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Ein Spaß für die ganze Familie

„Yoshi and the Mysterious Book“ im Test: Phantastische Tierwesen und wo sie zu schlecken sind

Aus dem Weg, Plauderblume! Durch „Yoshi and the Mysterious Book“ ist das Mario‑Universum um zahlreiche Wunderwesen reicher.

Yoshi in der Mitte, umgeben von diversen kuriosen Tierwesen.
Wer sich an wunderlichen Kreaturen erfreuen kann, wird mit Yoshis neuestem Abenteuer viel Spaß haben. Foto: Nintendo

Auf einen Nachfolger von „Super Mario Odyssey“ warten Nintendo‑Fans zwar weiter vergeblich, doch dafür darf sich Marios treuer Begleiter Yoshi nun in ein neues, farbenfrohes Abenteuer stürzen. Doch wie schlägt sich der exklusive Switch‑2‑Titel im Vergleich zu „Yoshi’s Crafted World“?

Same same, but different

Screenshot aus „Yoshi and the Mysterious Book“: Eine Buchseite mit der Überschrift „Kapitel 1: Wald“.
Mit der Lupe sind unbekannte Wesen schnell gefunden, der schlafende Frosch unten links muss erst erwachen, damit man ihn erforschen kann. Foto: Nintendo

Auf den ersten Blick bleibt Nintendo der bekannten Erfolgsformel treu: In einem Side‑Scroller‑Abenteuer bewegt sich Yoshi vorbei an kleineren Gefahren, sammelt und züngelt diverse Gegenstände ein und schaltet so immer neue Level frei. Spielspaß und Kreativität stehen bei den Yoshi‑Spielen im Fokus, während die Geschichte kaum der Rede wert ist und auch echte Innovationen im Gameplay ausbleiben.

Neu ist hingegen das Thema, das den Look des Spiels bestimmt. In „Yoshi’s Woolly World“ für die Wii U und den 3DS entdeckte Yoshi in süßer Häkeloptik eine Welt voller Garn und Stoff, der Nachfolger „Yoshi’s Crafted World“ vertraute dann auf Pappe, Klebstoff und anderes Bastelmaterial. Die Level wurden dadurch zum echten Wimmelbuch, überall gab es etwas zu entdecken.

„Yoshi and the Mysterious Book“ verabschiedet sich nun von der „World“‑Betitelung und distanziert sich auch sonst ein wenig von der starken Thematisierung. Los geht es, man ahnt es schon, mit Kamek und Bowser Junior, die das friedliche Leben auf der Yoshi‑Insel unfreiwillig durcheinanderbringen.

Bowser Junior steckt nämlich in einer magischen Enzyklopädie namens Enzo fest, die Menschen in ihre Seiten saugen kann. Jede Seite hat ein eigenes Thema, los geht es mit dem Überbegriff „Wald“. Dort sieht es anfangs aber noch recht karg aus, nur wenige ungewöhnliche Lebensformen bewegen sich und lassen sich mit einer Lupe hervorheben. Enzo wüsste nur zu gerne, wer sich hier auf seinen Seiten verbirgt, und bittet die Yoshis, ihm bei der Erforschung behilflich zu sein – und genau um diese Forschung geht es nun.

Video Platzhalter
Video: Nintendo

Jedes Level hält dadurch eine neue Spielmechanik bereit. Dabei muss zunächst durch Hüpfen oder Schlecken erstmal herausgefunden werden, was diese fremde Kreatur kann und ob sie einem freundlich oder feindlich gesinnt ist. Ein Frosch‑artiges Wesen beispielsweise kann Seifenblasen herstellen, die man nutzen kann, um höhere Bereiche zu erreichen. Dabei ist aber stets auch Experimentierfreude gefragt. Was passiert, wenn man den Frosch mit einer Beere oder scharfem Essen füttert? Wie schmeckt der Frosch?

Für jede Entdeckung erhält man einen Stern, die anschließend als Währung dienen, um neue Enzo‑Seiten freizuschalten. Dabei macht es einem „Yoshi and the Mysterious Book“ nie besonders schwierig, man kann Level jederzeit verlassen und später wieder zurückkehren, und auch verpasste Entdeckungen sind kein Problem. Nach der Forschung lassen sich die Wesen selbst benennen oder man überlässt es Enzo, eine passende Bezeichnung zu finden.

In späteren Leveln begegnen einem auch frühere Wesen immer wieder, die Spielwelt verändert sich also basierend darauf, was schon erforscht wurde. Langeweile kommt hier also keine auf, und durch die vielen, übersichtlichen Level eignet sich „Yoshi and the Mysterious Book“ auch wunderbar für Gelegenheitsspieler und zwischendurch.

Spielerisch ein Hit, optisch ein Rückschritt

Ein lila Yoshi schaut zu Kamek hoch, dieser fragt Hast du den jungen Herrn gesehen?.
Yoshi bleibt von den kurzen Auftritten von Kamek und Bowser Junior weitestgehend unbeeindruckt. Foto: Nintendo

Keine Frage: Wer frühere Yoshi‑Spiele mochte, wird auch an „Yoshi and the Mysterious Book“ seine Freude haben. Man bleibt der Reihe treu, ohne einfach alte Spielmechaniken neu aufzuwärmen, stattdessen erwartet einen ein ideenreiches und familienfreundliches Switch‑2‑Highlight.

Nur einen kleinen Kritikpunkt gibt es: Im Vergleich zur handgemachten Basteloptik aus „Crafted World“ lässt das Leveldesign, abgesehen von den gelungenen Tierwesen, ein wenig zu wünschen übrig. Der nüchterne, oft leicht bräunliche Look mit Buchstaben im Vorder‑ und Hintergrund passt natürlich zum Enzyklopädie‑Überthema, macht optisch aber nicht ganz so viel her.

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