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Preis-Leistungs-Knaller?

ASUS ROG Strix XG27AQWMG im Test: So gut ist der OLED für rund 500 Euro

OLED, 280 Hz und eine Bildqualität, die beim Gaming mächtig Eindruck macht: Der ASUS ROG Strix XG27AQWMG bringt auf dem Papier alles mit, was einen starken Gaming-Monitor ausmacht. Besonders spannend wird er durch seinen Preis: Aktuell ist der OLED bereits für rund 500 Euro erhältlich. Doch wie gut ist er wirklich?

Ein Bild des ASUS ROG Strix XG27AQWMG mit Pragmata
Nicht nur Capcoms großartiges Actionspiel „Pragmata“, sondern alle anderen Spiele, die wir mit dem XG27AQWMG getestet haben, sahen alle hervorragend aus. Foto: David Rams / ASUS ROG

Bei Gaming-Monitoren kann man sich inzwischen wunderbar in technischen Daten verlieren. 240, 280 oder doch gleich 500 Hz? OLED, QD-OLED oder WOLED? Wie hoch ist die Spitzenhelligkeit und wie schnell die Reaktionszeit? Wer einfach nur einen richtig guten Monitor zum Zocken sucht, interessiert sich am Ende aber vermutlich vor allem für eine Frage: Wie gut sehen meine Spiele darauf aus?

Beim ASUS ROG Strix XG27AQWMG lässt sich diese Frage ziemlich schnell beantworten: verdammt gut. Wir konnten den OLED-Monitor im Gaming-Alltag mit verschiedenen Spielen ausprobieren. Dabei sind es vor allem die kräftigen Farben, das tiefe Schwarz und die daraus entstehenden Kontraste, die schon nach kurzer Zeit auffallen.

Mit einer Bildschirmdiagonale von 26,5 Zoll, einer WQHD-Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln und maximal 280 Hz trifft ASUS zudem einen interessanten Mittelweg. Statt allein mit immer extremeren Hertz-Zahlen zu punkten, bekommen Gamer hier ein Gesamtpaket, dessen Stärken man auch ohne Messgeräte unmittelbar sieht. Und für aktuell rund 500 Euro wird genau dieses Gesamtpaket besonders interessant.

ASUS ROG Strix XG27AQWMG: Tandem-WOLED macht den Unterschied

Das Herzstück des XG27AQWMG ist sein Tandem-WOLED-Panel der vierten Generation. Die Weiterentwicklung der OLED-Technologie hat vor allem einen sehr deutlichen Ersteffekt: Das Bild sieht hervorragend aus.

Vor allem der Kontrast ist eine der großen Stärken. Da OLED-Pixel selbst leuchten und für Schwarz vollständig abgeschaltet werden können, wirken dunkle Bildbereiche tatsächlich tiefschwarz. Direkt daneben können helle Elemente kräftig aufleuchten. Dadurch entsteht eine Bildtiefe, die gerade dann auffällt, wenn man zuvor längere Zeit auf einem klassischen LCD-Monitor gespielt hat.

Besonders eindrucksvoll war das in unserem Test bei „Marathon“. Bungies Shooter arbeitet mit kräftigen Farben, Neon-Tönen und starken Kontrasten – und ist damit fast wie gemacht für einen solchen Bildschirm. Leuchtende Elemente stechen vor dunklen Hintergründen regelrecht hervor und die ohnehin markante Optik des Spiels kommt hervorragend zur Geltung.

Das beschränkt sich allerdings nicht auf „Marathon“. Auch bei den anderen von uns getesteten Spielen überzeugte die Farbdarstellung. Farben wirken satt und lebendig, ohne dass der gesamte Bildschirm einfach nur künstlich übersättigt erscheint. Vor allem Spiele mit aufwendigen oder farbenfrohen Welten profitieren sichtbar davon.

Helligkeit und HDR überzeugen im Test

Marathon läuft auf dem ASUS ROG Strix
Gerade Shooter wie Marathon profitieren von der exzellenten Farbwiedergabe und der hohen Bildwiederholrate Foto: David Rams / ROG

Ein Punkt, bei dem OLED-Monitore lange nicht unbedingt ihre größten Stärken hatten, ist die Helligkeit. Beim ASUS ROG Strix XG27AQWMG hatten wir diesbezüglich im normalen Gaming-Betrieb allerdings nichts auszusetzen.

