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„Wir Kinder vom Bahnhof Zoo": Christiane F. & Natja Brunckhorst heute

1981 verkörperte Natja Brunckhorst in „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ Christiane F. Was wurde aus der Bruckhorst und der echten Christiane F.?

Kinder vom Bahnhof Zoo
Christiane F. 2013 auf der Frankfurter Buchmesse. Foto: imago images / STAR-MEDIA

Mit dem Erscheinen des Buches „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“, das auf ihren Erinnerungen beruht, wurde Christiane Felscherinow, heute 57 Jahre alt, 1978 zum Symbol der Drogenkultur. Das Buch stand 95 Wochen lang auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste. Den Kinofilm sahen 1981 rund fünf Millionen Deutsche. Jetzt macht Amazon die Geschichte zur Serie:

Doch was wurde eigentlich aus der echten Christiane F.? Sie stammt aus Hamburg und kam mit zwölf Jahren erstmals mit Drogen in Kontakt, mit 14 war sie heroinabhängig und prostituierte sich am Berliner Bahnhof Zoo. Anfang der Achtziger kehrte sie zurück nach Hamburg, wo sie sich als Schauspielerin versuchte. Im Kontext der Neuen Deutschen Welle nahm sie sogar Platten auf. Der Erfolg als Künstlerin blieb allerdings aus.

Christiane gelang es von den Drogen wegzukommen, wurde später aber rückfällig. Das Sorgerecht für ihren 1996 geborenen Sohn Philipp verlor sie 2008. 2013 erschien ihre Autobiographie „Christiane F. – Mein zweites Leben“. 2014 zog sich Christian F. aus gesundheitlichen Gründen aus der Öffentlichkeit zurück.

 

"Wir Kinder vom Bahnhof Zoo": Das wurde aus "Christina F."-Darstellerin Natja Brunckhorst

Auch Schauspielerin Natja Brunckhorst hatte einen interessanten Werdegang. Mit nur 13 Jahren wurde sie entdeckt und feierte mit "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" einen Überraschungserfolg, mit dem sie nur schwer umgehen konnte. Der Rummel um ihre Person führte schließlich dazu, dass die Darstellerin noch als Jugendliche nach Großbritannien auswanderte.  Nach einem Zwischenstopp in Paris kehrte sie 1987 nach Deutschland zurück und studierte in Bochum Schauspiel. 

Danach spielte sie in Filmen wie "Babylon – Im Bett mit dem Teufel" oder "Tiger, Löwe, Panther" mit, erkrankte schließlich jedoch an Krebs und konnte ihren Beruf zwischen 1993 und 1994 nicht ausüben. 

Ende der 90er begann Natja Brunckhorst schließlich als Drehbuchautorin zu arbeiten. Zu ihren Credits zählen unter anderem "Einsatz Hamburg Süd", "La Mer" und "Wie Feuer und Flamme", wofür sie 2001 mit einer Lola für das beste Drehbuch ausgezeichnet wurde. 

In Filmen ist Brunckhorst nur noch selten zu sehen, im Jahr 2000 beispielsweise mit Franka Potente und Benno Fürmann in "Der Krieger und die Kaiserin" oder 2011 in "Totem".

Auch die Tatort-Folge "Dinge, die noch zu tun sind" stammt von ihr. 

2017 kam der Kinofilm "Amelie rennt" in die Kinos. Er stammt aus ihrer Feder. 

 
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