Fernsehen

Ersatz für „Stefan Raab Show“ gefunden: Familie Ritter soll die RTL-Quoten retten

RTL baut sein Mittwochabend-Programm um. Statt Stefan Raab sollen nun neue Reportagen über Familie Ritter für Aufmerksamkeit – und bessere Quoten – sorgen.

Ein Mädchen aus der Familie Ritter hebt den Mittelfinger.
Eine neue, mehrteilige Reportage von „Stern TV“ blickt auch 30 Jahre mit der Familie Ritter zurück. Foto: RTL

Der Wechsel der „Stefan Raab Show“ in die Late-Night hat direkte Folgen für das Programm von RTL. Ab Februar ist Raab mittwochs um 20:15 Uhr Geschichte, weshalb der Sender kurzfristig umplant. Nach dem Ende des Dschungelcampssetzt RTL zunächst auf Reportagen, um die entstandene Lücke zu füllen.

Konkret greift der Sender auf ein bekanntes Thema zurück: Familie Ritter. Mehrere neue Folgen der „Stern TV Reportage“, die sich mit der seit rund 30 Jahren begleiteten Familie beschäftigen, sollen den früheren Raab-Sendeplatz übernehmen.

Ritter-Reportagen mit starken Quoten

Dass RTL auf dieses Format vertraut, kommt nicht von ungefähr. Erst vor Kurzem erzielte eine entsprechende „Stern TV Reportage“ über zehn Prozent Marktanteil in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Auch bei Vox funktionierten die Ritter-Specials: Dort lagen die Quoten im vergangenen Jahr teilweise sogar bei bis zu 14 Prozent.

Für RTL sind die Reportagen damit ein erprobtes Mittel, um Stabilität in den Abend zu bringen, bis neue Programmideen greifen.

„Stern TV“ rückt wieder nach hinten

Mit der Umstellung ändert sich auch die Sendezeit des klassischen „Stern TV“-Magazins. Steffen Hallaschkas Live-Sendung läuft ab dem 11. Februar wieder um 22:15 Uhr, nachdem sie zuletzt bereits um 21:30 Uhr gestartet war. Die Vorabend-Lösung endet damit vorerst.

Währenddessen startet Stefan Raab in eine neue Phase: Seine Show läuft künftig donnerstags um 23:15 Uhr, zum Auftakt am 12. Februar sogar schon früher. Zusätzlich plant RTL eine exklusive Dienstags-Ausgabe bei RTL+, die ab 22 Uhr abrufbar sein soll.

Der Schritt ist eine Reaktion auf die zuletzt schwachen Quoten der wöchentlichen Show. In späteren Slots, etwa mit der Starthilfe des Dschungelcamps, konnte Raab hingegen Marktanteile von bis zu 19,1 Prozent erzielen. Möglicherweise profitierte Raab hier davon, dass Teile des Publikums zu dieser Zeit schon vor dem Fernseher eingeschlafen sind.

Quellen

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