„You suck“: „Criminal Minds“-Star Paget Brewster beleidigt Journalistin - und rudert zurück
Mit milder Kritik kann „Criminal Minds"-Star Paget Brewster scheinbar nicht umgehen. Nach heftigem Gegenwind folgte nun eine Entschuldigung.

Paget Brewster hat mit einem Angriff auf eine junge Journalistin in den sozialen Medien für Ärger gesorgt. Die „Criminal Minds"-Darstellerin reagierte auf eine gemischte Kritik zu „Criminal Minds: Evolution" mit einem inzwischen gelöschten Post, in dem sie die Autorin Shealyn Scott persönlich angriff.
Scott hatte sich in einem Artikel mit den Veränderungen beschäftigt, die „Criminal Minds" seit dem Wechsel von CBS zu Paramount+ durchlaufen hat. Dabei handelt es sich keinesfalls um einen Verriss oder eine ansatzweise unfaire Kritik, sondern um eine gemischte Einschätzung der neuen Ausrichtung.
Scott nennt etwa die höhere Altersfreigabe sowie neue Hauptfiguren als erkennbare Unterschiede. Einige dieser Änderungen seien gut aufgenommen worden, und grundsätzlich funktioniere die Serie weiterhin als packendes Krimidrama. Gleichzeitig sieht sie aber auch Schwächen. Vor allem die neue Struktur mit nur noch zehn Folgen pro Staffel arbeite aus ihrer Sicht gegen die größten Stärken von „Criminal Minds".
Das alles ist gut begründet, doch Paget Brewster sah das scheinbar völlig anders.
Milde Kritik ist zu viel für Paget Brewster
Auf X schrieb Brewster unter anderem, dass Scott noch jung sei und daher nicht wisse, dass schlechte Kritiken dazu führen könnten, dass 350 Menschen ihren Job verlieren. Außerdem riet sie der Journalistin, sie solle lieber gebrauchte Kleidung verkaufen oder in einem Tierheim arbeiten. Ihren Angriff beendete sie mit dem Satz: „Denn gerade bist du mies in dem, was du tust."
Der Post der Schauspielerin löste schnell Widerspruch aus. David Rooney, Chef-Filmkritiker von The Hollywood Reporter, nannte Brewsters Verhalten einen sehr schlechten Eindruck. Dass eine Schauspielerin aus einer langjährigen Serie eine junge Rezensentin angreife, obwohl deren Kritik respektvoll und klar mit Sachkenntnis formuliert sei, sage mehr über Brewsters Dünnhäutigkeit aus als über die Professionalität der Journalistin.
Auch aus dem Umfeld von ScreenRant kam deutliche Kritik. Andy Behbakht nannte Brewsters Verhalten „widerlich" und schrieb, es sei traurig zu sehen, wie sie eine junge Journalistin öffentlich herabwürdige und ihr faktisch abspreche, in ihrem Berufsfeld zu arbeiten.
Kann eine halbherzige Entschuldigung die Lage retten?
Am Sonntag meldete sich Paget Brewster erneut auf X - diesmal mit deutlich anderen Worten. Sie schrieb, sie sei in der Nacht zuvor gemein zu Shealyn Scott gewesen und bereue das zutiefst.
Wörtlich erklärte sie, es solle ihr peinlich sein, einen Menschen dafür zu beleidigen, dass dieser einfach nur seinen Job gemacht habe. Sie entschuldigte sich direkt bei Scott und auch bei ihren Followern, die dieses Verhalten mit ansehen mussten.
Zum Schluss formulierte Brewster ihre Reue mit einer selbstironischen Wendung, die auf ihren ursprünglichen Angriff anspielte: „Wie sich herausstellt, war ich es gestern Abend, die mies war."
„Criminal Minds" war 2020 nach der 15. Staffel bei CBS eigentlich beendet worden. 2022 wurde die Reihe unter dem Titel „Criminal Minds: Evolution" bei Paramount+ (in Deutschland bei Disney+) wiederbelebt. Genau dieser Neustart mit seinen inhaltlichen und strukturellen Änderungen stand im Zentrum von Scotts Kritik.










