Sarah im Interview

Sarah Engels beim ESC-Vorentscheid: Klare Ansage an alle Kritiker – „Für mich überwiegt ganz klar die Chance“

Sarah Engels spricht offen über Kritik am ESC, ihre eigene Hoffnung und die Herausforderung, dem Beruf und der Familie gerecht zu werden.

Sarah Engels posiert im weißen Kleid
Sarah Engels tritt beim ESC-Vorentscheid an. Foto: Marcell Brell

Es soll ihre ganz große Chance werden, der nächste große Step in ihrer Musikkarriere: Sarah Engels (33) tritt beim deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest an. Die Sängerin will mit ihrem Song „Fire“ die Expert:innen-Jury und das Publikum überzeugen. Ihre große Hoffnung: im Mai beim ESC in Wien antreten zu dürfen. Ob das klappt, wird sich am 28. Februar im großen Finale des ESC-Vorentscheids zeigen. Im Interview mit TV Movie sprach Sarah Engels nun über ihr großes Ziel, den ESC und die Schwierigkeit, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen.

Dass sie am ESC-Vorentscheid teilnehmen wird, hat Sarah Engels bereits Ende letzten Jahres erfahren. Doch wie kam sie überhaupt dazu? „Ich habe mich tatsächlich schon vor einiger Zeit ganz regulär beworben“, verrät sie TV Movie. Für sie ist diese Challenge „etwas ganz Besonderes“, denn sie stellt die größte Chance ihrer bisherigen musikalischen Karriere dar. „Der ESC ist das größte Musik- und Showereignis der Welt – Teil davon zu sein und meine Musik dort präsentieren zu dürfen, ist eine unglaubliche Ehre und Motivation zugleich“, sagt sie.

Darum ist Sarah ESC-Fan

Der Eurovision Song Contest begleitet Sarah bereits seit ihrer Kindheit. „Ich habe den ESC schon als kleines Mädchen verfolgt. Wir haben den Abend mit der ganzen Familie gemeinsam verbracht, mitgefiebert, diskutiert und daraus ein richtiges, kleines Ritual gemacht. Und als Halbitalienerin haben wir eine seeehr große Familie – da könnt ihr euch sicher vorstellen, dass da richtig was los war im Wohnzimmer“, berichtet sie. Für sie ist es einfach DAS musikalische Highlight.

„Der ESC ist für mich so besonders, weil er für Vielfalt steht – musikalisch, kulturell und menschlich. Unterschiedlichste Menschen, Sprachen und Geschichten kommen auf einer Bühne zusammen und zeigen, wie verbindend Musik sein kann. Genau diese Offenheit und dieses Miteinander machen den ESC einzigartig“, erklärt sie.

Für sie selbst wäre es deshalb ein echtes Karriere-Highlight, einmal selbst bei der Veranstaltung anzutreten. Denn „nirgendwo sonst gibt es eine Bühne, die technisch so aufwendig und beeindruckend ist“, wie Sarah sagt. „Jedes Jahr übertreffen sie sich selbst, und genau diese Mischung aus Musik, Emotion und spektakulärer Inszenierung hat mich von Anfang an begeistert“, erklärt die Künstlerin.

Das sagt Sarah Engels zur ESC-Kritik

Aber längst nicht alle blicken so positiv auf den ESC. Die Veranstaltung steht auch immer wieder in der Kritik – für Sarah aus durchaus nachvollziehbaren Gründen. „Der ESC ist ein riesiges, sehr emotionales Event, bei dem viele Meinungen, Geschmäcker und Erwartungen aufeinandertreffen. Nicht jeder kann oder muss alles daran mögen. Für mich überwiegt trotzdem ganz klar das Positive: die Vielfalt, die Musik und das verbindende Gefühl, das dieser Wettbewerb jedes Jahr aufs Neue schafft“, stellt sie jedoch klar.

Es ist aber nicht nur das Event selbst, das immer wieder kritisiert wird – vor allem die deutschen Acts der vergangenen Jahre konnten selten überzeugen. Ist das etwas, das Sarah Sorgen macht?

Natürlich nimmt man solche Stimmen wahr, aber ich habe mir darüber bewusst keine Angst gemacht. Für mich überwiegt ganz klar die Chance: meine Musik und meine Message auf einer großen Bühne zu zeigen. Ich gehe diesen Schritt aus Überzeugung und mit einem guten Gefühl“, sagt sie und ist überzeugt: „Wenn man Entscheidungen nur aus Angst trifft, hält einen das eher zurück – und genau davon möchte ich mich lösen.“

Sarah Engels erneut im Musical?

Neben dem Abenteuer ESC gab es für Sarah kürzlich noch eine weitere Premiere: Sie übernahm eine Rolle im Musical „Moulin Rouge“. Eine herausfordernde Aufgabe – mit Wiederholungspotenzial? „Klar – die Arbeit an dem Musical war eine der tollsten Erfahrungen, die ich bisher machen durfte“, schwärmt sie. „Am Anfang war es definitiv eine große Herausforderung, der ich mich ganz bewusst gestellt habe. Mit jeder Show hat es mir aber immer mehr Spaß gemacht, sodass ich es am Ende wirklich richtig genießen konnte, auf dieser tollen Bühne mit diesem tollen Cast zu stehen“, freut sich Sarah.

Die Musical-Arbeit hat ihr extrem gut gefallen. Sie war „ehrlich traurig, als die letzte Vorstellung gespielt war“. Eine Wiederholung dürfte somit nicht ausgeschlossen sein. Zumindest, wenn es sich mit ihrem Mama-Alltag unter einen Hut bringen lässt. Denn genau das ist oft ziemlich herausfordernd. „Es braucht viel Organisation, ein gutes Umfeld und vor allem Menschen, auf die ich mich verlassen kann“, sagt Sarah und betont: „Die größte Schwierigkeit ist, allem gerecht werden zu wollen – sowohl als Mama als auch im Beruf. Aber meine Kinder geben mir unglaublich viel Kraft und erden mich sehr. Meine Familie ist das Wichtigste in meinem Leben.“

Ob Sarah es unter die Top 3 beim deutschen ESC-Vorentscheid schafft und letztendlich Deutschland in Wien vertreten darf, zeigt sich am 28. Februar, ab 20.15 Uhr, in der ARD.

Quellen

  • TV Movie