlichen in Seattle engagieren sich aktiv für viele soziale Belange. Gibt es bestimmte Anliegen, die ihr unterstützt?
Jacob: Das ist eine tolle Frage. Ich meine, ja, wir haben an ein paar Demos teilgenommen, als wir in Vancouver gelebt haben. Und ich interessiere mich einfach auch sehr für die mentale Gesundheit junger Menschen, besonders da wir gerade an dieser Serie arbeiten. Und die Serie richtet sich ja wirklich an junge Menschen. Aber ich denke, bei unserer Arbeit geht es darum, ein gutes Vorbild zu sein und diese Momente der Scham zu zeigen, aber auch die Menschen zu ermutigen und Momente des Triumphs darzustellen sowie all die Dinge, die das Jungsein sowohl schön als auch schwierig machen, und dieses Ungleichgewicht im Blick zu behalten.
Zac: Das Schöne an dieser Serie ist, dass wir das nicht nur tun können, sondern auch Beispiele für junge Männer zeigen können, die sich zwar mit ihren eigenen Kämpfen und Emotionen auseinandersetzen und herausfinden, wer sie sein wollen, aber gleichzeitig junge Männer sind, die sich auf Verletzlichkeit einlassen und emotionale Reife entwickeln, während sie gleichzeitig junge Frauen unterstützen, die immer unabhängiger werden, und zu zeigen, dass diese beiden Dinge keineswegs im Widerspruch zueinander stehen.

Gibt es eine besondere Erinnerung vom Set, die ihr gerne teilen möchtet?
Zac: Also, eine Erinnerung, die in diesem Zusammenhang irgendwie relevant ist – auch wenn Jacob mir vielleicht nicht dankbar sein wird, dass ich sie erzähle –, ist die: In der Laufszene in der Serie läuft er quasi in Zeitlupe und sieht toll aus. Er nimmt Augenkontakt mit Elle auf. Ich war einen Moment lang dabei, als sie das gedreht haben, und das war ein Moment, in dem er am Ende des Rennens, bei dem er laut Drehbuch gewinnen sollte, einfach die Gerade hinunterraste, aber da war ein Statist, der jedes einzelne Mal so sehr versuchte, ihn zu schlagen.
Jacob: Jedes einzelne Mal.
Zac: Und ich bin mir sicher, dass es in der Serie fantastisch aussieht, aber alles, was ich davon mitbekommen habe, war, dass ich irgendwie an der Ziellinie stand, und du bist dann einfach so gerannt. Nur weil er versucht hat, dich zu schlagen.
Jacob: Es gab eine 400-Meter-Strecke, die ich vielleicht 17 Mal laufen musste, und deshalb war ich völlig fertig. Wir mussten das aus so vielen verschiedenen Blickwinkeln drehen, mit Zeitlupenaufnahmen. Dann gab es da noch einen bestimmten Blick, den ich zeigen musste. Ich konnte Lexi nicht sehen, weil all die Kameras die Sicht versperrten.
Zac: Die Regisseure schrien einfach nur „Stell eine Verbindung zu ihr her“, während du um dein Leben kämpfst.
Jacob: Ich versuchte, diesen Typen zu schlagen. Ich laufe tatsächlich dieses Rennen, wenn man das sieht, also. Ja, ich bin froh, dass es dir Spaß gemacht hat.
Zac: Ja, es war großartig.
Das komplette Interview mit Jacob Moskovitz und Zac Looker siehst du oben im Video.









