Der Mann mit der Todeskralle: Einer der wichtigsten Actionfilme aller Zeiten

Bruce Lee ist eine Ikone des Actionfilms, ach was, der Popkultur. Sein Film „Der Mann mit der Todeskralle“ ist bis heute absoluter Kult und der Einstiegspunkt für jeden, der in die Filmographie des charismatischen Kampfsportlers eintauchen möchte.

Bruce Lee in Der Mann mit der Todeskralle
Bruce Lee (links) in "Der Mann mit der Todeskralle" Foto: Warner Bros (Universal Pictures)

„Der Mann mit der Todeskralle“, im Englischen Original „Enter the Dragon“, war der Film, der Hauptdarsteller Bruce Lee 1973 über Nacht zum internationalen Star machte. Dabei war es nicht sein erster Spielfilm. Im Laufe der vergangenen zwei Jahre war der Kampfkünstler in drei Spielfilmen zu sehen, die in seiner Zweitheimat Hongkong gigantische Erfolge waren. Nun war es für Bruce Lee an der Zeit, sich auch im Westen einen Namen zu machen.

Schon vor „Der Mann mit der Todeskralle“ war Bruce Lee in den Staaten kein Unbekannter. Nicht nur haben seine ersten Filme den Weg in die amerikanischen Programmkinos gefunden, wo sie schnell Kultstatus erlangten. Lee war in den 60ern in mehreren TV-Serien zu sehen, allen voran „The Green Hornet“, in der er den Chauffeur und Kampfsportexperten Kato spielt.

Doch es ist „Enter the Dragon, der Bruce Lee Unsterblichkeit verleiht. Dass der Schauspieler kurz nach den Dreharbeiten und unmittelbar vor Veröffentlichung des Films im Alter von 32 Jahren verstarb, macht ihn und seinen finalen Film umso legendärer. Ein Status, der bis heute anhält.

Das Erbe von "Der Mann mit der Todeskralle"

Der Tod von Bruce Lee ist nicht der Grund dafür, dass „Der Mann mit der Todeskralle“ einer der wichtigsten Actionfilme aller Zeiten ist. Es ist Bruce Lee. Sein Talent, seine physische Präsenz, sein Charisma.

Dabei ist „Enter the Dragon“ objektiv gesehen kein besonders guter Film. Es ist ein solide inszenierter, gradliniger B-Movie, der hält, was er verspricht – nicht mehr und nicht weniger. Ohne Lee hätte der Film keinen Anspruch auf seinen heute legendären Status. Und er wäre auch nicht der Startschuss gewesen für eine neue Art von Actionkino, in dem spätere Stars des Genres wie Chuck Norris, Jean-Claude Van Damme, Steven Seagal und Jackie Chan (in einer Mini-Statistenrolle in „Enter the Dragon“ zu sehen) aufblühen konnten. Ein Actionkino, in dem es nicht ungewöhnlich ist, dass der Held wie selbstverständlich die ein oder andere Kampfsportart beherrscht. In dem statt Pistolenkugeln Fäuste und präzise choreografierte Tritte verteilt werden, die gefährlicher sind als jede erdenkliche Schussfeuerwaffe.

„Der Mann mit der Todeskralle“ mag nicht der beste, es ist aber einer der wichtigsten Actionfilme aller Zeiten. Jeder Connaisseur des Genres kennt den Film und hat ihn wahrscheinlich mehrmals gesehen. Gut möglich also, dass das aktuelle Angebot auf das limitierte Steelbook im Retro-Design zum Film in UHD niemanden hinterm Offen hervorholt. Aber wer weiß? Denn optisch macht das Steelbook schon einiges her und gefällt mir mehr als das zuvor erschienene Steelbook im modernen Design (ebenfalls noch bei Amazon verfügbar). Zudem ist der Film in der Edition in 4K UHD erhältlich, was für mich persönlich auch ein Kaufkriterium wäre, da ich nur die alte Blu-ray im Keepcase besitze und ein Upgrade nicht verkehrt wäre.

Update

Während ich die letzten Zeilen dieses Beitrags tippe, hat Amazon kurzerhand das Angebot auf das Steelbook wieder zurückgenommen. Die Schweine! Der Film ist in der limitierten Edition weiterhin verfügbar, aber nur zum Nicht-Deal-Preis von knapp 30 Euro. Was ein Fail. Sorry! Ich hoffe, dass du dennoch ein bisschen Spaß am Lesen dieses Artikels hattest.

Immerhin gibt es „Der Mann mit der Todeskralle“ bei Prime Video im Stream für nur 3,99 Euro digital zu leihen.

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