Der Bildschirm wirkt hell und kräftig, insbesondere einzelne Highlights können in HDR-Szenen regelrecht herausstechen. ASUS gibt eine HDR-Spitzenhelligkeit von bis zu 1.500 cd/m² an. Im normalen Alltag wird ein solcher Spitzenwert natürlich nicht dauerhaft über das gesamte Display erreicht – und das muss er auch nicht.

Viel wichtiger ist der subjektive Eindruck beim Spielen. Und hier hatten wir nie das Gefühl, vor einem zu dunklen OLED zu sitzen. Im Gegenteil: Gerade die Kombination aus hellen Elementen und dem praktisch perfekten Schwarz sorgt dafür, dass HDR-Szenen entsprechend eindrucksvoll aussehen.

Hinzu kommt die glänzende „TrueBlack Glossy“-Oberfläche. Sie trägt dazu bei, dass das Bild sehr klar und kontrastreich erscheint. Wer matte Gaming-Monitore gewohnt ist, dürfte den Unterschied schnell bemerken.

Die Kehrseite: Eine glänzende Oberfläche kann spiegeln. Steht hinter euch ein helles Fenster oder fällt eine Lampe ungünstig auf das Display, können Reflexionen sichtbar werden. Die Position auf dem Schreibtisch sollte deshalb etwas bewusster gewählt werden. Unter normalen Bedingungen hat uns die Oberfläche beim Spielen allerdings nicht gestört – und der sehr klare Bildeindruck ist für uns das deutlich stärkere Argument.

ASUS ROG Strix XG27AQWMG im Gaming-Test: Sind 280 Hz genug?

Während bei der Bildqualität OLED für den ersten Wow-Moment sorgt, steckt im XG27AQWMG gleichzeitig ein ziemlich schneller Gaming-Monitor. Maximal sind 280 Hz möglich, die angegebene Reaktionszeit liegt bei gerade einmal 0,03 Millisekunden.

Mittlerweile gibt es OLED-Monitore mit deutlich höheren Bildwiederholraten. Auf dem Papier wirken 280 Hz deshalb fast schon überraschend unspektakulär. In unserem Praxistest haben wir eine höhere Bildwiederholrate allerdings zu keinem Zeitpunkt vermisst.

Schnelle Bewegungen wirken ausgesprochen sauber und das Spielgefühl unmittelbar. Gerade in Shootern fällt auf, wie flüssig schnelle Kameraschwenks dargestellt werden. OLED bringt dabei ohnehin einen entscheidenden Vorteil mit: Die Pixel reagieren extrem schnell, wodurch Bewegungen sehr klar wirken.

Natürlich gilt auch hier: Wer die 280 Hz tatsächlich ausreizen möchte, benötigt einen entsprechend leistungsfähigen PC. Ein Monitor kann schließlich nur die Bilder darstellen, die ihm die Grafikkarte liefert. Die WQHD-Auflösung erweist sich dabei als sinnvoller Kompromiss. Sie sieht auf 26,5 Zoll scharf aus, stellt an die Hardware aber deutlich geringere Anforderungen als 4K.

Unterstützt werden außerdem AMD FreeSync Premium Pro und Nvidia G-SYNC Compatible. Schwankende Frameraten können dadurch ausgeglichen und störendes Tearing reduziert werden.

WQHD statt 4K: Hat uns die Auflösung gestört?

Bei einem hochpreisigen OLED-Monitor könnte sich trotzdem die Frage stellen, warum ASUS „nur“ auf 2560 x 1440 Pixel setzt.

Im Test war das für uns kein wirklicher Nachteil. Bei 26,5 Zoll ergibt WQHD eine ausreichend hohe Pixeldichte, sodass Spiele scharf und detailreich aussehen. Gleichzeitig passt die Auflösung gut zur hohen Bildwiederholrate: 280 Bilder pro Sekunde bei 1440p zu erreichen, ist für einen Gaming-PC erheblich realistischer als vergleichbare Frameraten in 4K.

Wer seinen Monitor hauptsächlich zum Spielen nutzt und Wert auf hohe Bildraten legt, dürfte mit dieser Kombination deshalb sehr gut bedient sein. Wer hingegen ausdrücklich einen möglichst großen 4K-Bildschirm für Gaming, Produktivarbeit und Filme sucht, gehört schlicht nicht zur primären Zielgruppe dieses Modells.

