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Das ist passiert

Andrea Kiewel: Nach Rassismus-Vorwürfen sorgt auch die Entschuldigung für Ärger

Im „ZDF-Fernsehgarten“ sorgte Andrea Kiewel mit einer unangebrachten Aussage für Aufsehen. Doch auch die Reaktion darauf kommt bei vielen nicht gut an.

Andrea Kiewel mit offenem Mund.
Andrea Kiewel muss sich nach ihrer Aussage am Sonntag Kritik anhören. Foto: IMAGO / BOBO

Nach der „ZDF-Fernsehgarten“-Sendung am Wochenende wird Moderatorin Andrea Kiewel von vielen Seiten Rassismus vorgeworfen. Auslöser des Ganzen: Eine Aktion der 61-Jährigen, die für Kopfschütteln sorgte. Doch was war überhaupt passiert?

ZDF reagiert nach Rassimus-Skandal um Andrea Kiewel

In der gestrigen Ausgabe vom 12. Juli (Stand: 13. Juli) führte Andrea Kiewel durch eine Sendung, die diesmal ganz im Zeichen der 90er-Jahre stand. Eines der Themen: das 30-jährige Jubiläum des Multimedia-Franchises Pokémon. Zwei Gästinnen präsentierten stolz ihre Pokémon-Memorabilien und brachten dabei auch Pokémon-Karten mit, darunter die „Pikachu World Collection“, eine Sammlung von neun Karten, die in verschiedenen Sprachen bedruckt sind. Mit landestypischen Begrüßungen wie „Bonjour“ oder „Ciao“ kommentierte sie die Karten, bis sie zum japanischen Exemplar kam. Dabei unterliefen der Moderatorin gleich mehrere Fehler. Sie ordnete die Karte dem Land China zu und kommentierte witzelnd „Ching Chang Chong“. Eine Bezeichnung, die vorrangig benutzt wird, um sich über die chinesische Sprache lustig zu machen.

Nach der Sendung schlug Andrea Kiewel deshalb im Netz heftige Kritik entgegen. Unter dem neuesten Instagram-Beitrag der Sendung hieß es unter anderem: „Hoffe es gab eine deftige Nachbesprechung bezüglich der rassistischen Äußerung eurer Moderatorin“ und „Den rassistischen Vorfall bitte nicht wegignorieren! Das muss Konsequenzen haben.“

Tatsächlich reagierte der Sender am Montag, 13. Juli, auf die Kritik und kommentierte unter dem Post: „Im "ZDF-Fernsehgarten" mit dem Motto "90er Jahre" wurde der damals aufkommende "Pokémon"-Trend beleuchtet. Die spontan getätigte Äußerung war der Live-Situation geschuldet und keinesfalls rassistisch gemeint. Andrea Kiewel bedauert ihre Worte und entschuldigt sich dafür. Das ZDF stellt sich explizit gegen jede Form von Rassismus.“

Fans entsetzt nach Entschuldigung des Senders

Doch zufriedenstellend ist dieses Statement für viele nicht. Viele User:innen kritisieren, dass sich Kiewel nicht selbst zu der Entgleisung geäußert hat. „Kann Sie auch selbst sagen, dann wäre es 'glaubhafter' als ein Statement von einem Mehrköpfigen Instagram Management Team...“, heißt es.

Auch die Erklärung, dass das Ganze während einer Live-Sendung passiert sei, lassen die Nutzer:innen nicht gelten. „Die Live-Situation“ ist keine Erklärung dafür, warum sowas gesagt wurde. Unter Stress rutschen einem meist Dinge heraus, die bereits Teil des eigenen Sprachgebrauchs sind. Aber so gestresst dürfte sie nicht sein denn sie macht die Sendung seit Jahren. Wer Verantwortung übernimmt, erklärt nicht die Umstände, sondern erkennt an, warum die Aussage verletzend und problematisch war“, so ein weiterer Kommentar. Ob sich Andrea Kiewel selbst noch äußern wird, bleibt abzuwarten.

Quellen
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