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Wicked 2: Ende erklärt - Darum hätte das Finale ganz anders ausgehen sollen!

„Wicked: Teil 2“ liefert ein emotionales Finale. Doch eigentlich hätte das Ende ganz anders ausfallen sollen. Regisseur Jon M. Chu erklärt, was wirklich hinter dem Schluss steckt.

Ariana Grande spielt Glinda und Cynthia Erivo spielt Elphaba in WICKED FOR GOOD unter der Regie von Jon M. Chu.
Was bedeutet das Ende von „Wicked: Teil 2“ wirklich? Foto: Universal Studios. All Rights Reserved.

„Wicked: Teil 2“ bringt das große Finale der modernen Vorgeschichte zu „Der Zauberer von Oz“ und liefert Antworten auf die Frage, was aus Elphaba, Glinda und Fiyero wird. Doch Regisseur Jon M. Chu verrät nun: Das Ende des Films war ursprünglich viel düsterer geplant, bevor sich das Team bewusst für eine hoffnungsvollere Richtung entschied. Wir erklären das Ende und was es für die Zukunft von Oz bedeutet. (Achtung: Es folgen Spoiler für das Ende des zweiten Films)

Schon im ersten „Wicked“-Film trennen sich die Wege der Figuren radikal. Elphaba wird zur Gejagten, während Glinda und Fiyero in politische Rollen gedrängt werden. Teil zwei verzichtet nun bewusst auf die Leichtigkeit und den Glamour des ersten Films und zeigt, wie die Figuren unter Druck reifen. Laut Chu musste jeder Charakter entscheiden, welcher Realität er sich stellt und welche Wahrheit er annehmen will.

Elphaba & Fiyero: Das neue Leben jenseits von Oz

Nachdem Elphaba ihren eigenen Tod inszeniert, gelingt ihr endlich die Wiedervereinigung mit Fiyero, der durch ihren Zauber in eine Vogelscheuche verwandelt wurde, um sein Leben zu retten. Beide gelten im Reich als tot und nutzen diese Chance, um in eine geheimnisvolle Wüstenregion hinter den Grenzen von Oz zu fliehen. Die Szene wurde bereits im ersten Film angedeutet, als Elphaba eine Vision von zwei Gestalten in einer Ödnis hatte.

Diese Wüste basiert auf der „Deadly Desert“ aus den Oz-Büchern – doch im Film sieht sie überraschend hell, glitzernd und freundlicher aus. Das war nicht immer so geplant. Jon M. Chu verrät im Interview mit EW, dass es viele Entwürfe gab, in denen die Wüste finster und beängstigend war.

Wir hatten Versionen, in denen die Wüste viel dunkler und angsteinflößender gewesen wäre“, sagt der Regisseur. „Aber die Wüste ist kein toter Ort. Sie symbolisiert Möglichkeiten – einen Horizont, den sich niemand bisher zu betreten traute.“

Statt Endzeitstimmung wählte das Team also bewusst Hoffnung. Die glitzernden Sandkörner stehen für Freiheit – und für das erste Mal, dass Elphaba und Fiyero ein Leben führen können, das ihnen niemand vorschreibt.

Glinda: Aufstieg zur Anführerin und ein Geschenk voller Rätsel

Während Elphaba und Fiyero in die Freiheit verschwinden, kehrt Glinda in die Smaragdstadt zurück, um Ordnung ins Chaos zu bringen. Der vermeintliche Tod ihrer besten Freundin verändert sie zutiefst. Glinda deckt auf, dass der Zauberer Elphabas Vater ist, zwingt ihn zum Rücktritt und lässt Madame Morrible verhaften – eine der stärksten Szenen des Films, weil Glinda dabei den Spieß umdreht und Morribles eigene Worte aus Teil 1 gegen sie richtet.

Anschließend beginnt Glinda, Oz zu heilen: Sie integriert die lange unterdrückten Tiere wieder in die Gesellschaft und tritt erstmals selbst als führende politische Kraft auf. Es ist der Moment, der direkt in die Anfangsszene des ersten „Wicked“-Films überleitet und Glindas Wandel zur öffentlichen Figur abschließt.

Der entscheidende Moment folgt jedoch erst später: Glinda kehrt auf den Turm zurück, von dem Elphaba einst losflog. Dort öffnet sie das Grimmerie, das Zauberbuch, das zuvor nur auf Elphabas Magie reagierte. Während sie eine zarte Reprise von „For Good“ singt, blickt Elphaba in der Wüste zurück nach Oz – beide Frauen sind über Distanz hinweg miteinander verbunden. Und plötzlich beginnt das Grimmerie auch für Glinda zu leuchten.

Doch was bedeutet das? Regisseur Chu hält die Antwort bewusst offen. Hat Elphaba Glinda ihre Kräfte übertragen? Oder entdeckt Glinda ihre eigene Magie?

„Es ist keine Antwort, sondern eine Frage“, erklärt er. „Glinda weiß nun, welche Macht in ihr steckt. Aber was sie daraus macht, liegt bei ihr.“

Warum das ursprüngliche Ende viel dunkler war

Während der frühen Entwicklung war das Finale nicht nur düsterer, sondern deutlich tragischer angelegt. Die Wüste sollte ein Spiegel der innersten Ängste werden, und das Wiedersehen zwischen Elphaba und Fiyero wäre fast verzweifelter ausgefallen. Doch als Teil 1 zum Kinohit wurde, beschloss das Team, dem Abschluss einen hoffnungsvolleren, emotionaleren Ton zu geben. Statt Dunkelheit stehen nun Befreiung, Versöhnung und Zukunft im Zentrum.

Was das Ende für Oz bedeutet

Ariana Grande (als Glinda), Regisseur Jon M. Chu und Cynthia Erivo (als Elphaba) am Set von WICKED FOR GOOD unter der Regie von Jon M. Chu.
Ariana Grande (als Glinda), Regisseur Jon M. Chu und Cynthia Erivo (als Elphaba) am Set von Wicked: Teil 2! Foto: Universal Studios. All Rights Reserved.

Glinda ist offiziell zur neuen Hoffnungsträgerin geworden – eine Herrscherin, die die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen will. Elphaba hingegen lebt endlich frei, ohne Propaganda, ohne Verfolgung. Fiyero bekommt eine zweite Chance – wenn auch in einer ungewöhnlichen Form. Und Oz selbst? Es steht am Anfang einer neuen Ära.

Vielleicht ist genau das die Botschaft, die Chu uns mitgibt: Wirklich „gut“ oder „böse“ ist niemand. Jeder entscheidet jeden Tag neu.

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Video: Universal | TVMovie

Gibt es eine Post-Credit- bzw. Abspannszene?

Nein. Nach dem emotionalen Schlussmoment endet der Film direkt. Keine versteckten Szenen, keine Teaser – nur das Nachhallen des gemeinsamen Liedes und das letzte Bild von Elphaba und Fiyero, die in eine offene Zukunft aufbrechen.

Quellen