Design und Verarbeitung: Typisch ROG, aber nicht übertrieben

Die Rückseite des ASUS ROG Strix
Das Design des Monitors ist typisch ROG Foto: David Rams / ROG

Optisch macht ASUS aus der Gaming-Abstammung des Monitors kein Geheimnis. Der XG27AQWMG gehört zur Republic-of-Gamers-Reihe und bringt entsprechend einige typische Designmerkmale mit.

Trotzdem wirkt er auf dem Schreibtisch nicht völlig überladen. Die Vorderseite ist angenehm zurückhaltend und der schmale Rahmen sorgt dafür, dass vor allem das Display selbst im Mittelpunkt steht. Erst auf der Rückseite wird die Gaming-Optik mit ROG-Elementen und Aura-Sync-Beleuchtung deutlicher.

Der Standfuß macht einen stabilen Eindruck und bietet die wichtigsten ergonomischen Möglichkeiten. Der Monitor lässt sich in der Höhe um bis zu 110 Millimeter verstellen, neigen und seitlich drehen. Sogar eine Drehung ins Hochformat ist möglich.

Positiv ist außerdem, dass der Fuß trotz seiner Stabilität nicht den halben Schreibtisch beansprucht. Gerade bei einem Gaming-Setup, bei dem Tastatur, Maus, Controller und möglicherweise weitere Geräte Platz finden müssen, ist das nicht unwichtig.

Anschlüsse: Hier hätten wir uns USB-C gewünscht

Bei der Anschlussausstattung leistet sich der ASUS ROG Strix XG27AQWMG dagegen eine seiner wenigen echten Schwächen.

Vorhanden sind einmal DisplayPort 1.4 mit DSC und zweimal HDMI 2.1. Hinzu kommen zwei USB-A-Anschlüsse und ein Kopfhöreranschluss. Damit lassen sich Gaming-PC und Konsolen grundsätzlich problemlos verbinden.

Was fehlt, ist USB-C. Wer beispielsweise regelmäßig ein Notebook anschließen und Bildsignal, Daten und Stromversorgung möglichst über ein einziges Kabel erledigen möchte, bekommt diese Möglichkeit hier nicht. Auch ein KVM-Switch ist nicht vorhanden.

Für einen Monitor, der in erster Linie an einem Gaming-PC hängt, muss das kein großes Problem sein. Bei einem Gerät dieser Klasse hätten zusätzliche Anschlussmöglichkeiten das Gesamtpaket aber noch einmal aufgewertet.

Integrierte Lautsprecher besitzt der Monitor ebenfalls nicht. Für die meisten Gaming-Setups dürfte das verschmerzbar sein, da dort ohnehin ein Headset, Kopfhörer oder externe Lautsprecher zum Einsatz kommen.

DisplayWidget Center: Einstellungen bequem per Maus ändern

Wer keine Lust hat, sich ständig durch ein Monitor-Menü zu klicken, kann viele Einstellungen über das ASUS DisplayWidget Center direkt unter Windows vornehmen.

Das ist im Alltag tatsächlich angenehm. Bildmodi und weitere Funktionen lassen sich bequem mit der Maus einstellen, statt über kleine Tasten am Monitor durch verschiedene Untermenüs navigieren zu müssen.

Zusätzlich bietet ASUS zahlreiche Gaming-Funktionen. Dazu gehören unter anderem ein dynamisches Fadenkreuz, Shadow Boost zur besseren Darstellung dunkler Bereiche und verschiedene voreingestellte Bildmodi.

Man muss sich damit allerdings nicht intensiv beschäftigen, um mit dem XG27AQWMG Spaß zu haben. Genau das hat uns im Test gefallen: Der Monitor bietet zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten für diejenigen, die ihr Bild optimieren möchten, liefert aber auch ohne stundenlange Feinabstimmung bereits ein überzeugendes Ergebnis.

OLED Care Pro: ASUS will Burn-in vorbeugen

Ein Thema gehört bei einem OLED-Monitor zwangsläufig dazu: Burn-in. Werden statische Elemente über sehr lange Zeit angezeigt, besteht bei OLED-Panels grundsätzlich das Risiko, dass sich diese dauerhaft abzeichnen.

ASUS hat deshalb verschiedene Schutzmechanismen unter dem Namen „OLED Care Pro“ integriert. Dazu zählen unter anderem Pixel Refresh, Pixel Shift sowie Funktionen, die statische Elemente erkennen und deren Helligkeit reduzieren können.

