„Villa der Versuchung“: Käse-Roland vor dem Nichts – Fans spotten über Insolvenz
„Villa der Versuchung“-Star Roland Ludomirska steht nach der Crazy-Cheese-Insolvenz vor dem Nichts. Jetzt wird sogar sein Luxus-Inventar versteigert.

Noch vor wenigen Wochen präsentierte sich Roland Ludomirska (57) bei „Villa der Versuchung“ als Mann, der sich um Geld offenbar wenig Gedanken machen muss. „Weißt du, was Geld ist? Eine Serviette, mit der wische ich mir das [...] ab und schmeiße es weg“, erklärte der österreichische Unternehmer in der Sat.1-Show.
Jetzt klingen seine Worte ganz anders. Die Unternehmensgruppe hinter seiner Marke Crazy Cheese ist insolvent, die Geschäfte sind geschlossen und das Inventar wird versteigert. Gegenüber „Treffpunkt Österreich“ spricht Ludomirska auch über seine persönliche Situation – und zeichnet ein drastisches Bild: „Jetzt steh' vor dem Nichts und hab eigentlich gar nichts.“
„Villa der Versuchung“-Roland: Crazy Cheese ist insolvent
Vor rund sechs Jahren startete Ludomirska mit seinen Crazy-Cheese-Shops in Österreich. Zum Geschäft gehörte eine bewusst extravagante Inszenierung: Nicht nur Käse, sondern auch Luxus und Dekadenz waren Teil der Marke. Auch Ludomirska selbst zeigte sich gerne entsprechend – etwa auf einer Yacht.
Damit ist zumindest bei Crazy Cheese nun Schluss. Die Crazy Cheese Manufacture Holding GmbH und die Tochtergesellschaft MRL Crazy Cheese Manufacture W GmbH beantragten im Juli Konkursverfahren beim Landesgericht Graz. Als wesentlicher Faktor für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten werden laut „Der Standard“ unter Berufung auf die APA unter anderem die Folgen der Corona-Pandemie genannt. Eine Fortführung des Geschäfts ist nicht vorgesehen.
Wie endgültig der Einschnitt ist, zeigt sich derzeit in Hart bei Graz: Mehr als 660 Gegenstände aus dem Unternehmen werden über das Auktionshaus Aurena versteigert. Darunter befinden sich nicht nur Käse und Gastro-Ausstattung, sondern auch Überbleibsel der auffälligen Crazy-Cheese-Welt.
Champagnergläser, Kaviardosen, Kronleuchter, eine Discokugel, ein handgefertigter Champagnersäbel und sogar „Star Wars“-Sammlerstücke stehen zum Verkauf. Die ersten Zuschläge erfolgen am 24. August.
Ludomirska selbst nahm bereits am 13. August auf Instagram Abschied von seinem Firmensitz: „Grüß Gott meine Lieben, Ich schließe heute mein Headquater in Hart bei Graz und lade Euch ein noch ein Stück Crazy Cheese Geschichte zu ergattern! Auf @aurena_auktionen seht Ihr ab jetzt die geilsten Exponate!“
Roland Ludomirska: „Werde ohne Geld weitergenießen“
Von seinem bisherigen Lebensgefühl will sich der Unternehmer offenbar trotzdem nicht verabschieden. Im Gespräch mit „Treffpunkt Österreich“ erklärt Ludomirska, dass er nun eben „ohne Geld weitergenießen“ werde. Statt Luxus dürfe es künftig auch deutlich einfacher zugehen: Dann mache er sich eben „Butterkartoffeln mit Salz“.
Dass manche Menschen seinen Absturz mit Schadenfreude verfolgen, kann der Reality-Kandidat nicht nachvollziehen. „Und jetzt, wo es mir finanziell nicht so gut geht, da freuen sie sich und denken, es geht ihnen besser als mir, dabei geht es ihnen genauso wie vorher. Ich find die Schadenfreude der Leute absurd“, sagt er.
Tatsächlich fallen die Reaktionen unter dem Instagram-Beitrag von „Treffpunkt Österreich“ teilweise ausgesprochen harsch aus. Auffällig ist dabei vor allem, wie viele Nutzer:innen den Bogen zu „Villa der Versuchung“ schlagen.
Nach „Villa der Versuchung“: Fans erinnern Roland an seine „Schnorrer“-Sprüche
Denn ausgerechnet das Thema Geld hatte Ludomirska in der Sat.1-Show einige Sympathien gekostet. Besonders heftig geriet er in Folge 2 mit Erik „Satansbratan“ Seidl aneinander. Ludomirska bezeichnete seinen österreichischen Landsmann als „Schnorrer“, weil dieser sich unter anderem teure Getränke oder Zigaretten mit anderen „Villa der Versuchung“-Kandidaten teilte.
„Ich halte von Schnorrern gar nix! Die glauben, wir sind blöd und sie sind schlau“, wetterte Roland damals.
Der Streit eskalierte schließlich derart, dass sich beide Männer gegenseitig mit einer körperlichen Auseinandersetzung drohten. Die Produktion musste eingreifen und warnte per Durchsage: „Stars, bitte geht auseinander! Falls es zu einer körperlichen Auseinandersetzung kommt, müsst ihr beide die Villa verlassen!“
Auch bei anderen Bewohner:innen eckte Ludomirska mit seinem Auftreten an. Thorsten Legat fühlte sich von seinen Aussagen über Menschen mit weniger Geld persönlich getroffen, Annika Kärsten-Hoenig brach während der Diskussion sogar in Tränen aus. Am Ende wurde Ludomirska von seinen Mitstreiter aus der „Villa der Versuchung“ gewählt.
Vor diesem Hintergrund sehen einige Zuschauerinnen und Zuschauer in der Insolvenz nun eine gewisse Ironie. „Aber bei Villa der Versuchung einen auf dicke Hose machen“, schreibt ein User unter dem aktuellen Instagram-Video. Eine andere Nutzerin fragt: „War er wohl darum bei der Villa der Versuchung?“
Ein weiterer Kommentar greift Rolands damalige Wortwahl direkt auf: „Jetzt wird er wohl auch selbst zum schnooorrer werden [...] so wie er das anderen in der Villa der Versuchung schon unterstellt und vorgeworfen hat.“
Nicht alle reagieren mit Schadenfreude
Allerdings gibt es auch Stimmen, die Ludomirska in Schutz nehmen. „Man tritt nicht auf Leute hin die am Boden liegen!“, mahnt ein Nutzer. Ein anderer zeigt sich überzeugt, dass der Unternehmer zurückkommen wird: „Wer einmal Erfolgreich war wird es wieder [...] Verkaufen ist kein Glück sondern Talent“.
Wie es für Roland Ludomirska beruflich weitergeht, bleibt damit vorerst offen. Sicher ist nur: Von dem demonstrativen Luxus, mit dem Crazy Cheese und sein Gründer jahrelang auftraten, wird gerade einiges zu Geld gemacht. Und ausgerechnet die Sprüche, mit denen Roland noch bei „Villa der Versuchung“ provozierte, holen ihn nun in den sozialen Netzwerken wieder ein.







