Sarah Engels gewinnt ESC Vorentscheid 2026: Sie singt „Fire“ für Deutschland in Wien
Deutschland schickt Sarah Engels zum Eurovision Song Contest 2026 nach Wien. Sie gewann den ESC-Vorentscheid mit ihrem Song „Fire“.

Deutschland hat seinen Act für den Eurovision Song Contest 2026 gefunden: Sarah Engels wird am 16. Mai im Finale in Wien mit ihrem Song „Fire“ antreten. Die Sängerin setzte sich am Samstagabend im großen ESC-Vorentscheid der ARD durch und überzeugte am Ende das Publikum.
Dreistündige ARD-Show entscheidet über ESC-Ticket
Neun Acts waren beim „Deutschen Finale“ angetreten, um das Ticket für den Eurovision Song Contest 2026 zu lösen. Nach einer Vorauswahl durch eine internationale Jury schafften es drei Künstlerinnen und Künstler in die entscheidende Runde. Dort lag die finale Entscheidung bei den Zuschauerinnen und Zuschauern.
Im direkten Vergleich mit Wavvyboi und Molly Sue konnte sich Sarah Engels durchsetzen. Damit steht fest: Die 33-Jährige vertritt Deutschland beim ESC-Finale am 16. Mai 2026 in der österreichischen Hauptstadt Wien.
„Fire“ als Botschaft für Empowerment
Mit „Fire“ schickt Sarah Engels eine klassische Pop-Nummer ins Rennen. Der Song setzt auf eine eingängige Melodie, klare Strukturen und einen emotionalen Refrain. Auf der Bühne unterstrich sie den Titel mit einem entsprechend inszenierten Auftritt inklusive Pyroeffekten.
Inhaltlich versteht Engels ihren Beitrag als Statement. Sie wolle mit „Fire“ ein emotionales Zeichen für Empowerment, Zusammenhalt und Selbstbestimmung setzen. Der Song soll Mut machen und Stärke vermitteln.
Prominenter Name mit Rückenwind aus dem Publikum
Sarah Engels wurde 2011 als Finalistin bei „Deutschland sucht den Superstar“ bundesweit bekannt. Seither ist sie als Sängerin und TV-Persönlichkeit präsent. Ihre Bekanntheit dürfte ihr im ESC-Vorentscheid zusätzlichen Rückenwind verschafft haben.

In begleitenden Umfragen lag Engels während der Show deutlich vorne. Zeitweise sprachen sich mehr als die Hälfte der Teilnehmenden für sie als deutsche ESC-Kandidatin aus. Am Ende bestätigte das Publikum dieses Stimmungsbild mit seinem Voting.
Schwierige Ausgangslage für Deutschland beim ESC
Für Deutschland ist der Eurovision Song Contest in den vergangenen Jahren häufig enttäuschend verlaufen. Mehrere hintere Platzierungen haben die Erwartungen gedämpft. Umso größer ist nun die Hoffnung, dass Sarah Engels mit „Fire“ in Wien für ein besseres Ergebnis sorgt und wieder häufiger die begehrten zwölf Punkte einsammeln kann.
Ob ihr Song beim internationalen Publikum zündet, entscheidet sich am 16. Mai 2026 beim großen ESC-Finale in Wien.
Kritik am ESC-Sieg: War es der Promi-Bonus?
Nach ihrem Sieg melden sich auch kritische Stimmen zu Wort. In sozialen Netzwerken wie X und Instagram werfen einige Nutzer dem Vorentscheid vor, nicht allein die musikalische Leistung bewertet zu haben. Ihrer Ansicht nach habe Sarah Engels vor allem von ihrer großen Bekanntheit profitiert.
„Sarah hat gewonnen, weil sie die größte Fanbase hat“, heißt es etwa. Andere schreiben: „Promibonus! Die anderen hatten doch von vornherein keine Chance“ oder „Hier hat sicherlich nicht der beste Beitrag gewonnen.“
Tatsächlich ist Engels im Vergleich zu ihren Konkurrenten seit Jahren medial präsent. 2011 wurde sie als Zweitplatzierte bei „Deutschland sucht den Superstar“ bundesweit bekannt. Es folgten eigene TV-Formate, mehrere Alben und Auftritte bei Shows wie „The Masked Singer“ und „Let’s Dance“. Auch ihren ESC-Song „Fire“ hatte sie bereits in anderen großen TV-Formaten präsentiert.
Einige Kommentatoren argumentieren daher, dass bei einer Fanbasis von rund 1,8 Millionen Followern die Ausgangslage für Newcomer deutlich schwieriger gewesen sei. „Einfach nur unfair“ oder „In Zukunft kann man sich den Vorentscheid sparen“ lauten weitere Reaktionen.
Dem gegenüber stehen zahlreiche Fans, die Engels’ Bühnenpräsenz und Professionalität loben und ihr beim ESC in Wien eine gute Platzierung zutrauen. Angesichts der durchwachsenen deutschen ESC-Bilanz der vergangenen Jahre wäre bereits ein Platz in den Top Ten ein Achtungserfolg. Zuletzt gelang Michael Schulte 2018 mit Rang vier ein überzeugendes Ergebnis.