Besonders interessant ist der sogenannte Neo Proximity Sensor. Dieser erkennt, wenn sich niemand mehr vor dem Monitor befindet. Verlässt man seinen Platz, kann das Display automatisch schwarz geschaltet werden. Sobald man zurückkommt, wird das Bild wieder aktiviert.

Das ist eine dieser Funktionen, über die man beim Kauf vermutlich nicht als Erstes nachdenkt, die bei einem OLED-Monitor aber durchaus sinnvoll ist. Schließlich soll das Panel möglichst selten minuten- oder stundenlang unnötig dasselbe Bild anzeigen.

ASUS gewährt zudem drei Jahre Garantie auf den XG27AQWMG und schließt laut eigenen Angaben dabei auch Panel-Burn-in ein.

ASUS ROG Strix XG27AQWMG im Test: Für wen lohnt sich der OLED-Monitor?

Der XG27AQWMG richtet sich ziemlich eindeutig an Gamer, die bei der Bildqualität keine großen Kompromisse machen möchten, gleichzeitig aber keinen riesigen 4K-Monitor suchen.

Seine größte Stärke ist nicht irgendein Wert auf dem Datenblatt. Es ist das Zusammenspiel aus OLED-Schwarzwert, kräftigen Farben, hoher Helligkeit und der sehr flüssigen Darstellung mit 280 Hz.

Gerade Spiele mit starken Kontrasten und einer auffälligen Farbgestaltung können darauf fantastisch aussehen. „Marathon“ war in unserem Test das beste Beispiel dafür: Die kräftige Optik des Shooters kommt auf dem OLED-Panel hervorragend zur Geltung. Aber auch bei anderen Spielen überzeugte uns der Monitor durchgehend mit seinem sehr plastischen, lebendigen Bild.

Wer hauptsächlich Office-Anwendungen nutzt oder einfach nur möglichst viel Bildschirmfläche für wenig Geld benötigt, braucht einen solchen Gaming-Monitor natürlich nicht. Und wer USB-C oder einen integrierten KVM-Switch unbedingt benötigt, muss sich ebenfalls anderweitig umsehen.

Für Spieler:innen, denen ein hervorragendes Bild mindestens genauso wichtig ist wie Geschwindigkeit, ist der ASUS dagegen ausgesprochen interessant.

ASUS ROG Strix XG27AQWMG im Test: Unser Fazit

Der ASUS ROG Strix XG27AQWMG hat uns im Test vor allem mit seiner Bildqualität überzeugt. Das tiefe OLED-Schwarz, die kräftigen Farben und die starken Kontraste machen schon nach wenigen Spielminuten deutlich, warum OLED für Gaming so reizvoll ist. Auch bei der Helligkeit hatten wir im Test nichts auszusetzen.

Besonders farbenprächtige Spiele profitieren davon enorm. Bei „Marathon“ sorgte die Kombination aus satten Farben, tiefem Schwarz und hellen Highlights für einen echten Wow-Effekt. Aber auch bei unseren weiteren Gaming-Sessions bestätigte sich dieser Eindruck.

Die 280 Hz sorgen gleichzeitig für ein angenehm direktes und flüssiges Spielgefühl. Dass andere Gaming-Monitore inzwischen mit noch höheren Hertz-Zahlen werben, spielte für uns in der Praxis keine Rolle. WQHD und 280 Hz bilden vielmehr eine sehr stimmige Kombination aus Bildqualität, Schärfe und Performance – zumal entsprechend hohe Frameraten bei 1440p auch deutlich realistischer zu erreichen sind als bei 4K.

Perfekt ist der XG27AQWMG trotzdem nicht. Vor allem USB-C vermissen wir und die glänzende Oberfläche kann bei ungünstigem Lichteinfall Reflexionen zeigen. Wer unbedingt 4K oder noch höhere Bildwiederholraten möchte, muss ebenfalls zu einem anderen Modell greifen.

Beim aktuellen Preis fallen diese Kritikpunkte für uns allerdings weniger schwer ins Gewicht. Für rund 500 Euro bekommt man mit dem ASUS ROG Strix XG27AQWMG einen schnellen WQHD-OLED mit 280 Hz, hervorragenden Schwarzwerten, satten Farben und einer Bildqualität, die moderne Spiele richtig zur Geltung bringt. Wer vor allem einen starken Gaming-Monitor sucht und auf USB-C verzichten kann, bekommt hier derzeit sehr viel OLED fürs Geld.

Das Gerät wurde uns für den Testzeitraum vom Hersteller zur Verfügung gestellt

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