„Alita: Battle Angel“: Christoph Waltz über sexualisierte Frauenkörper in Mangas
In „Alita: Battle Angel“ spielt Christoph Waltz den Cyber-Doktor Dyson Ido. Wir sprachen mit ihm über starke Frauen und unrealistische Manga-Mädchenkörper.

Rund zehn Jahre ist es her, dass sich Christoph Waltz (69) für „Alita: Battle Angel“ auf – wie er es im Interview selbst formulierte – neues Terrain wagte. Im Februar 2019 kam der Film dann nach aufwendiger digitaler Nachbearbeitung und Erstellung der Spezialeffekte ins Kino.
Jetzt bekommen auch all jene, die es damals nicht ins Kino schafften, die Gelegenheit, die aufwendige Manga-Verfilmung zu sehen. Nachdem „Alita: Battle Angel“ am 15. Dezember 2023 seine Free-TV-Premiere gefeiert hatte und es 2024 in das Programm des Streaming-Anbieters Netflix schaffte, läuft er heute Abend (17. Juni 2026) ab 20:15 Uhr einmal mehr auf ProSieben im Fernsehen.
Wir haben 2019 mit Christoph Waltz über den Film gesprochen. Welche überraschenden Töne der Oscar-Preisträger damals anschlug, seht ihr hier:

„Alita: Battle Angel“-Interview: Christoph Waltz, vermitteln Mangas ein fragwürdiges Frauenbild?
In „Inglourious Basterds“ und !Django Unchained“ spielte Christoph Waltz richtig harte Hunde. Für den Sci-Fi-Blockbuster „Alita: Battle Angel“, der am 14. Februar 2019 in Deutschland seine Kinopremiere feierte, rief der damals 63-Jährige das Kontrastprogramm ab und zeigte sich von einer weicheren Seite. In der Manga-Adaption von „Gunnm“ – einer postapokalyptischen Zukunftsvision von Comic-Zeichner Yukito Kashiro – findet er als Dr. Dyson Ido den Torso eines weiblichen Cyborgs (Rosa Salazar), gibt ihr einen Namen, einen neuen Körper und ein Zuhause.
Wer nun annimmt, Christoph Waltz in einer so väterlichen Rolle zu erleben, könnte langweilig sein, liegt daneben. Weiche Seite hin oder her, auch als Dr. Dyson Ido überrascht Waltz mit der ein oder andere Kampfszene – auch wenn er es nicht mal im Traum mit seiner Film-„Tochter“ aufnehmen könnte …
TV Movie Online-Redakteurin Anna Peters traf den zweifachen Oscar-Preisträger damals anlässlich des Kinostarts in Berlin zum Interview. Im Video (oben) verrät er, warum er in einer Comic-Verfilmung mitspielt und stellt sich der Frage, ob Mangas und deren Verfilmungen ein fragwürdiges Frauenbild vermitteln.
„Alita: Battle Angel“: Darum geht's in der Manga-Verfilmung
Im Jahr 2563, drei Jahrhunderte nach dem verheerenden „Großen Krieg“, liegt die Erde in Trümmern, ihre sozialen Strukturen sind zusammengebrochen. Unter den einst zwölf majestätischen Himmelsstädten ist nur noch Zalem übriggeblieben, die letzte Bastion des Reichtums. Die Stadt Iron City unterhalb von Zalem wird von Menschen aus aller Welt bewohnt, die dort Zuflucht gefunden haben, umgeben von den Überresten von Zalems Müllkippe.
Dr. Dyson Ido, ein Wissenschaftler, entdeckt durch einen Zufall den Oberkörper des Cyborg-Mächens, das er später "Alita" tauft. Mit akribischer Sorgfalt setzt er die Einzelteile zu einer künstlichen Frau zusammen. Ihr Gedächtnis ist gelöscht, und nur ihr menschliches Gehirn bleibt von Maschinenteilen unberührt. Dr. Ido wird zu ihrem Ziehvater, während Alita versucht, ihre Vergangenheit zu entwirren und ihre Bestimmung zu finden. Sie gerät immer tiefer in eine Welt, die ihr zum Verhängnis werden könnte. Wird es ein Happy End für Dr. Ido und Alita geben?
Das erfahrt ihr heute ab 20:15 auf ProSieben im TV. Auf IMDb hat der Film übrigens einen Score von soliden 7,3 Sternen.







