Nothing Phone (4b): Solide Technik für einen fairen Preis
Nothing bringt für 329 Euro ein Handy, das dort gut ist, wo es im Alltag zählt – und nur dort spart, wo du es verschmerzt. Alle wichtigen Daten im Überblick.
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Smartphones ziehen gerade im Preis an, weil die Chips darin so teuer werden. Wer jetzt kauft, muss zwangsläufig Kompromisse machen. Das neue Nothing Phone (4b) bietet für 329 Euro gute Technik und verzichtet nur dort darauf, wo es nicht wirklich ankommt.
Genau diese Grenze zu ziehen, ist Nothings große Stärke. Sie bauen vor allem Mittelklasse – gute Mittelklasse. Unterhalb des Flaggships Nothing Phone (3) gab es bisher nur die a-Serie mit dem Nothing Phone (4a).
Mit dem Nothing Phone (4b) startet der Smartphone-Hersteller jetzt eine weitere Linie, die nochmal etwas günstiger ist – auch das den aktuellen Preissteigerungen geschuldet und dass die Menschen weniger Geld in der Tasche haben. Die b-Serie ersetzt die gestrichene CMF-Linie.
Welche Technik steckt im Nothing Phone (4b)?
Im Nothing Phone (4b) steckt ein 6,67 Zoll großes AMOLED-Display, das 2.344 x 1.080 Bildpunkte anzeigt. Der Rand ist etwas dicker geraten, woran du schon den ersten Kompromiss erkennst.
Die Bildwiederholrate von 120 Hz sowie die Helligkeit von 600 Nits (normal) und 1200 Nits (Sonnenlicht/HBM) sind jedoch besser als in dieser Preisklasse üblich. Auch draußen in der Sonne kannst du noch alles erkennen – und darauf kommt es schließlich an.
Der Qualcomm-Prozessor Snapdragon 6 Gen 4 arbeitet mit vier Cortex-A720- und mit vier Cortex-A520-Kernen. Hinzu kommen 8 GB Arbeitsspeicher (RAM) und 128 GB Speicher für Apps und Daten. Das ist okaye Mittelklasse.
Der Akku ist mit 5200 mAh erst einmal ausreichen dimensioniert. Wenn er zur Neige geht, bringt das Schnellladen mit 33 W einen halb vollen Akku in weniger als 30 Minuten. Zum Vergleich: Das Nothing (4a) hat mit 50 Watt etwas mehr Druck beim Betanken.
Das Nothing Phone (4b) wird mit Android 16 und Nothing OS 4.1 ausgeliefert. Neue Android-Versionen gibt es 3 Jahre lang, Sicherheitsupdates 6 Jahre lang. Auch das ist ordentlich. Rechne einfach den Kaufpreis auf die Jahre um, die du das Gerät nutzen willst.
Gute Bilder ‒ aber nicht immer
Die Hauptkamera auf der Rückseite fasst 50 Megapixel und ist mit einer optischen Bildstabilisierung (OIS) ausgerüstet. Die TrueLens Engine 4 wertet dann noch Farben und Licht automatisch auf. Erste Tests zeigen schöne Bilder, allerdings nur bei guten Lichtverhältnissen. In der Dämmerung sehen sie eher mau aus.

Daneben gibt es noch eine Ultraweitwinkel-Kamera mit 8 Megapixeln, auch das ist in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit. Die Selfie-Kamera vorne fasst 16 Megapixel. Ebenfalls zeitgemäß: Per Dual Capture kannst du gleichzeitig mit der Front- und Rückkamera ein Bild-in-Bild-Video aufnehmen. Gegenüber dem Nothing (4a) fehlt jedoch die Telezoomkamera.
Was musst du noch wissen?
Das Kameramodul auf der Rückseite zeigt die für Nothing typischen transparenten Elemente (wenn auch nur wenig) sowie die Glyph Bar mit fünf großen, rechteckigen LED-Flächen, die anzeigen können, wenn Schatzi anruft oder anderen als Warnung, wenn du ein Video von ihnen aufnimmst.
Vor allem besteht das Nothing Phone (4b) aus einem massiven Plastik-Unibody-Gehäuse in Schwarz oder Weiß (bald wohl auch noch in Blau). Das sieht sogar schick aus, mit der Zeit dann aber vermutlich nicht mehr ganz, doch dafür gibt es ja Hüllen.
Es ist staubdicht, aber nicht wasserdicht, also nur gegen Spritzwasser geschützt – gemäß IP64. Laut Nothing überlebt es dennoch 20 min in einer Wassertiefe von 25 cm.

Das Nothing Phone (4b) misst 16,4 x 7,8 x 0,86 cm und wiegt 210 Gramm. Schlank ist das nicht, aber für den Preis durchaus zu verkraften.
Dann gibt es noch Stereo-Lautsprecher (auch das eher unüblich), aber keinen Steckplatz für SD-Karten und keine Buchse für Kopfhörer. USB-C 2.0 ist recht langsam, aber Wi-Fi 6 und Bluetooth 6.0 auf Höhe der Zeit.
Fazit. Prozessor, Speicher und Kameras des Nothing Phone (4b) bieten das, was du in dieser Preisklasse erwarten kannst – nicht mehr und nicht weniger. Nicht selbstverständlich sind die lange Unterstützung mit Android-Updates, die Ultraweitwinkelkamera, die optische Bildstabilisierung und die gute Nachbearbeitung von Fotos auf dem Gerät, solange die Lichtverhältnisse stimmen.







