„Akte X“-Star Gillian Anderson outet sich als pansexuell
Gillian Anderson spricht so offen wie selten über ihre Sexualität. Der „Akte X“-Star bezeichnet sich als pansexuell und blickt dabei auch auf frühere Beziehungen zu Frauen zurück, die sie in jungen Jahren noch geheim hielt …

Als FBI-Agentin Dana Scully wurde Gillian Anderson in „Akte X“ weltberühmt, später begeisterte sie unter anderem in „The Crown“ und „Sex Education“. Nun hat die 58-Jährige in einem Interview mit der australischen Zeitung „The Australian“ über einen sehr persönlichen Teil ihres Lebens gesprochen: Anderson bezeichnet sich als pansexuell.
Dabei ist es keineswegs das erste Mal, dass die Schauspielerin öffentlich über Beziehungen zu Frauen spricht. Erst wenige Wochen zuvor hatte sie gegenüber der britischen „Sunday Times“ erzählt, dass eine ihrer ersten Beziehungen während ihrer Schulzeit mit einem älteren Mädchen gewesen sei.
Gillian Anderson spricht über frühere Beziehungen mit Frauen
Die Beziehung habe sich für Anderson damals „geheim und illegal und falsch“ angefühlt. Die beiden hätten ihre Beziehung verstecken müssen. Später habe ein Freund davon erfahren und sich daraufhin von Anderson getrennt.
Als lesbisch habe sie sich damals nicht verstanden, weil sie zuvor bereits Beziehungen zu Jungen gehabt hatte. Vielmehr fehlten ihr nach eigener Aussage die richtigen Begriffe für ihre Gefühle: „Aber ich konnte nie die Worte dafür finden“, erklärte sie gegenüber der „Sunday Times“.
Auch später habe sie weitere Beziehungen zu Frauen geführt. Heute findet Anderson mit dem Begriff Pansexualität offenbar eine Bezeichnung, mit der sie ihre Sexualität beschreiben kann. Pansexualität bedeutet grundsätzlich, dass sich romantische oder sexuelle Anziehung nicht auf Menschen eines bestimmten Geschlechts beschränkt.

Gillian Anderson: Ihr heutiger Partner ist Peter Morgan
Aktuell ist Gillian Anderson mit „The Crown“-Schöpfer Peter Morgan liiert. Die beiden sind seit 2016 – mit einer zwischenzeitlichen Trennung im Jahr 2020 – ein Paar.
Dass Morgan ein Mann ist, spiele für ihre Vorstellung von einer dauerhaften Partnerschaft offenbar keine entscheidende Rolle. Gegenüber der „Sunday Times“ sagte Anderson über ihn: „Er mag vielleicht ein Mann sein, aber bei einer Frau wären meine Gefühle dieselben. Das ist mein Lebenspartner.“
In jüngeren Jahren sei ihre Wahrnehmung noch eine andere gewesen. Damals habe ein Teil von ihr Beziehungen zu Frauen eher als etwas Vorübergehendes betrachtet.
Anderson war zuvor zweimal verheiratet. Von 1994 bis 1997 war sie mit Clyde Klotz verheiratet, mit dem sie Tochter Piper hat. Ihre zweite Ehe mit Julian Ozanne hielt von 2004 bis 2006. Aus ihrer späteren Beziehung mit Mark Griffiths stammen ihre beiden Söhne Oscar und Felix.
„Sex Education“ veränderte Gillian Andersons Blick auf Sexualität
Dass die Schauspielerin heute derart offen über Sexualität und Begehren spricht, hängt laut Anderson auch mit einer ihrer bekanntesten jüngeren Rollen zusammen. In der Netflix-Serie „Sex Education“ spielte sie die Sexualtherapeutin Jean Milburn.
Aus dieser Rolle seien letztlich auch ihre Bücher „Want“ und „More“ hervorgegangen. Darin beschäftigt sich Anderson mit anonym eingesandten sexuellen Fantasien von Frauen. Ohne „Sex Education“ wären die Gespräche über diese Projekte nach ihrer eigenen Einschätzung vermutlich nie entstanden.
Mit 58 Jahren empfindet Anderson nach eigener Aussage heute zudem ein stärkeres Gefühl von Selbstbestimmung und Ermächtigung als früher. Ihre Offenheit über die eigene Pansexualität passt damit zu einem Thema, das sie längst auch beruflich beschäftigt: wie sich der Umgang mit Sexualität, Begehren und der eigenen Identität im Laufe eines Lebens verändern kann.






